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Unwettergefahr steigt stündlich: Hier kracht es heute am heftigsten

geralt (CC0), Pixabay

Deutschland steht am heutigen Donnerstag vor einem heftigen Wetterumschwung. Nach Temperaturen von bis zu 34 Grad zieht von Westen eine Kaltfront auf. Ab dem späten Nachmittag drohen teils schwere Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen bis 100 km/h.

Besonders gefährdet sind zunächst der Westen und Südwesten Deutschlands. Zwischen etwa 17 und 19 Uhr sollen die ersten kräftigen Gewitter die Eifel, das westliche Nordrhein-Westfalen, das Saarland und den Westen von Rheinland-Pfalz erreichen.

Im Laufe des Abends breitet sich die Gewitterzone weiter aus. In der Nacht zum Freitag verlagert sie sich zunehmend in die Mitte Deutschlands.

Starkregen kann für Sturzfluten sorgen

Die größte Gefahr geht von heftigem Starkregen aus. Örtlich können 25 bis 40 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb kurzer Zeit fallen, in besonders starken Gewitterzellen sind sogar Mengen um 50 Liter möglich. Dadurch können Straßen und Unterführungen innerhalb kurzer Zeit überflutet werden.

Zusätzlich drohen Hagelkörner von ein bis drei Zentimetern Größe sowie schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h.

Der Nordosten Deutschlands bleibt am Donnerstag zunächst weitgehend verschont.

Freitag ziehen Gewitter und Starkregen weiter über Deutschland

Auch am Freitag, 28. August, ist die Unwettergefahr noch nicht vorbei. Mit der weiter nach Osten ziehenden Kaltfront werden die sehr warmen Luftmassen zunehmend durch kühlere Atlantikluft verdrängt.

Damit verlagert sich auch der Schwerpunkt der Gewitter. Während sich die Lage im Westen allmählich beruhigt, müssen Teile der Mitte sowie der Süden und Osten Deutschlands mit Schauern und kräftigen Gewittern rechnen.

Besonders im Süden können die Gewitter erneut heftig ausfallen. Der Deutsche Wetterdienst erwartet beispielsweise in Bayern örtlich 15 bis 25 Liter Regen pro Quadratmeter in kurzer Zeit und stürmische Böen um 70 km/h. Vereinzelt sind Unwetter mit bis zu 40 Litern Regen, Hagel um zwei Zentimeter sowie schweren Sturm- oder sogar orkanartigen Böen bis etwa 110 km/h nicht ausgeschlossen. Auch nach den Gewittern kann länger anhaltender Starkregen folgen.

Damit ist am Freitag auch dort mit einem deutlichen Wetterumschwung zu rechnen, wo der Donnerstag noch überwiegend sommerlich und trocken verläuft. Gleichzeitig gehen die Temperaturen mit Durchzug der Kaltfront zurück.

Da Gewitter und Unwetter sehr kleinräumig auftreten können, sollten Autofahrer, Reisende und Menschen mit Veranstaltungen im Freien die aktuellen amtlichen Warnungen aufmerksam verfolgen.

 

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