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Windpark Achtrup verdient weiter kräftig – Schulden sinken um mehr als eine halbe Million Euro

Mohamed_hassan (CC0), Pixabay

Die Windpark Achtrup GmbH & Co. KG aus Achtrup hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Jahresüberschuss von 410.732,57 Euro abgeschlossen. Im Vorjahr waren es 422.037,40 Euro.

Damit ging der Gewinn lediglich um rund 11.300 Euro beziehungsweise 2,7 Prozent zurück. Trotz dieses leichten Rückgangs bleibt die Gesellschaft deutlich in der Gewinnzone.

Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung auf der Finanzierungsseite: Die Verbindlichkeiten wurden innerhalb eines Jahres von gut 6,03 Millionen Euro auf 5,47 Millionen Euro reduziert. Gleichzeitig stieg das Bankguthaben deutlich.

Bilanzsumme sinkt auf 7,32 Millionen Euro

Die Bilanzsumme der Gesellschaft belief sich zum 31. Dezember 2025 auf 7.315.376,76 Euro.

Ein Jahr zuvor waren es noch 7.833.684,87 Euro.

Damit verringerte sich die Bilanzsumme um rund 518.300 Euro oder 6,6 Prozent.

Der Rückgang ist vor allem auf das abschmelzende Sachanlagevermögen zurückzuführen. Bei einem Windpark ist diese Entwicklung grundsätzlich nachvollziehbar, weil die Windenergieanlagen über ihre Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben werden.

Windenergieanlagen verlieren rund 744.000 Euro an Buchwert

Die Sachanlagen waren Ende 2025 noch mit 5.956.252,56 Euro bilanziert. Ende 2024 hatten sie einen Buchwert von 6.699.937,56 Euro.

Damit reduzierte sich diese Position um 743.685 Euro beziehungsweise rund 11,1 Prozent.

Nach Angaben im Anhang werden die Sachanlagen zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten angesetzt und anschließend planmäßig linear abgeschrieben.

Der sinkende Buchwert bedeutet deshalb nicht automatisch, dass sich der wirtschaftliche Wert oder die Leistungsfähigkeit des Windparks im gleichen Umfang verschlechtert hat. Er spiegelt zunächst die handelsrechtliche Abschreibung der Anlagen wider.

Finanzanlagen unverändert

Zusätzlich verfügt die Gesellschaft über Finanzanlagen von 69.600 Euro.

Dieser Betrag blieb gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Damit besteht der mit Abstand größte Teil des langfristig gebundenen Vermögens weiterhin aus den Sachanlagen des Windparks.

Fast 900.000 Euro auf Bankkonten

Während das Anlagevermögen zurückging, entwickelte sich die Liquidität deutlich positiv.

Die Guthaben bei Kreditinstituten erhöhten sich von 625.607,79 Euro auf 897.797,36 Euro.

Das entspricht einem Anstieg um rund 272.200 Euro beziehungsweise 43,5 Prozent.

Damit verfügte die Windparkgesellschaft zum Jahresende über fast 900.000 Euro an liquiden Mitteln.

Diese Entwicklung ist besonders deshalb interessant, weil gleichzeitig die Verbindlichkeiten erheblich reduziert wurden. Die Gesellschaft hat also nicht lediglich vorhandene Liquidität zum Schuldenabbau eingesetzt, sondern konnte ihren Kassenbestand trotz sinkender Verbindlichkeiten deutlich erhöhen.

Forderungen gehen zurück

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände entwickelten sich dagegen rückläufig.

Sie sanken von 374.562,52 Euro auf 322.244,09 Euro.

Das entspricht einem Rückgang von rund 52.300 Euro oder 14 Prozent.

Nach Angaben des Unternehmens bestanden keine Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Position ist damit vollständig dem kurzfristig verfügbaren beziehungsweise realisierbaren Vermögen zuzurechnen.

Mehr als 410.000 Euro Jahresgewinn

Der Jahresüberschuss von 410.732,57 Euro gehört zu den zentralen Kennzahlen des Abschlusses.

Zwar liegt das Ergebnis etwas unter den 422.037,40 Euro des Vorjahres. Der Unterschied ist mit rund 11.300 Euro jedoch vergleichsweise gering.

Die Gesellschaft konnte damit in zwei aufeinanderfolgenden Jahren Jahresüberschüsse von jeweils mehr als 400.000 Euro ausweisen.

Für einen genaueren Blick auf die Ursachen der Ergebnisentwicklung fehlen allerdings detaillierte Angaben aus der Gewinn- und Verlustrechnung. Aus dem veröffentlichten Material lässt sich insbesondere nicht ablesen, wie hoch Umsatzerlöse, Stromerlöse, Abschreibungen, Zinsaufwendungen und sonstige Betriebskosten im Einzelnen waren.

Der Anhang stellt lediglich fest, dass keine wesentlichen periodenfremden Erträge und Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten waren.

Eigenkapitalbasis wird durch Gewinn gestärkt

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert 1.115.127,59 Euro.

Hinzu kommen Gewinnrücklagen von 63.632,03 Euro sowie der Jahresüberschuss von 410.732,57 Euro.

Auf Grundlage der ausgewiesenen Positionen ergibt sich damit zum Bilanzstichtag ein Eigenkapital von rund 1,59 Millionen Euro.

Gemessen an der Bilanzsumme entspricht dies rechnerisch einer Eigenkapitalquote von rund 21,7 Prozent.

Damit wird gut ein Fünftel des bilanzierten Vermögens durch Eigenkapital getragen.

Schulden sinken um fast 563.000 Euro

Noch deutlicher als beim Jahresergebnis fällt die Entwicklung der Verbindlichkeiten aus.

Ende 2024 hatte die Gesellschaft Verpflichtungen von 6.030.059,85 Euro ausgewiesen.

Ein Jahr später waren es noch 5.467.069,57 Euro.

Die Verbindlichkeiten gingen damit um 562.990,28 Euro beziehungsweise rund 9,3 Prozent zurück.

Der Schuldenabbau ist damit deutlich stärker ausgefallen als der Rückgang der gesamten Bilanzsumme.

In Kombination mit dem gestiegenen Bankguthaben spricht dies für eine verbesserte Liquiditäts- und Finanzierungsposition.

Gesellschafter haben knapp 888.000 Euro verliehen

Nicht sämtliche Verbindlichkeiten stammen offenbar von Banken oder externen Geschäftspartnern.

Im Anhang wird ausdrücklich angegeben, dass sich die Gesellschafterdarlehen der Kommanditisten auf 887.818,32 Euro beliefen.

Damit stammt ein erheblicher Teil der Finanzierung aus dem Kreis der Gesellschafter selbst.

Bezogen auf die gesamten Verbindlichkeiten von 5,47 Millionen Euro machen diese Darlehen rund 16 Prozent aus.

Welche Konditionen, Zinssätze oder Laufzeiten für die Gesellschafterdarlehen gelten, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor.

Rückstellungen steigen deutlich

Während die Verbindlichkeiten zurückgingen, erhöhten sich die Rückstellungen.

Sie stiegen von 202.828 Euro auf 258.815 Euro.

Das entspricht einem Zuwachs von knapp 56.000 Euro beziehungsweise 27,6 Prozent.

Den mit Abstand größten Teil bildet eine Rückstellung für den späteren Rückbau.

245.000 Euro für den Rückbau vorgesehen

Für den Rückbau der Windenergieanlagen weist die Gesellschaft eine Rückstellung von 245.025 Euro aus.

Damit entfällt der Großteil der im Anhang näher erläuterten sonstigen Rückstellungen auf die Verpflichtungen, die nach dem Ende des Anlagenbetriebs entstehen können.

Windenergieanlagen müssen nach Ablauf ihrer Betriebszeit in der Regel demontiert und die Standorte entsprechend den vertraglichen und rechtlichen Vorgaben zurückgebaut werden.

Die Kosten dafür entstehen möglicherweise erst Jahre später. Handelsrechtlich müssen solche absehbaren Verpflichtungen jedoch bereits während des laufenden Betriebs berücksichtigt werden.

Daneben werden 4.970 Euro für Jahresabschluss- und Steuererklärungen ausgewiesen.

Rechnungsabgrenzung steigt leicht

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten erhöhte sich geringfügig.

Er lag Ende 2025 bei 69.482,75 Euro, nachdem im Vorjahr 63.977 Euro ausgewiesen worden waren.

Damit nahm die Position um rund 5.500 Euro zu.

Abschreibungen prägen die Vermögensentwicklung

Ein Blick auf die Aktivseite zeigt die typische Entwicklung eines bereits betriebenen Windparks.

Der Buchwert der Anlagen sinkt durch die laufenden Abschreibungen Jahr für Jahr. Gleichzeitig kann der Windpark weiterhin Strom produzieren und entsprechende Einnahmen erzielen.

Genau diese Kombination zeigt sich auch bei der Windpark Achtrup GmbH & Co. KG: Das Sachanlagevermögen ging 2025 um fast 744.000 Euro zurück, während gleichzeitig ein Jahresgewinn von mehr als 410.000 Euro erzielt wurde.

Der sinkende Anlagenbuchwert steht einer profitablen Geschäftstätigkeit damit nicht entgegen.

Gewinn und steigende Liquidität trotz Schuldenabbau

Besonders positiv fällt die Kombination mehrerer Bilanzbewegungen auf.

Die Gesellschaft erwirtschaftete einen Gewinn von 410.733 Euro, reduzierte ihre Verbindlichkeiten um rund 563.000 Euro und erhöhte gleichzeitig die Bankguthaben um mehr als 272.000 Euro.

Diese drei Entwicklungen zusammengenommen sprechen für eine solide finanzielle Entwicklung im Geschäftsjahr 2025.

Wie hoch der tatsächlich aus dem laufenden Windparkbetrieb erwirtschaftete Cashflow war, lässt sich aus den veröffentlichten Angaben allerdings nicht bestimmen.

Dafür wäre eine Kapitalflussrechnung beziehungsweise eine detailliertere Gewinn- und Verlustrechnung erforderlich.

Rückbau bleibt langfristige Aufgabe

Neben der laufenden Finanzierung muss die Gesellschaft auch das Ende der Betriebszeit ihrer Anlagen berücksichtigen.

Die Rückbaurückstellung von 245.025 Euro zeigt, dass entsprechende zukünftige Kosten bereits bilanziell berücksichtigt werden.

Für die langfristige wirtschaftliche Betrachtung eines Windparks ist dieser Punkt wichtig: Nicht nur Bau, Finanzierung und Betrieb verursachen Kosten. Auch die spätere Demontage der Anlagen und gegebenenfalls die Wiederherstellung der Flächen müssen finanziert werden.

Hans Peter Christensen führt die Komplementärgesellschaft

Persönlich haftende Gesellschafterin ist die Windpark Achtrup Verw. GmbH mit Sitz in Achtrup.

Geschäftsführer der Komplementär-GmbH ist Hans Peter Christensen.

Nach Angaben im Jahresabschluss wurden der Geschäftsführung weder Vorschüsse noch Kredite gewährt.

Der Jahresabschluss wurde am 10. August 2026 unterzeichnet und am selben Tag festgestellt beziehungsweise gebilligt.

Windpark zeigt robuste Entwicklung

Insgesamt zeichnet der Jahresabschluss für 2025 ein vergleichsweise robustes Bild.

Die Windpark Achtrup GmbH & Co. KG schreibt weiterhin schwarze Zahlen. Mit 410.732,57 Euro Jahresüberschuss bleibt das Ergebnis nur geringfügig hinter dem Vorjahr zurück.

Gleichzeitig wurde die Verschuldung deutlich reduziert. Innerhalb eines Jahres verschwanden fast 563.000 Euro an Verbindlichkeiten aus der Bilanz.

Besonders bemerkenswert ist, dass parallel dazu die liquiden Mittel von rund 626.000 Euro auf fast 898.000 Euro anwuchsen.

Dem gegenüber stehen der planmäßige Wertverlust der Windenergieanlagen und höhere Rückstellungen. Der Buchwert der Sachanlagen sank um rund 744.000 Euro, während insbesondere für den späteren Rückbau Vorsorge getroffen wird.

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