Die Windpark Issendorf Beteiligungs GmbH aus Bremen hat ihre Bilanzsumme im Geschäftsjahr 2025 deutlich erhöht. Gleichzeitig schreibt die Gesellschaft weiterhin rote Zahlen. Das geht aus dem am 4. September 2026 veröffentlichten Jahresabschluss für 2025 hervor.
Die Bilanzsumme stieg zum 31. Dezember 2025 auf 18.856,86 Euro. Ende 2024 waren es noch 10.666,36 Euro. Auffällig ist vor allem die Entwicklung der liquiden Mittel: Die Bank- und Kassenbestände erhöhten sich innerhalb eines Jahres von 3.166,36 Euro auf 11.356,86 Euro.
Hinzu kommen Finanzanlagen im Wert von 7.500 Euro, die gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben sind. Dabei handelt es sich laut Anhang um Anteile an verbundenen Unternehmen.
Auch beim Eigenkapital zeigt sich auf den ersten Blick eine deutliche Verbesserung. Es erhöhte sich von 9.476,36 Euro auf 17.413,61 Euro. Ein wesentlicher Grund dafür ist allerdings, dass inzwischen das gesamte gezeichnete Kapital von 25.000 Euro eingefordert ist. Ende 2024 standen noch nicht eingeforderte Einlagen von 12.500 Euro in der Bilanz.
Auf der anderen Seite stehen weiterhin Verluste. Aus dem Vorjahr wurde ein Verlust von 3.023,64 Euro vorgetragen. Im Geschäftsjahr 2025 kam ein weiterer Jahresfehlbetrag von 4.562,75 Euro hinzu.
Damit belaufen sich Verlustvortrag und neuer Jahresfehlbetrag zusammen auf 7.586,39 Euro. Das erklärt, warum das Eigenkapital trotz des vollständig eingeforderten Stammkapitals von 25.000 Euro nur noch bei gut 17.400 Euro liegt.
Die Rückstellungen erhöhten sich leicht von 1.190 Euro auf 1.443,25 Euro. Weitere Verbindlichkeiten werden in der vorliegenden Bilanz nicht ausgewiesen.
Bei der Einordnung der Zahlen ist außerdem zu beachten, dass ein direkter Vergleich mit 2024 nur eingeschränkt möglich ist. Das Vorjahr umfasste lediglich das Rumpfgeschäftsjahr vom 19. März bis zum 31. Dezember 2024.
Die Windpark Issendorf Beteiligungs GmbH gehört zum Konzern der wpd GmbH mit Sitz in Bremen. Geschäftsführer war im Geschäftsjahr 2025 Dr. Gernot Blanke. Der Jahresabschluss wurde am 20. April 2026 festgestellt.
Unterm Strich ergibt sich damit ein gemischtes Bild: Die Gesellschaft verfügt über deutlich mehr liquide Mittel und weist ein höheres Eigenkapital aus – gleichzeitig ist der Jahresverlust von rund 3.000 auf mehr als 4.500 Euro gestiegen.
Von einer akuten finanziellen Schieflage lässt sich allein aus diesen Zahlen allerdings nicht sprechen. Die Bilanz zeigt vielmehr eine kleine Beteiligungsgesellschaft mit überschaubarer Bilanzsumme, deren weitere Entwicklung insbesondere davon abhängen dürfte, welche wirtschaftliche Rolle ihre Beteiligungen künftig spielen.