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Windpark-Beteiligung aus Bremen schreibt höheren Verlust – Kapitalrücklage stärkt Eigenkapital
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Windpark-Beteiligung aus Bremen schreibt höheren Verlust – Kapitalrücklage stärkt Eigenkapital

Shutterbug75 (CC0), Pixabay

Die wpd Windpark Hoort Beteiligungs GmbH hat das Geschäftsjahr 2025 erneut mit einem Verlust abgeschlossen. Der Jahresfehlbetrag stieg von 2.273 Euro im Vorjahr auf 3.714 Euro. Gleichzeitig erhöhte sich das Eigenkapital der Bremer Beteiligungsgesellschaft deutlich. Ausschlaggebend dafür ist eine neu ausgewiesene Kapitalrücklage von 10.000 Euro.

Das geht aus dem Jahresabschluss für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2025 hervor. Die Bilanzsumme der Gesellschaft erhöhte sich innerhalb eines Jahres von 15.675 Euro auf 21.528 Euro.

Damit bleibt das Unternehmen gemessen an seiner Bilanzsumme eine vergleichsweise kleine Gesellschaft. Nach eigenen Angaben erfüllt es die Kriterien einer kleinen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Handelsgesetzbuch.

Jahresverlust steigt um gut 63 Prozent

Auffällig ist zunächst die Entwicklung des Jahresergebnisses. Für 2025 weist die wpd Windpark Hoort Beteiligungs GmbH einen Jahresfehlbetrag von 3.713,54 Euro aus.

Im Jahr zuvor hatte das Minus 2.273,13 Euro betragen. Damit ist der Fehlbetrag innerhalb eines Jahres um rund 1.440 Euro beziehungsweise gut 63 Prozent gestiegen.

Gleichzeitig erhöhte sich der in der Bilanz ausgewiesene Verlustvortrag von 8.898,58 Euro auf 11.171,71 Euro.

Zusammengenommen stehen damit zum Bilanzstichtag ein Verlustvortrag von rund 11.172 Euro und ein weiterer Jahresfehlbetrag von rund 3.714 Euro in den Büchern.

Aus den veröffentlichten Unterlagen geht allerdings nicht hervor, wodurch der Verlust im Geschäftsjahr konkret verursacht wurde. Eine Gewinn- und Verlustrechnung mit Angaben beispielsweise zu Erträgen und Aufwendungen ist in den vorliegenden Informationen nicht enthalten. Eine weitergehende Erklärung für den höheren Fehlbetrag wäre deshalb anhand dieses Abschlusses nicht belastbar.

Kapitalrücklage von 10.000 Euro stärkt die Bilanz

Trotz des erneuten Verlustes erhöhte sich das ausgewiesene Eigenkapital deutlich.

Zum 31. Dezember 2025 belief es sich auf 20.114,75 Euro. Ein Jahr zuvor waren es lediglich 13.828,29 Euro. Das entspricht einer Steigerung um rund 6.286 Euro oder gut 45 Prozent.

Auf den ersten Blick wirkt diese Entwicklung angesichts des höheren Jahresverlustes ungewöhnlich. Die Bilanz liefert allerdings eine wesentliche Erklärung: 2025 wird erstmals eine Kapitalrücklage in Höhe von 10.000 Euro ausgewiesen. Für 2024 ist an dieser Stelle kein Betrag angegeben.

Das gezeichnete Kapital blieb unverändert bei 25.000 Euro.

Der Effekt der zusätzlichen Kapitalrücklage ist größer als die Belastung durch den Jahresfehlbetrag. Dadurch konnte das Eigenkapital unter dem Strich trotz des Verlustes wachsen.

Eigenkapital deckt mehr als 93 Prozent der Bilanzsumme

Bemerkenswert ist die Finanzierungsstruktur der Gesellschaft.

Bei einer Bilanzsumme von 21.527,80 Euro und einem Eigenkapital von 20.114,75 Euro errechnet sich zum Jahresende 2025 eine Eigenkapitalquote von rund 93,4 Prozent.

Im Vorjahr hatte sie bei rund 88,2 Prozent gelegen.

Die verbleibende Passivseite besteht ausschließlich aus Rückstellungen in Höhe von 1.413,05 Euro. Diese gingen gegenüber den 1.847 Euro des Vorjahres um rund 434 Euro zurück.

Verbindlichkeiten werden in der vorliegenden Bilanz nicht ausgewiesen.

Die Gesellschaft erklärt im Anhang, dass ihre Rückstellungen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung berücksichtigen sollen.

Finanzanlagen steigen auf 12.000 Euro

Auch auf der Aktivseite ist Bewegung zu erkennen. Das Anlagevermögen erhöhte sich von 9.000 Euro auf 12.000 Euro.

Es besteht vollständig aus Finanzanlagen.

Nach Angaben im Anhang handelt es sich bei der angewandten Bewertungsmethode um Anteile an verbundenen Unternehmen, die grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet werden. Soweit erforderlich, wird ein niedrigerer beizulegender Wert am Bilanzstichtag angesetzt.

Der Anstieg des Finanzanlagevermögens um 3.000 Euro entspricht einem Zuwachs von einem Drittel gegenüber dem Vorjahreswert.

Welche konkrete Beteiligung hinter dem zusätzlichen Betrag steht oder wodurch die Erhöhung verursacht wurde, geht aus den vorliegenden Angaben allerdings nicht hervor.

Mehr Geld auf den Konten

Parallel zu den Finanzanlagen stiegen auch die liquiden Mittel.

Zum Jahresende verfügte die Gesellschaft über Kassen- und Bankguthaben von 9.527,80 Euro. Ende 2024 waren es noch 6.675,29 Euro.

Damit erhöhten sich die liquiden Mittel um rund 2.853 Euro beziehungsweise knapp 43 Prozent.

Zusammen mit den Finanzanlagen von 12.000 Euro ergibt sich daraus die gesamte Aktivseite von 21.527,80 Euro.

Andere wesentliche Vermögenspositionen werden in der veröffentlichten Bilanz nicht ausgewiesen.

Teil des wpd-Konzerns

Die wpd Windpark Hoort Beteiligungs GmbH hat ihren Sitz in Bremen und ist beim Amtsgericht Bremen unter der Nummer HRB 36155 HB registriert.

Die Gesellschaft gehört zum Konzern der wpd GmbH mit Sitz in Bremen. Nach Angaben im Anhang wird sie in den Konzernabschluss der wpd GmbH einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird im Unternehmensregister offengelegt.

Die Konzernzugehörigkeit ist für die Einordnung des vergleichsweise kleinen Einzelabschlusses von Bedeutung. Die Bilanz der Beteiligungsgesellschaft sollte nicht mit den wirtschaftlichen Kennzahlen des gesamten wpd-Konzerns oder eines von ihm entwickelten beziehungsweise betriebenen Windparks gleichgesetzt werden.

Aus dem vorliegenden Jahresabschluss ergeben sich insbesondere keine Angaben zur erzeugten Strommenge, zu Umsatzerlösen aus Windenergie oder zur Leistung einzelner Windenergieanlagen.

Dr. Gernot Blanke führt die Geschäfte

Als Geschäftsführer der Gesellschaft wird Dr. Gernot Blanke genannt. Sein ausgeübter Beruf wird im Jahresabschluss mit „Kaufmann“ angegeben.

Der Jahresabschluss trägt das Datum 13. Januar 2026 und wurde am 20. April 2026 festgestellt.

Kleine Bilanz mit deutlichen Veränderungen

Unter dem Strich zeigt der Jahresabschluss 2025 zwei gegenläufige Entwicklungen.

Einerseits schreibt die wpd Windpark Hoort Beteiligungs GmbH erneut rote Zahlen. Der Jahresfehlbetrag erhöhte sich von rund 2.273 auf 3.714 Euro. Auch der Verlustvortrag ist weiter angewachsen.

Andererseits ist die bilanzielle Ausstattung der Gesellschaft stärker geworden. Eine Kapitalrücklage von 10.000 Euro sorgt dafür, dass das Eigenkapital trotz des Jahresverlustes auf gut 20.000 Euro steigt. Gleichzeitig verfügt die Gesellschaft über höhere liquide Mittel und höhere Finanzanlagen als Ende 2024.

Die Bilanzsumme wuchs dadurch um rund 37 Prozent auf 21.528 Euro.

Wie sich die Beteiligungen der Gesellschaft wirtschaftlich entwickeln und welche Erträge oder Aufwendungen hinter dem Jahresfehlbetrag stehen, lässt sich aus dem veröffentlichten Zahlenwerk dagegen nicht erkennen. Dafür wären weitergehende Informationen insbesondere aus der Gewinn- und Verlustrechnung beziehungsweise zu den gehaltenen Beteiligungen erforderlich.

Fest steht: Die Bremer Windpark-Beteiligungsgesellschaft hat 2025 einen höheren Verlust verbucht, zugleich aber ihre Eigenkapitalbasis durch eine neue Kapitalrücklage deutlich gestärkt.

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