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Windpark Walkhügel Aderstedt I: Bankguthaben steigen auf 2,67 Millionen Euro – hohe Rückstellungen für den Rückbau

Shutterbug75 (CC0), Pixabay

Die Windpark Walkhügel GmbH & Co. Aderstedt KG I hat ihren Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2025 vorgelegt. Die Gesellschaft mit Sitz in Bernburg (Saale) ist beim Amtsgericht Stendal unter der Registernummer HRA 12127 eingetragen. Ihr Jahresabschluss wurde am 27. Juli 2026 festgestellt und am 21. September 2026 veröffentlicht.

Aus der Bilanz geht hervor, dass sich das ausgewiesene Vermögen der Gesellschaft gegenüber dem Vorjahr leicht verringert hat. Die Bilanzsumme sank von 2.874.426,63 Euro zum 31. Dezember 2024 auf 2.790.367,31 Euro zum Jahresende 2025. Der Rückgang ist insbesondere auf niedrigere Forderungen und planmäßige Abschreibungen auf die Standortrechte zurückzuführen.

Das Anlagevermögen reduzierte sich von 49.076,20 Euro auf 36.808,24 Euro. Den größten Anteil daran haben die immateriellen Vermögensgegenstände, deren Buchwert von 49.072,20 Euro auf 36.804,24 Euro zurückging. Nach Angaben im Anhang handelt es sich dabei um entgeltlich erworbene Standortrechte. Diese werden zu Anschaffungskosten erfasst und über ihre Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die ausgewiesenen Sachanlagen blieben mit einem Buchwert von vier Euro unverändert.

Auch das Umlaufvermögen verringerte sich. Es sank von 2.825.350,43 Euro auf 2.753.559,07 Euro. Innerhalb dieser Position zeigt sich allerdings eine unterschiedliche Entwicklung: Während die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände deutlich zurückgingen, erhöhten sich die liquiden Mittel.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände reduzierten sich von 269.817,76 Euro auf 79.803,15 Euro. Damit fiel dieser Bilanzposten um rund 190.000 Euro niedriger aus als im Vorjahr. Sämtliche Forderungen haben nach Angaben der Gesellschaft eine Restlaufzeit von höchstens einem Jahr.

Die Bankguthaben und sonstigen flüssigen Mittel stiegen dagegen von 2.555.532,67 Euro auf 2.673.755,92 Euro. Die Gesellschaft verfügte damit zum Jahresende über rund 118.000 Euro mehr liquide Mittel als zwölf Monate zuvor. Auf die Bankguthaben entfielen rund 96 Prozent der gesamten Bilanzsumme.

Auf der Passivseite blieb das Eigenkapital unverändert bei 1.360.000 Euro. Es besteht vollständig aus den Kapitalanteilen der Kommanditisten. Das Kommanditkapital ist nach den Angaben im Anhang vollständig eingezahlt und im Handelsregister eingetragen. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich aufgrund der gesunkenen Bilanzsumme leicht auf rund 48,7 Prozent.

Ein Bilanzgewinn oder Bilanzverlust wird weder für 2025 noch für das Vorjahr ausgewiesen. Daraus lässt sich allerdings nicht ableiten, dass die Gesellschaft kein Jahresergebnis erwirtschaftet hat. Der Gesellschaftsvertrag sieht vor, dass Gewinne zunächst mit bestehenden Verlustvorträgen verrechnet werden. Darüber hinausgehende Gewinne sind grundsätzlich von den Gesellschaftern zu entnehmen, sofern die Gesellschafterversammlung nichts anderes beschließt.

Da kein abweichender Beschluss vorliegt, werden nach den Angaben im Anhang bereits getätigte Entnahmen mit weitergehenden Gewinnen verrechnet. Darüber hinausgehende Beträge werden den Gesellschafter-Verrechnungskonten gutgeschrieben, die nicht zum Eigenkapital gehören. Wie hoch der tatsächliche Jahresüberschuss oder Jahresfehlbetrag im Geschäftsjahr 2025 ausgefallen ist, lässt sich anhand der veröffentlichten Bilanz und des Anhangs nicht feststellen.

Einen erheblichen Anteil der Passivseite bilden weiterhin die Rückstellungen. Sie erhöhten sich von 1.203.500 Euro auf 1.218.743 Euro. Besonders ins Gewicht fallen dabei die finanziellen Verpflichtungen für die spätere Demontage der Windenergieanlagen.

Für den Rückbau hat die Gesellschaft unverändert 1,2 Millionen Euro zurückgestellt. Nach den Angaben im Anhang beruhen diese Rückstellungen auf Erfahrungswerten vergleichbarer Windenergieanlagen. Weitere 3.500 Euro entfallen auf die Kosten der Jahresabschlusserstellung.

Auffällig ist allerdings, dass die im Anhang einzeln aufgeführten sonstigen Rückstellungen zusammen lediglich 1.203.500 Euro ergeben. Die Bilanz weist dagegen Rückstellungen von insgesamt 1.218.743 Euro aus. Die Differenz von 15.243 Euro wird in der vorliegenden Aufstellung nicht näher erläutert.

Deutlich reduziert wurden die Verbindlichkeiten der Gesellschaft. Sie gingen von 310.926,63 Euro auf 211.624,31 Euro zurück. Damit verringerte sich dieser Bilanzposten um knapp 32 Prozent.

Den größten Anteil an den Verbindlichkeiten haben weiterhin die Verpflichtungen gegenüber Gesellschaftern. Diese sanken von 242.191,40 Euro auf 148.751,66 Euro. Die sonstigen Verbindlichkeiten reduzierten sich von 68.735,23 Euro auf 62.543,56 Euro. Hinzu kamen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von lediglich 329,09 Euro, nachdem im Vorjahr in dieser Position kein Betrag ausgewiesen worden war.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben nach den Angaben im Jahresabschluss eine Restlaufzeit von höchstens einem Jahr. Längerfristige Verbindlichkeiten werden nicht ausgewiesen.

Neben den bilanzierten Verpflichtungen bestehen weitere finanzielle Belastungen aus abgeschlossenen Pachtverträgen. Diese belaufen sich auf jährlich 63.911,49 Euro bei einer angegebenen Restlaufzeit von vier Jahren. Damit ist die Gesellschaft auch in den kommenden Jahren an regelmäßige Pachtzahlungen gebunden.

Persönlich haftende Gesellschafterin ist die Windpark Walkhügel Verwaltungs-GmbH mit Sitz in der Hauptstraße 8 in Bernburg (Saale). Ihr gezeichnetes Kapital beträgt 25.000 Euro. Die Geschäftsführung übernehmen Dipl.-Ing. Martin Daubner, Dipl.-Ing. Matthias Stommel und Dieter Aden. Nach Angaben im Jahresabschluss erhalten die Geschäftsführer keine Vergütung. Eigene Mitarbeiter beschäftigte die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2025 ebenso wenig wie im Vorjahr.

Insgesamt zeigt der Jahresabschluss der Windpark Walkhügel GmbH & Co. Aderstedt KG I eine verbesserte Liquiditätslage bei gleichzeitig rückläufigen Verbindlichkeiten. Mit Bankguthaben von rund 2,67 Millionen Euro verfügt die Gesellschaft über erhebliche liquide Mittel. Gleichzeitig bleiben die Rückstellungen für den späteren Rückbau der Windenergieanlagen und die laufenden Pachtverpflichtungen wesentliche finanzielle Faktoren.

Wie hoch die tatsächlichen Erträge aus dem Windparkbetrieb im Geschäftsjahr 2025 waren und in welchem Umfang Gewinne an die Gesellschafter ausgezahlt oder deren Verrechnungskonten gutgeschrieben wurden, lässt sich aus den vorliegenden Abschlussunterlagen nicht abschließend beurteilen. Dafür wären insbesondere die detaillierte Gewinn- und Verlustrechnung und weitere Angaben zur Ergebnisverwendung erforderlich.

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