Cyberkriminelle nutzen aktuell den Markenwechsel von Barclays Deutschland zur easybank für eine neue Phishing-Kampagne. Davor warnen Verbraucherschützer und Sicherheitsexperten. Die Betrüger versenden E-Mails mit dem Betreff „Mitteilung zur Aktualisierung Ihrer Kontodaten“ und versuchen, Empfänger zur Preisgabe sensibler Bankdaten zu bewegen.
In den Nachrichten wird behauptet, im Zuge der Umstellung auf die easybank sei eine Bestätigung oder Aktualisierung der Kontoinformationen erforderlich. Als zusätzliche Begründung verweisen die Absender auf angebliche Anforderungen der europäischen PSD2-Richtlinien. Die Empfänger werden aufgefordert, ihre Daten über einen in der E-Mail enthaltenen Link zu überprüfen und zu aktualisieren.
Um Vertrauen zu schaffen, betonen die Betrüger, der Vorgang sei vollständig verschlüsselt und könne innerhalb weniger Minuten abgeschlossen werden. Gleichzeitig wird mit einer Frist gearbeitet: Wer seine Daten angeblich nicht bis zum 31. Juni 2026 aktualisiert, müsse mit einer vorübergehenden Einschränkung des Online-Bankings rechnen.
Gerade diese Kombination aus vermeintlicher Dringlichkeit und offiziellen Begründungen ist ein typisches Merkmal von Phishing-Nachrichten. Ziel der Täter ist es, Bankzugangsdaten, Passwörter oder weitere persönliche Informationen zu erlangen, um anschließend unbefugt auf Konten zugreifen zu können.
Mehrere Hinweise sprechen dafür, dass es sich um einen Betrugsversuch handelt. Dazu gehören insbesondere eine unseriöse oder unbekannte Absenderadresse, eine unpersönliche Anrede, die Aufforderung zur Eingabe sensibler Daten über einen Link sowie die Androhung von Einschränkungen bei Nichtbeachtung. Auch die Berufung auf gesetzliche Vorschriften dient häufig dazu, den Druck auf die Empfänger zu erhöhen und die Glaubwürdigkeit der Nachricht zu steigern.
Verbraucher sollten auf keinen Fall auf die in der E-Mail enthaltenen Links klicken oder persönliche Daten eingeben. Solche Nachrichten sollten unbeantwortet gelöscht beziehungsweise in den Spam-Ordner verschoben werden. Wer tatsächlich Kunde der easybank ist, sollte Informationen ausschließlich über die offizielle Banking-App oder die bekannte Internetseite des Instituts prüfen.
Die aktuelle Betrugswelle zeigt erneut, wie gezielt Kriminelle aktuelle Unternehmensänderungen und bekannte Marken nutzen, um das Vertrauen von Kunden auszunutzen. Gerade bei Mitteilungen, die Kontodaten, Passwörter oder Sicherheitsinformationen betreffen, ist besondere Vorsicht geboten. Wer bereits Daten eingegeben hat, sollte umgehend seine Bank kontaktieren, Passwörter ändern und mögliche Sicherheitsmaßnahmen veranlassen.