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Windpark Kremmin baut Beteiligungen auf – Bilanzsumme fast verdoppelt, aber Verlust steigt

Shutterbug75 (CC0), Pixabay

Die Windpark Kremmin Beteiligungs GmbH aus Bremen hat ihre Bilanz im Geschäftsjahr 2025 deutlich ausgeweitet. Erstmals werden Finanzanlagen in fünfstelliger Höhe ausgewiesen, zugleich wurde das bislang noch nicht vollständig eingeforderte Stammkapital komplett eingezahlt. Dennoch schreibt die Gesellschaft weiterhin rote Zahlen: Der Jahresfehlbetrag erhöhte sich auf knapp 3.900 Euro.

Zum 31. Dezember 2025 erreicht die Bilanzsumme 22.440,19 Euro. Ende 2024 waren es lediglich 11.780,92 Euro. Damit hat sich die Bilanzsumme innerhalb eines Jahres um rund 90 Prozent erhöht.

Ein direkter Vergleich der beiden Geschäftsjahre ist allerdings nur eingeschränkt möglich. Bei 2024 handelte es sich um ein Rumpfgeschäftsjahr vom 22. Oktober bis zum 31. Dezember 2024.

Erstmals 13.000 Euro Finanzanlagen

Die größte Veränderung auf der Aktivseite betrifft das Anlagevermögen. Während Ende 2024 noch keine Finanzanlagen ausgewiesen wurden, stehen zum Jahresende 2025 13.000 Euro in der Bilanz.

Nach Angaben im Anhang handelt es sich um Anteile an verbundenen Unternehmen. Diese werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich, wird ein niedrigerer beizulegender Wert berücksichtigt.

Damit entfällt inzwischen mehr als die Hälfte des bilanzierten Vermögens der Gesellschaft auf Beteiligungen.

Bankguthaben geht zurück

Gleichzeitig verringerte sich die Liquidität. Die Gesellschaft verfügte Ende 2025 über 9.440,19 Euro an Bankguthaben und sonstigen flüssigen Mitteln.

Ende 2024 waren es noch 11.780,92 Euro. Der Bestand reduzierte sich somit um 2.340,73 Euro beziehungsweise knapp 20 Prozent.

Andere Positionen des Umlaufvermögens, beispielsweise Forderungen, werden in der veröffentlichten Bilanz nicht ausgewiesen.

Stammkapital vollständig eingefordert

Eine wesentliche Veränderung zeigt sich auch auf der Passivseite. Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert 25.000 Euro.

Ende 2024 waren davon allerdings noch 12.500 Euro nicht eingefordert. Das eingeforderte Kapital belief sich deshalb lediglich auf 12.500 Euro.

Zum 31. Dezember 2025 werden keine ausstehenden Einlagen mehr ausgewiesen. Damit steht nun das vollständige gezeichnete Kapital von 25.000 Euro als eingefordertes Kapital in der Bilanz.

Diese Veränderung trägt wesentlich dazu bei, dass sich das Eigenkapital trotz des erneuten Verlustes deutlich erhöht hat.

Jahresverlust steigt auf 3.879 Euro

Die Gesellschaft konnte 2025 allerdings noch keinen Gewinn erzielen. Der Jahresfehlbetrag beträgt 3.879,48 Euro.

Für das Rumpfgeschäftsjahr 2024 waren 2.293,53 Euro Verlust ausgewiesen worden. Rein rechnerisch liegt der Fehlbetrag 2025 damit rund 69 Prozent höher. Aufgrund des deutlich kürzeren Vorjahreszeitraums ist dieser Vergleich jedoch nur eingeschränkt aussagekräftig.

Zusätzlich wurde der Vorjahresverlust als Verlustvortrag von 2.293,53 Euro übernommen.

Nach Abzug des Verlustvortrags und des aktuellen Jahresfehlbetrags verbleibt zum Jahresende ein Eigenkapital von 18.826,99 Euro.

Ende 2024 hatte das Eigenkapital bei 10.206,47 Euro gelegen.

Rückstellungen steigen deutlich

Während das Eigenkapital gewachsen ist, haben sich auch die Rückstellungen erhöht. Zum 31. Dezember 2025 werden 3.613,20 Euro ausgewiesen.

Im Vorjahr waren es lediglich 1.374,45 Euro. Damit haben sich die Rückstellungen mehr als verdoppelt.

Nach den Angaben im Anhang werden sämtliche erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung berücksichtigt.

Eine genauere Aufschlüsselung der Rückstellungen enthält der vorgelegte Anhang nicht.

Keine Verbindlichkeiten mehr

Positiv fällt auf, dass zum Bilanzstichtag keine Verbindlichkeiten ausgewiesen werden.

Ende 2024 bestanden noch kurzfristige Verbindlichkeiten von 200 Euro. Diese Position ist zum 31. Dezember 2025 vollständig verschwunden.

Damit besteht die Passivseite der Gesellschaft ausschließlich aus Eigenkapital und Rückstellungen.

Teil des wpd-Konzerns

Die Windpark Kremmin Beteiligungs GmbH ist in den Konzernabschluss der wpd GmbH mit Sitz in Bremen einbezogen. Der Konzernabschluss der Muttergesellschaft wird nach den Angaben im Anhang im Unternehmensregister offengelegt.

Die Gesellschaft selbst wird nach § 267 HGB als kleine Kapitalgesellschaft eingestuft. Sie ist beim Amtsgericht Bremen unter HRB 40940 HB eingetragen.

Der Jahresabschluss trägt das Datum 13. Januar 2026. Die formelle Feststellung erfolgte am 27. März 2026.

Beteiligungsaufbau prägt das erste volle Geschäftsjahr

Die Zahlen zeigen vor allem, dass sich die Bilanzstruktur im ersten vollständigen Geschäftsjahr deutlich verändert hat. Neu hinzugekommen sind Finanzanlagen von 13.000 Euro, während gleichzeitig das Stammkapital vollständig eingefordert wurde. Die Bilanzsumme ist dadurch von knapp 11.800 Euro auf mehr als 22.400 Euro gestiegen.

Dem stehen allerdings ein Jahresfehlbetrag von knapp 3.900 Euro und deutlich höhere Rückstellungen gegenüber. Da 2024 lediglich ein gut zweimonatiges Rumpfgeschäftsjahr umfasste, sollte die Entwicklung der Ergebnisse nicht ohne Weiteres als klassische Verschlechterung gegenüber einem vollständigen Vorjahr interpretiert werden.

Zum Jahresende 2025 verfügt die Gesellschaft dennoch über positives Eigenkapital von rund 18.827 Euro, Finanzanlagen von 13.000 Euro und keine ausgewiesenen Verbindlichkeiten.

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