Für viele Nutzerinnen und Nutzer war die einst gewählte E-Mail-Adresse über Jahre hinweg ein Ärgernis. Ob jugendlicher Spitzname, unüberlegte Zahlenkombination oder längst veralteter Benutzername – bislang mussten Gmail-Nutzer mit ihrer ursprünglich gewählten Adresse leben. Das ändert sich nun: Google hat die Möglichkeit zur Änderung von Gmail-Adressen jetzt auch für Nutzer in Deutschland freigeschaltet.
Alte Fehlentscheidungen lassen sich korrigieren
Die neue Funktion ermöglicht es Gmail-Nutzern, ihre bestehende E-Mail-Adresse über die Kontoeinstellungen anzupassen. Damit können Adressen, die heute unprofessionell oder unpassend erscheinen, durch einen neuen Nutzernamen ersetzt werden – vorausgesetzt, die gewünschte Adresse ist noch verfügbar.
Besonders praktisch: Die bisherige E-Mail-Adresse bleibt als Alias im Google-Konto gespeichert. E-Mails, die weiterhin an die alte Adresse gesendet werden, landen somit auch künftig im selben Postfach. Nutzer müssen sich daher keine Sorgen machen, wichtige Nachrichten zu verpassen.
Digitale Weiterleitung inklusive
Die bisherige Gmail-Adresse übernimmt nach der Umstellung eine ähnliche Funktion wie ein Nachsendeauftrag bei einem Umzug. Kontakte können weiterhin die alte Adresse verwenden, während die Nachrichten automatisch im bestehenden Konto eingehen.
Darüber hinaus bleibt die ursprüngliche Adresse für die Kontowiederherstellung nutzbar. Sollte die neue Adresse vergessen werden, kann die alte Gmail-Adresse weiterhin zur Identifikation des Kontos dienen.
Mehrere Änderungen möglich
Google erlaubt laut den aktuellen Regelungen bis zu vier Änderungen der Gmail-Adresse. Zwischen den einzelnen Wechseln muss jedoch jeweils ein Zeitraum von zwölf Monaten liegen. Zudem gilt die Voraussetzung, dass die gewünschte neue Adresse noch nicht von einem anderen Nutzer registriert wurde.
Ist die Wunschadresse bereits vergeben, kann die Funktion nicht genutzt werden, um diese zu übernehmen.
Rückkehr zur alten Adresse
Wer seine Entscheidung später bereut, kann grundsätzlich wieder zur bisherigen E-Mail-Adresse zurückkehren. Allerdings schreibt Google vor, dass die erneut gewählte Adresse anschließend mindestens 30 Tage lang verwendet werden muss.
Mehr Flexibilität für Nutzer
Die Freigabe der Funktion dürfte für viele Gmail-Nutzer eine willkommene Neuerung sein. Gerade Menschen, die ihre E-Mail-Adresse vor vielen Jahren erstellt haben, erhalten damit die Möglichkeit, ihren digitalen Auftritt an ihre aktuelle Lebens- oder Berufssituation anzupassen, ohne ein komplett neues Google-Konto anlegen zu müssen.
Für Nutzer bedeutet dies mehr Flexibilität und gleichzeitig die Sicherheit, dass bestehende Kontakte und wichtige Nachrichten auch nach einer Umstellung weiterhin erreichbar bleiben.