Die Windpark Dahme – Wahlsdorf 3 GmbH & Co. KG hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem deutlichen Verlust abgeschlossen. Nach einem Jahresüberschuss von 66.002,80 Euro im Vorjahr weist die Gesellschaft für 2025 einen Jahresfehlbetrag von 304.476,23 Euro aus. Gleichzeitig gingen die Bilanzsumme, das Anlagevermögen und die Bankverbindlichkeiten zurück.
Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Hamburg und ist beim Amtsgericht Hamburg unter HRA 130323 eingetragen. Sie ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Capital Stage Wind IPP GmbH in Hamburg und wird dem Konzernverbund von Encavis zugerechnet.
Vom Gewinn in einen Verlust von mehr als 300.000 Euro
Besonders auffällig ist die Ergebnisentwicklung. Während für 2024 noch ein Jahresüberschuss von 66.002,80 Euro angegeben wird, endete 2025 mit einem Fehlbetrag von 304.476,23 Euro.
Damit hat sich das Jahresergebnis innerhalb eines Jahres um rund 370.000 Euro verschlechtert.
Aus den veröffentlichten Bilanz- und Anhangangaben allein lässt sich allerdings nicht im Einzelnen erkennen, welche Ertrags- oder Aufwandspositionen für diese Entwicklung verantwortlich waren. Eine detaillierte Gewinn- und Verlustrechnung ist in den vorliegenden Angaben nicht enthalten.
Bilanzsumme sinkt auf 10,62 Millionen Euro
Die Bilanzsumme der Windparkgesellschaft verringerte sich ebenfalls. Zum 31. Dezember 2025 standen 10,62 Millionen Euro in der Bilanz. Ein Jahr zuvor waren es noch rund 11,27 Millionen Euro.
Das entspricht einem Rückgang von etwa 655.000 Euro beziehungsweise knapp sechs Prozent.
Den größten Teil des Vermögens bildet weiterhin das Anlagevermögen. Dieses sank von rund 10,06 Millionen Euro auf 9,41 Millionen Euro.
Davon entfallen rund 9,413 Millionen Euro auf Sachanlagen. Hinzu kommen immaterielle Vermögensgegenstände von einem Euro sowie Finanzanlagen von 520 Euro.
Die Abnahme des Sachanlagevermögens steht im Zusammenhang mit der Bilanzierungsmethode der Gesellschaft: Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt und anschließend entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben.
Liquide Mittel gehen deutlich zurück
Auch beim Umlaufvermögen zeigt sich eine rückläufige Entwicklung. Ende 2024 waren hier noch 855.992,77 Euro ausgewiesen. Ende 2025 waren es nur noch 559.475,41 Euro.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände reduzierten sich von 207.549,55 Euro auf 114.019,06 Euro.
Noch deutlicher war der Rückgang bei den liquiden Mitteln. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sanken von 648.443,22 Euro auf 445.456,35 Euro.
Damit verfügte die Gesellschaft zum Jahresende über rund 203.000 Euro weniger liquide Mittel als zwölf Monate zuvor.
Zusätzlich weist die Aktivseite einen Rechnungsabgrenzungsposten von 342.244,47 Euro aus. Im Vorjahr waren es 362.007,40 Euro.
Fehlbetrag von 303.476 Euro nicht durch Vermögenseinlagen gedeckt
Eine besonders auffällige Position findet sich sowohl auf der Aktiv- als auch auf der Passivseite: Zum 31. Dezember 2025 wird ein nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Fehlbetrag von 303.476,23 Euro ausgewiesen.
Das Festkapital beträgt lediglich 1.000 Euro. Gleichzeitig entstand der Jahresfehlbetrag von 304.476,23 Euro. Entsprechend werden nicht durch Vermögenseinlagen gedeckte Verlustanteile der Kommanditisten von 303.476,23 Euro ausgewiesen.
Während Ende 2024 noch Eigenkapital von 1.000 Euro in der Bilanz stand, wird zum Jahresende 2025 bilanziell kein Eigenkapital mehr ausgewiesen.
Die Position ist damit ein wesentliches Merkmal des aktuellen Abschlusses.
Mehr als zehn Millionen Euro Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten bleiben trotz eines Rückgangs hoch. Insgesamt standen Ende 2025 10,56 Millionen Euro an Verbindlichkeiten in der Bilanz. Ende 2024 waren es noch 11,22 Millionen Euro.
Der größte Einzelposten sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Diese gingen von rund 7,40 Millionen Euro auf 6,50 Millionen Euro zurück.
Davon waren 896.876 Euro innerhalb eines Jahres fällig. Weitere rund 5,61 Millionen Euro hatten eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Laufzeit von mehr als fünf Jahren werden in der Bilanz rund 2,02 Millionen Euro ausgewiesen.
Im Anhang wird darüber hinaus angegeben, dass die gesamten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren 5,95 Millionen Euro betragen. Im Vorjahr waren es rund 6,63 Millionen Euro.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen steigen
Während die Bankschulden zurückgingen, erhöhten sich die Verpflichtungen gegenüber Unternehmen aus dem eigenen Konzernverbund.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stiegen von rund 3,83 Millionen Euro Ende 2024 auf 4,05 Millionen Euro Ende 2025.
Davon entfielen rund 4,04 Millionen Euro auf Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Im Vorjahr waren es etwa 3,83 Millionen Euro.
Zusätzlich bestanden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 7.962,15 Euro. Im Vorjahr war für diese Position kein Betrag ausgewiesen worden.
Die Rückstellungen erhöhten sich ebenfalls leicht, von 48.716,28 Euro auf 58.020,96 Euro.
Gesellschaft beschäftigt keine eigenen Arbeitnehmer
Die Windpark Dahme – Wahlsdorf 3 GmbH & Co. KG beschäftigte nach den Angaben im Jahresabschluss während des gesamten Geschäftsjahres keine Arbeitnehmer.
Die Geschäftsführung und Vertretung erfolgt über die persönlich haftende Gesellschafterin, die Capital Stage Wind Beteiligungs GmbH mit Sitz in Hamburg. Deren Stammkapital beträgt 25.000 Euro.
Als gesamtvertretungsberechtigte Geschäftsführer werden Ingo Ermel und Michael Kubicek genannt.
Einbindung in den Encavis-Konzern
Die Windparkgesellschaft wird zum 31. Dezember 2025 in den Konzernabschluss der ENCAVIS Management GmbH & Co. KG in Hamburg einbezogen.
Nach den Angaben des Unternehmens wird dieser Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt und im Bundesanzeiger veröffentlicht.
Der Einzelabschluss der Windpark Dahme – Wahlsdorf 3 GmbH & Co. KG selbst wurde dagegen nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Gesellschaft wird als kleine Kommanditgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 1 in Verbindung mit § 264a HGB eingeordnet und nimmt entsprechende gesetzliche Erleichterungen bei der Offenlegung in Anspruch.
Deutlicher Ergebnisrückgang prägt das Geschäftsjahr
Der Jahresabschluss 2025 zeigt insgesamt ein deutlich verändertes Bild gegenüber dem Vorjahr. Die Bilanzsumme ging auf 10,62 Millionen Euro zurück, das Sachanlagevermögen verringerte sich um mehr als 640.000 Euro und die liquiden Mittel sanken um rund 203.000 Euro.
Positiv auf der Finanzierungsseite ist der Rückgang der Bankverbindlichkeiten um knapp 897.000 Euro. Gleichzeitig erhöhten sich jedoch die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um rund 225.000 Euro.
Entscheidend ist vor allem die Entwicklung des Ergebnisses: Nach einem Überschuss von 66.002,80 Euro im Jahr 2024 steht für 2025 ein Verlust von 304.476,23 Euro. Dadurch ist das zuvor noch ausgewiesene Eigenkapital aufgezehrt, und es entstand ein nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Fehlbetrag.