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5.000 Dollar für einen Wahlsieg? Trump macht Republikanern ein spektakuläres Versprechen

PublicDomainPictures (CC0), Pixabay

US-Präsident Donald Trump hat im Wahlkampf vor den Zwischenwahlen im November ein außergewöhnliches Versprechen abgegeben: Jeder erwachsene US-Bürger soll 5.000 Dollar erhalten, wenn die Republikaner die Kontrolle über beide Kammern des Kongresses behalten. Trump stellte die Zahlung bei einem Parteitag der Republikaner in Dallas als sogenannte „Trump Dividend“ in Aussicht.

Damit versucht Trump, seine Partei wenige Wochen vor den Midterms zu mobilisieren. Die Zwischenwahlen finden am 3. November 2026 statt. Dabei werden sämtliche Sitze im Repräsentantenhaus und ein Teil des Senats neu vergeben. Für die Republikaner geht es darum, ihre Mehrheiten zu verteidigen.

Mehr als eine Billion Dollar Kosten

Das Versprechen wäre finanziell enorm. Nach Berechnungen, über die mehrere US-Medien berichten, könnte eine Zahlung von 5.000 Dollar an alle erwachsenen Amerikaner rund 1,35 Billionen Dollar kosten. Selbst wenn wohlhabende Bürger ausgeschlossen würden, lägen die Kosten noch bei mehr als einer Billion Dollar.

Trump erklärte allerdings nicht konkret, wie die Auszahlung finanziert werden soll. Kurz nach seiner Rede relativierte Vizepräsident JD Vance die Ankündigung teilweise und deutete an, dass besonders wohlhabende Amerikaner möglicherweise keine Zahlung erhalten würden. Eine Umsetzung würde zudem die Zustimmung des Kongresses erfordern. Trump kann eine solche Auszahlung nicht allein per Präsidentenerlass beschließen.

„Wenn die Republikaner gewinnen, gewinnt ihr mit uns“

Trump stellte die Zahlung als eine Art Gewinnbeteiligung am wirtschaftlichen Erfolg der USA dar. Nach seiner Darstellung solle die „Trump-Dividende“ ähnlich funktionieren wie eine Ausschüttung eines erfolgreichen Unternehmens an seine Aktionäre. Das Geld solle zudem innerhalb der USA ausgegeben werden.

Politisch ist das Versprechen ungewöhnlich, weil es die Aussicht auf eine direkte staatliche Zahlung ausdrücklich mit dem Wahlerfolg einer Partei verbindet. Ob und in welcher Form daraus tatsächlich ein Gesetzesvorhaben entstehen wird, ist bislang offen.

Trump hatte bereits zuvor ähnliche Ideen ins Spiel gebracht. Ein früherer Vorschlag über eine sogenannte Zoll-Dividende von 2.000 Dollar wurde jedoch nicht umgesetzt.

Wahlkampf unter schwierigen Bedingungen

Das spektakuläre Versprechen kommt zu einem für Trump und die Republikaner schwierigen Zeitpunkt. In mehreren Umfragen steht der Präsident unter Druck, und auch innerhalb der eigenen Partei gibt es Sorgen über die Aussichten bei den Zwischenwahlen. Einige republikanische Kandidaten in umkämpften Wahlkreisen versuchen deshalb, stärker auf Distanz zum Präsidenten zu gehen.

Trump selbst will die Midterms dagegen ausdrücklich zu einer Abstimmung über seine Präsidentschaft machen. Auf dem Parteitag forderte er seine Anhänger auf, so zu wählen, als stünde sein eigener Name auf dem Stimmzettel.

Hohe Öl- und Benzinpreise belasten Trump

Zusätzlichen politischen Druck erzeugt der Krieg mit dem Iran. Die Auseinandersetzungen haben die Energiepreise deutlich steigen lassen. Brent-Rohöl überschritt zuletzt wieder die Marke von 100 Dollar je Barrel, während auch die Benzinpreise in den USA kräftig anzogen.

Trump räumte vor dem Parteitag ein, dass die hohen Ölpreise möglicherweise bis nach den Zwischenwahlen anhalten könnten. Er erklärte, der Krieg und damit auch der Preisdruck könnten erst nach der Wahl nachlassen.

Gerade steigende Benzin- und Lebensmittelpreise sind für amerikanische Wähler unmittelbar spürbar. Deshalb spielt die wirtschaftliche Lage im Wahlkampf eine zentrale Rolle.

Auch Republikaner zunehmend skeptisch

Innerhalb der Republikanischen Partei gibt es zugleich Unruhe über Trumps Wahlkampfstrategie. Einige Strategen befürchten, dass eine zu starke Konzentration auf den Präsidenten moderate oder unabhängige Wähler abschrecken könnte. Andererseits benötigen viele republikanische Kandidaten Trumps treue Anhängerschaft, um bei den Midterms ausreichend Wähler zu mobilisieren.

Diese Spannung zeigte sich auch beim Parteitag in Dallas: Während zahlreiche Trump-Vertraute auftraten, blieben einige prominente Kandidaten aus besonders umkämpften Rennen der Veranstaltung fern.

Versprechen mit vielen offenen Fragen

Noch ist völlig offen, ob die angekündigten 5.000 Dollar tatsächlich jemals ausgezahlt werden. Dafür wäre zunächst ein konkreter Finanzierungsvorschlag nötig, anschließend müsste der Kongress zustimmen. Angesichts des hohen US-Haushaltsdefizits und der bereits enormen Staatsverschuldung dürfte ein solches Programm zudem auf erheblichen politischen Widerstand stoßen.

Fest steht jedoch: Trump setzt wenige Wochen vor den Zwischenwahlen auf ein außergewöhnliches Wahlkampfversprechen. 5.000 Dollar pro erwachsenem Bürger sollen die Republikaner mobilisieren – doch bislang handelt es sich um eine politische Ankündigung, nicht um eine beschlossene Auszahlung.

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