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Nach tödlichem Unwetter: Nationalpark Sächsische Schweiz vorübergehend gesperrt

manfredrichter (CC0), Pixabay

Nach dem schweren Unwetter in der Sächsischen Schweiz mit einem Todesopfer und mehreren Verletzten bleibt der Nationalpark vorerst für Besucher gesperrt. Der Staatsbetrieb Sachsenforst warnt vor akuter Lebensgefahr durch umgestürzte Bäume und weitere Sturmschäden.

Betroffen sind insbesondere die Bereiche zwischen der Bastei, Rathen, Hohnstein und dem Polenztal. Dort hatten heftige Sturmböen zahlreiche Bäume entwurzelt oder beschädigt. Besucher dürfen die gesperrten Gebiete bis auf Weiteres nicht betreten.

Das Unwetter hatte am Freitag besonders den Bereich rund um den Amselsee und die Schwedenlöcher nahe der Bastei getroffen. Ein 28-jähriger Mann wurde auf einem Zugangsweg zur Felsenbühne Rathen von einem umstürzenden Baum tödlich verletzt. Zudem erlitten drei Menschen schwere Verletzungen, weitere zehn Personen mussten ambulant medizinisch versorgt werden.

Noch am Abend suchten Einsatzkräfte der Bergwacht mit Unterstützung von Drohnen nach möglichen weiteren Betroffenen. Nach ersten Einschätzungen könnte eine äußerst kleinräumige und besonders heftige Unwetterzelle den Hangbereich erfasst haben. Am Samstagmorgen nahmen die Einsatzkräfte ihre Arbeiten zur Kontrolle und Sicherung des Geländes wieder auf.

Auch in anderen Teilen Deutschlands sorgten schwere Gewitter für erhebliche Schäden. In Stuttgart stürzten zahlreiche Bäume auf Straßen, Fahrzeuge und Stromleitungen. Zudem wurden Unterführungen überflutet. In Oberbayern löste ein Blitzeinschlag am Hochstaufen bei Bad Reichenhall einen Waldbrand aus. Der einsetzende Regen bremste zwar die Ausbreitung der Flammen, dennoch bestehen dort weiterhin Gefahren durch verbliebene Glutnester.

Sachsenforst appelliert eindringlich an Ausflügler und Wanderer, die Sperrungen im Nationalpark unbedingt zu beachten. Erst nach einer umfassenden Kontrolle und Beseitigung der Sturmschäden kann entschieden werden, wann die betroffenen Wege und Wandergebiete wieder freigegeben werden.

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