Für die Heller-Fahrdienste GmbH aus Berlin hat das Amtsgericht Charlottenburg ein vorläufiges Insolvenzverfahren eingeleitet. Mit Beschluss vom 2. Juni 2026 wurden umfangreiche Sicherungsmaßnahmen nach §§ 21 und 22 Insolvenzordnung angeordnet.
Die Gesellschaft hat ihren Sitz in der Landsberger Straße 260 in 12623 Berlin und ist beim Amtsgericht Charlottenburg unter der Handelsregisternummer HRB 120765 eingetragen. Geschäftsführer ist Sven Schindler. Das Unternehmen ist im Bereich Fahrdienste tätig und bietet unter anderem Schüler- und Behindertenbeförderung, Charterbusverkehre sowie Ausflugsfahrten an.
Im Verfahren mit dem Aktenzeichen 3612 IN 2161/26 wurde Rechtsanwalt Dr. Gordon Geiser, Budapester Straße 35, 10787 Berlin, zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.
Das Gericht ordnete an, dass Verfügungen der Gesellschaft über ihr Vermögen nur noch mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam sind. Gleichzeitig wurden Zwangsvollstreckungsmaßnahmen gegen das Unternehmen untersagt beziehungsweise bereits eingeleitete Maßnahmen vorläufig eingestellt.
Der vorläufige Insolvenzverwalter wurde ermächtigt, Bankguthaben und Forderungen einzuziehen, eingehende Gelder entgegenzunehmen und ein Sonderkonto für die spätere Insolvenzmasse einzurichten. Kreditinstitute müssen ihm Auskünfte über die Kontoverhältnisse der Gesellschaft erteilen.
Auch die Schuldner der Heller-Fahrdienste GmbH wurden angewiesen, Zahlungen nicht mehr an das Unternehmen selbst, sondern nur noch unter Beachtung der gerichtlichen Anordnung zu leisten. Darüber hinaus erhielt der vorläufige Insolvenzverwalter umfassende Prüf- und Kontrollrechte hinsichtlich der Geschäftsräume, Unterlagen und Vermögensverhältnisse der Gesellschaft.
Mit der Anordnung der vorläufigen Insolvenzverwaltung soll das vorhandene Vermögen gesichert werden, während geprüft wird, ob die Voraussetzungen für die Eröffnung eines regulären Insolvenzverfahrens vorliegen und ob ausreichend Masse zur Deckung der Verfahrenskosten vorhanden ist.
Der Beschluss wurde vom Amtsgericht Charlottenburg – Insolvenzgericht – am 2. Juni 2026 erlassen.