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EOS Windpark Pobzig: Eigenkapital bricht um 90 Prozent ein – gleichzeitig springen die Verbindlichkeiten auf 1,84 Millionen Euro

Mohamed_hassan (CC0), Pixabay

Der Jahresabschluss 2024 der EOS Windpark Pobzig GmbH & Co. KG zeigt eine außergewöhnlich starke Verschiebung der Finanzierungsstruktur. Das ausgewiesene Eigenkapital fällt innerhalb eines Jahres von 451.344,95 Euro auf nur noch 44.914,79 Euro. Gleichzeitig steigen die Verbindlichkeiten um fast 440.000 Euro auf 1,844 Millionen Euro. Besonders auffällig ist dabei ein konzerninterner Posten: Allein die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen wachsen von knapp 597.000 Euro auf 1,381 Millionen Euro.

Die Gesellschaft verfügt allerdings weiterhin über mehr als eine Million Euro liquide Mittel und insgesamt gut zwei Millionen Euro Umlaufvermögen. Die Bilanzsumme steigt sogar leicht von 2,092 auf 2,156 Millionen Euro. Die veröffentlichten Eckdaten des 2024er Abschlusses und dessen Veröffentlichung am 20. Februar 2026 werden auch in aktuellen Unternehmensdaten wiedergegeben.

Das Bild ist deshalb differenziert: extrem dünnes bilanzielles Eigenkapital und stark gestiegene kurzfristige Verbindlichkeiten auf der einen Seite, erhebliche Liquidität und Forderungen auf der anderen.

406.430 Euro Eigenkapital verschwinden aus der Bilanz

Die spektakulärste Veränderung betrifft das Eigenkapital.

Ende 2023 standen noch 451.344,95 Euro in der Bilanz. Ende 2024 sind es lediglich 44.914,79 Euro.

Das entspricht einem Rückgang um exakt 406.430,16 Euro beziehungsweise rund 90,0 Prozent.

Noch deutlicher wird die Veränderung bei den Kapitalanteilen. Diese sinken von 406.431,16 Euro auf einen einzigen Euro.

Die Gewinnrücklage bleibt dagegen unverändert bei 44.913,79 Euro. Bilanzgewinn beziehungsweise Bilanzverlust werden sowohl 2023 als auch 2024 mit 0 Euro ausgewiesen.

Damit steckt der gesamte Rückgang des ausgewiesenen Eigenkapitals in den Kapitalanteilen.

Kommanditistenkapital fällt auf 1.001 Euro

Die Kapitalanteile der Kommanditisten sinken von 407.431,16 Euro auf 1.001 Euro.

Davon werden unverändert 1.000 Euro als nicht eingeforderte ausstehende Einlage abgezogen. Daraus resultiert das ausgewiesene eingeforderte Kapital von einem Euro.

Das sieht dramatisch aus, darf aber nicht mit einem Verlust des Geschäftsjahres von 406.430 Euro verwechselt werden.

Aus den vorgelegten Angaben geht nicht hervor, warum sich die Kapitalkonten in dieser Größenordnung verändert haben. Bei einer Personengesellschaft können dafür beispielsweise Ergebniszuweisungen, Entnahmen oder andere Veränderungen der Gesellschafterkonten eine Rolle spielen.

Ohne vollständige Gewinn- und Verlustrechnung und Kontenentwicklung lässt sich die Ursache nicht bestimmen.

Die belastbare Aussage lautet deshalb lediglich: Das bilanzierte Kommanditistenkapital wurde 2024 nahezu vollständig abgebaut.

Eigenkapitalquote fällt von 21,6 auf nur noch 2,1 Prozent

Der Effekt auf die Kapitalstruktur ist enorm.

2023 entsprach das Eigenkapital von 451.344,95 Euro rund 21,58 Prozent der Bilanzsumme.

2024 stehen 44.914,79 Euro einer Bilanzsumme von 2.156.035,25 Euro gegenüber.

Damit beträgt die Eigenkapitalquote nur noch rund 2,08 Prozent.

Der bilanzielle Eigenkapitalpuffer ist also ausgesprochen dünn geworden.

Auf einen Euro Eigenkapital kommen Ende 2024 rund 47 Euro Rückstellungen und Verbindlichkeiten.

Allein diese Kennzahl rechtfertigt jedoch keine Aussage über Zahlungsunfähigkeit oder eine insolvenzrechtliche Überschuldung. Dafür sind insbesondere Fälligkeiten, tatsächliche Zahlungsströme, stille Reserven und weitere insolvenzrechtlich relevante Faktoren entscheidend.

Gleichzeitig steigen die Verbindlichkeiten um 31 Prozent

Während das Eigenkapital stark zurückgeht, passiert bei den Verbindlichkeiten das Gegenteil.

Sie steigen von

1.404.303,47 Euro auf 1.843.990,46 Euro.

Das entspricht einem Zuwachs von 439.686,99 Euro beziehungsweise rund 31,3 Prozent.

Damit erreichen die Verbindlichkeiten inzwischen rund 85,5 Prozent der gesamten Bilanzsumme.

Und es gibt eine weitere Besonderheit: Laut Anhang besitzen sämtliche Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit von höchstens einem Jahr.

Es handelt sich bilanziell also vollständig um kurzfristige Verpflichtungen.

Der eigentliche Sprung findet innerhalb des Konzerns statt

Entscheidend ist deshalb die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten.

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stecken Ende 2024 allein 1.381.275,55 Euro gegenüber verbundenen Unternehmen.

2023 waren es lediglich 596.564,96 Euro.

Der Zuwachs beträgt enorme

784.710,59 Euro beziehungsweise rund 131,5 Prozent.

Dieser konzerninterne Posten hat sich damit mehr als verdoppelt.

Allein die 1,381 Millionen Euro entsprechen rund 74,9 Prozent aller Verbindlichkeiten der Gesellschaft.

Das ist eine der wichtigsten Zahlen des gesamten Abschlusses.

Gesellschafterverbindlichkeiten fallen gleichzeitig deutlich

Interessanterweise entwickelt sich ein anderer konzernbezogener Posten genau entgegengesetzt.

Die ausdrücklich ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter sinken von

320.345,25 Euro auf 51.003,83 Euro.

Das ist ein Rückgang um

269.341,42 Euro beziehungsweise rund 84,1 Prozent.

Diese gegenläufige Entwicklung ist bemerkenswert.

Einerseits steigen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen um fast 785.000 Euro. Andererseits sinken die gesondert genannten Gesellschafterverbindlichkeiten um gut 269.000 Euro.

Das deutet auf erhebliche Verschiebungen innerhalb der konzerninternen Verrechnung hin. Welche konkreten Geschäftsvorgänge dahinterstehen, erklärt der Anhang nicht.

Eine bloße Zusammenrechnung zu einem einzigen „Gesellschafterkredit“ wäre deshalb falsch.

Fast 78 Prozent der Verbindlichkeiten konzernbezogen

Addiert man lediglich zur analytischen Einordnung die ausdrücklich genannten 1.381.275,55 Euro gegenüber verbundenen Unternehmen und die 51.003,83 Euro gegenüber dem Gesellschafter, ergeben sich rund 1,432 Millionen Euro.

Das wären rund 77,7 Prozent der gesamten Verbindlichkeiten.

Dabei muss allerdings darauf geachtet werden, dass die Darstellung des Anhangs keine Doppelzählung zulässt. Der Wortlaut unterscheidet zwischen den in Lieferungen und Leistungen enthaltenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und den weiteren Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, die gegenüber dem Gesellschafter bestehen. Ohne vollständige Kontengliederung sollte die Summe deshalb als analytische Lesart und nicht als zusätzliche Bilanzposition verstanden werden.

Fest steht jedenfalls: Die Passivseite ist stark vom Konzernverbund geprägt.

Cash sinkt – bleibt aber über einer Million Euro

Auf der Aktivseite ist die Entwicklung weniger dramatisch.

Die liquiden Mittel gehen von

1.187.667,97 Euro auf 1.066.037,22 Euro

zurück.

Das entspricht einem Minus von 121.630,75 Euro beziehungsweise rund 10,2 Prozent.

Damit verfügt die Gesellschaft weiterhin über mehr als eine Million Euro Bank- und Kassenbestand.

Das entspricht rund 49,4 Prozent der gesamten Bilanzsumme.

Pobzig ist also trotz der sehr niedrigen Eigenkapitalquote keineswegs eine Gesellschaft ohne Liquidität.

Forderungen steigen um fast ein Viertel

Gleichzeitig erhöhen sich die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände deutlich.

2023:

786.936,39 Euro

2024:

977.099,03 Euro

Der Anstieg beträgt 190.162,64 Euro beziehungsweise rund 24,2 Prozent.

Der Anhang erklärt, dass Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus laufenden Verrechnungen stammen. Eine genaue Höhe der konzerninternen Forderungen wird in den hier vorgelegten Erläuterungen allerdings nicht genannt.

Damit lässt sich nicht bestimmen, welcher Anteil der 977.099 Euro tatsächlich gegenüber externen Geschäftspartnern und welcher innerhalb des EOS-Konzerns besteht.

Umlaufvermögen steigt trotz sinkender Bankbestände

Durch den Forderungsanstieg erhöht sich das gesamte Umlaufvermögen von

1.974.604,36 Euro auf 2.043.136,25 Euro.

Das entspricht einem Plus von 68.531,89 Euro beziehungsweise rund 3,5 Prozent.

Damit besteht fast die gesamte Aktivseite aus kurzfristig eingeordnetem Vermögen.

Das Umlaufvermögen entspricht rund 94,8 Prozent der gesamten Bilanzsumme.

Das Sachanlagevermögen spielt bilanziell dagegen nur noch eine sehr geringe Rolle.

Umlaufvermögen deckt die kurzfristigen Verbindlichkeiten noch

Besonders interessant ist der direkte Vergleich.

Umlaufvermögen:

2.043.136,25 Euro

Verbindlichkeiten:

1.843.990,46 Euro

Damit übersteigt das Umlaufvermögen die gesamten Verbindlichkeiten um rund 199.146 Euro.

Das Verhältnis beträgt etwa 1,11 zu 1.

Rein stichtagsbezogen besteht damit noch eine rechnerische Deckung der Verbindlichkeiten durch das Umlaufvermögen.

Das ist ein wichtiger Gegenpunkt zur sehr niedrigen Eigenkapitalquote.

Allerdings hat sich der Puffer gegenüber einer komfortablen Liquiditätsposition deutlich verengt.

Cash allein reicht für die Verbindlichkeiten nicht

Anders sieht es aus, wenn ausschließlich die sofort verfügbaren liquiden Mittel betrachtet werden.

Den 1.066.037 Euro Cash stehen 1.843.990 Euro Verbindlichkeiten gegenüber.

Die Differenz beträgt rund 777.953 Euro.

Das Bankguthaben allein deckt somit nur rund 57,8 Prozent der gesamten Verbindlichkeiten.

Für die weitere Deckung sind insbesondere die fast 977.000 Euro Forderungen relevant.

Wie schnell diese liquidiert werden können, lässt sich aus dem Abschluss nicht bestimmen.

Noch wichtiger: Ein erheblicher Teil der Verpflichtungen besteht innerhalb des Konzernverbunds. Auch deren tatsächliche Zahlungsmodalitäten sind aus dem Anhang nicht ersichtlich.

Daraus lässt sich deshalb keine Zahlungsunfähigkeit ableiten.

Rückstellungen steigen um 13 Prozent

Zusätzlich erhöhen sich die Rückstellungen.

Sie steigen von

236.048,94 Euro auf 267.130 Euro.

Das entspricht einem Zuwachs um 31.081,06 Euro beziehungsweise rund 13,2 Prozent.

Welche konkreten Risiken oder Verpflichtungen hinter diesen Rückstellungen stehen, wird im vorgelegten Anhang nicht aufgeschlüsselt.

Deshalb wäre beispielsweise eine konkrete Zuordnung zu Rückbau-, Wartungs- oder Steuerverpflichtungen spekulativ.

Verbindlichkeiten plus Rückstellungen übersteigen das Umlaufvermögen

Addiert man Rückstellungen und Verbindlichkeiten, ergibt sich zum Jahresende:

2.111.120,46 Euro.

Dem steht ein Umlaufvermögen von 2.043.136,25 Euro gegenüber.

Die Differenz beträgt knapp 67.984 Euro.

Das wirkt zunächst kritisch, ist aber keine klassische Liquiditätskennzahl, denn Rückstellungen sind nicht automatisch kurzfristig und in voller Höhe zahlungswirksam. Der Anhang nennt für die Rückstellungen keine Fälligkeitsstruktur.

Der Vergleich zeigt deshalb eher, wie dünn der bilanzielle Sicherheitspuffer geworden ist, als dass er eine unmittelbare Zahlungsbelastung beweist.

Sachanlagevermögen fast vollständig abgeschrieben

Der eigentliche Sachanlagenbuchwert beträgt nur noch 112.899 Euro.

Im Vorjahr waren es 117.093 Euro.

Das entspricht einem Rückgang um lediglich 4.194 Euro beziehungsweise rund 3,6 Prozent.

Die Gesellschaft schreibt ihre Sachanlagen planmäßig linear ab, teilweise nach einem Übergang von geometrisch-degressiver Abschreibung. Die Nutzungsdauern liegen zwischen 13 und 43 Jahren.

Damit entsprechen die Sachanlagen Ende 2024 nur noch rund 5,2 Prozent der gesamten Bilanzsumme.

Das heißt nicht, dass der physische Windpark nur 112.899 Euro wert wäre. Es handelt sich um den handelsrechtlichen Nettobuchwert nach den vorgenommenen Abschreibungen.

Marktwert und Buchwert können erheblich voneinander abweichen.

Bilanzsumme wächst trotz Eigenkapitalrückgang

Anders als bei mehreren anderen EOS-Windparkgesellschaften schrumpft die Bilanz nicht.

Sie steigt von

2.091.697,36 Euro auf 2.156.035,25 Euro.

Das entspricht einem Plus von 64.337,89 Euro beziehungsweise rund 3,1 Prozent.

Auch die längerfristigen öffentlich verfügbaren Bilanzdaten zeigen erhebliche Schwankungen: 2022 lag die Bilanzsumme bei rund 1,757 Millionen Euro, 2023 bei 2,092 Millionen Euro und 2024 bei 2,156 Millionen Euro.

Die Gesellschaft ist bilanziell also nicht geschrumpft. Stattdessen hat sich vor allem die Finanzierungsseite verschoben: weg von Eigenkapital und hin zu Verbindlichkeiten.

Besonders bemerkenswert: 391.983 Euro sonstige Verpflichtungen stehen jetzt bei null

Eine positive Veränderung findet sich im Anhang.

Ende 2023 bestanden noch 391.983 Euro sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Ende 2024 beträgt dieser Posten:

0 Euro.

Damit sind die zuvor ausgewiesenen zukünftigen Vertragsverpflichtungen vollständig aus dieser Anhangangabe verschwunden.

Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass 2024 exakt 391.983 Euro bezahlt wurden. Verpflichtungen können erfüllt worden, ausgelaufen oder aus anderen Gründen nicht mehr als künftige Verpflichtung auszuweisen sein.

Ohne Kapitalflussrechnung kann die tatsächliche Zahlungsmittelwirkung nicht bestimmt werden.

Auch die Steuerschulden verschwinden

Noch eine Position fällt auf.

2023 bestanden 42.992,23 Euro Steuerverbindlichkeiten.

Ende 2024 werden 0 Euro ausgewiesen.

Damit ist dieser Posten vollständig zurückgegangen.

Das ist grundsätzlich positiv, sagt aber ohne Kenntnis des Steueraufwands und der tatsächlichen Steuerzahlungen wenig über die Ertragslage aus.

Das eigentliche Problem ist nicht der Cash-Bestand

Bei oberflächlicher Betrachtung könnte die niedrige Eigenkapitalquote von 2,1 Prozent alarmierend wirken.

Der Abschluss zeigt jedoch gleichzeitig:

Mehr als 1,066 Millionen Euro Cash, fast 977.100 Euro Forderungen, insgesamt 2,043 Millionen Euro Umlaufvermögen und keine ausgewiesenen sonstigen finanziellen Verpflichtungen mehr.

Das unmittelbare Problem ist daher nicht ein leerer Geldbestand.

Auffällig ist vielmehr die Finanzierungsstruktur.

Das Eigenkapital ist nahezu vollständig verschwunden, während die Verbindlichkeiten auf 1,844 Millionen Euro gestiegen sind.

Und ein erheblicher Teil dieser Verbindlichkeiten hängt mit verbundenen Unternehmen zusammen.

Der Windpark hängt bilanziell stark am Konzernverbund

Die EOS Windpark Pobzig GmbH & Co. KG gehört der EOS Wind Deutschland GmbH. Der übergeordnete Konzernabschluss wird laut Anhang von der EOS Holding SA in Lausanne erstellt.

Diese Konzernverbindung ist für die Analyse relevant, weil ein großer Teil der Forderungs- und Verbindlichkeitspositionen aus laufenden Verrechnungen mit verbundenen Unternehmen stammt.

Das bedeutet aber nicht automatisch, dass die Muttergesellschaft für sämtliche Verpflichtungen der KG garantiert.

Anders als beispielsweise im vorgelegten Abschluss von EOS Windpark Masendorf wird bei Pobzig keine Patronatserklärung oder Rangrücktrittserklärung erwähnt.

Eine Konzernunterstützung sollte deshalb nicht unterstellt werden, solange dafür keine entsprechende Vereinbarung vorliegt.

Keine Arbeitnehmer

Auch Pobzig beschäftigte 2024 keine eigenen Arbeitnehmer.

Die Geschäftsführung übernimmt die persönlich haftende Gesellschafterin EOS DPK Verwaltung GmbH, vertreten durch Patrick Béguin, Thierry Lainé und Bertrand Hubert Frederic Chaillot.

Öffentliche Planungsunterlagen ordnen den Windpark Pobzig der Gemeinde Nienburg (Saale) zu und nennen dort fünf Anlagen mit insgesamt 7,5 MW Leistung. Diese Information stammt allerdings aus einem kommunalen Entwicklungskonzept und ist nicht Bestandteil des hier analysierten Jahresabschlusses.

Die entscheidende Frage bleibt unbeantwortet: Wie profitabel war Pobzig 2024?

Die größte Informationslücke ist erneut die fehlende vollständige Gewinn- und Verlustrechnung.

Aus dem vorgelegten Zahlenwerk lässt sich nicht erkennen, wie hoch 2024 die Umsätze beziehungsweise Stromerlöse waren, welcher operative Gewinn erzielt wurde, wie hoch die Abschreibungen waren und ob am Ende ein Jahresüberschuss oder Jahresfehlbetrag stand.

Deshalb lässt sich insbesondere der Rückgang der Kapitalanteile um 406.430,16 Euro nicht seriös als Verlust oder Ausschüttung interpretieren.

Auch der Bilanzgewinn von null Euro beantwortet diese Frage nicht.

Bei einer GmbH & Co. KG können Ergebnisse über die Gesellschafterkonten verarbeitet werden.

Eine Zahl verdient besondere Aufmerksamkeit: 1,381 Millionen Euro

Für die weitere Analyse wäre deshalb nicht nur das Jahresergebnis interessant.

Besonders erklärungsbedürftig ist der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen von 596.565 Euro auf 1.381.276 Euro.

Innerhalb eines Jahres kommen dort fast 785.000 Euro hinzu.

Diese Entwicklung ist größer als der gesamte Anstieg der Verbindlichkeiten von rund 440.000 Euro, weil andere Verbindlichkeitsposten gleichzeitig zurückgehen.

Das bedeutet: Innerhalb der Fremdfinanzierung hat eine erhebliche Umschichtung stattgefunden.

Genau diese konzerninternen Zahlungs- und Verrechnungsströme wären für eine tiefergehende Beurteilung besonders interessant.

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