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202. WestWind Windpark GmbH & Co. KG investiert kräftig – Bilanzsumme steigt auf über zwei Millionen Euro

geralt (CC0), Pixabay

Die 202. WestWind Windpark GmbH & Co. KG mit Sitz in Kirchdorf hat im Geschäftsjahr 2024 den Übergang von einer Projektgesellschaft zu einem Unternehmen mit umfangreichen Investitionen vollzogen. Der veröffentlichte Jahresabschluss zeigt einen deutlichen Vermögensaufbau, der vor allem durch Investitionen in Windenergieanlagen und eine langfristige Fremdfinanzierung geprägt ist.

Während die Gesellschaft zum Ende des Vorjahres lediglich eine Bilanzsumme von 1.212 Euro auswies und sich noch in der Gründungsphase befand, beläuft sich die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2024 bereits auf 2,11 Millionen Euro. Damit hat das Unternehmen innerhalb eines Jahres den operativen Aufbau seines Windparkprojekts begonnen.

Den größten Vermögensposten bildet das Anlagevermögen mit 1,78 Millionen Euro. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Investitionen in Sachanlagen, die im Zusammenhang mit dem Aufbau des Windenergieprojekts stehen. Hinzu kommt ein Umlaufvermögen von rund 330.000 Euro, das Forderungen sowie liquide Mittel umfasst und die laufende Finanzierung des Projekts sicherstellt.

Erstmals weist die Gesellschaft auch ein positives Eigenkapital aus. Dieses beträgt zum Jahresende 141.530 Euro, nachdem im Vorjahr noch kein Eigenkapital vorhanden war und stattdessen ein nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Verlustanteil der Kommanditisten ausgewiesen wurde. Die Eigenkapitalbasis konnte somit im ersten vollständigen Geschäftsjahr aufgebaut werden.

Finanziert wird das Projekt überwiegend durch Fremdkapital. Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf rund 1,97 Millionen Euro. Davon entfallen lediglich 432 Euro auf kurzfristige Verpflichtungen, während nahezu der gesamte Finanzierungsbetrag langfristig aufgenommen wurde. Allein Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren summieren sich auf 582.460 Euro.

Wie bei Windparkgesellschaften üblich, sind die Darlehen umfangreich abgesichert. Nach Angaben im Anhang bestehen Sicherheiten in Höhe von rund 1,97 Millionen Euro. Zusätzlich hat die Gesellschaft eine Bankbürgschaft über 120.000 Euro für den späteren Rückbau der Windenergieanlage gestellt. Dieses Rückgriffsrecht der Bank ist durch ein Pfandrecht auf die Windenergieanlage abgesichert und dient der Finanzierung der gesetzlich vorgeschriebenen Rückbauverpflichtungen.

Die Rückstellungen erhöhten sich auf 4.572 Euro und betreffen künftige ungewisse Verpflichtungen. Mitarbeiter beschäftigte die Gesellschaft im Geschäftsjahr nicht. Die Geschäfte werden von der WestWind Verwaltungs GmbH als Komplementärin geführt.

Der Jahresabschluss verdeutlicht den typischen Entwicklungsverlauf einer Windpark-Projektgesellschaft: Nach der Gründungsphase wurde 2024 mit erheblichen Investitionen begonnen. Das Unternehmen verfügt inzwischen über eine Bilanzsumme von mehr als zwei Millionen Euro und hat die Grundlage für den späteren Betrieb der Windenergieanlage geschaffen. Gleichzeitig zeigt die Bilanz, dass der Ausbau nahezu vollständig über langfristige Darlehen finanziert wird – ein in der Windenergiebranche übliches Finanzierungsmodell.

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