Der CoIQ Collective Intelligence Fund erzielte 2025 eine sehr starke Wertentwicklung: Die Anteilklasse I gewann +28,32 %, die Anteilklasse R +28,15 %. Damit lag der Fonds deutlich im positiven Bereich und profitierte vor allem von realisierten Gewinnen aus ausländischen Aktien sowie von starken Kursentwicklungen bei Technologie-, KI- und Industriewerten.
Aus Anlegersicht fällt besonders auf, dass das Fondsvermögen kräftig gewachsen ist: von 19,44 Mio. EUR Ende 2024 auf 57,85 Mio. EUR Ende 2025. Dieses Wachstum resultierte nicht nur aus der guten Performance, sondern auch aus hohen Nettomittelzuflüssen von rund 32,05 Mio. EUR. Das spricht für gestiegenes Anlegerinteresse und eine zunehmende Marktakzeptanz des Fonds.
Die Anlagestruktur ist jedoch sehr offensiv. Der Fonds war zum Jahresende mit 100,41 % des Fondsvermögens in Aktien investiert und hielt praktisch keine Liquiditätsreserve. Dadurch partizipiert der Fonds stark an steigenden Märkten, ist aber in schwachen Marktphasen entsprechend anfällig für Kursverluste.
Auffällig ist die hohe Konzentration auf einzelne Titel. Die größten Positionen waren NVIDIA mit 9,84 %, Rheinmetall mit 9,65 %, Palantir mit 7,41 %, Siemens Energy mit 7,35 %, Alphabet mit 5,55 %, Apple mit 4,23 %, Tesla mit 4,02 % und Amazon mit 3,80 %. Damit hängt ein wesentlicher Teil des Fondserfolgs von wenigen wachstumsstarken, aber auch volatilen Einzeltiteln ab.
Regional bleibt der Fonds trotz Umschichtung stark US-lastig. 61,57 % des Fondsvermögens entfielen auf die USA, 27,51 % auf Deutschland. Positiv ist, dass die Deutschlandquote gegenüber dem Vorjahr deutlich ausgebaut wurde. Gleichzeitig bleibt für Euro-Anleger ein relevantes Währungsrisiko, da ein großer Teil der Anlagen in US-Dollar notiert.
Die Kostenstruktur ist vergleichsweise moderat. Die Gesamtkostenquote lag bei 0,66 % für Anteilklasse I und 0,80 % für Anteilklasse R**.** Allerdings fielen zusätzlich Transaktionskosten von 56.122,97 EUR an. Die R-Anteilklasse ist für Privatanleger zugänglich, während die I-Klasse eine Mindestanlage von 200.000 EUR verlangt.
Positiv zu bewerten ist auch der uneingeschränkte Prüfungsvermerk von Deloitte. Der Jahresbericht vermittelt nach Einschätzung des Abschlussprüfers ein den Vorschriften entsprechendes Bild der tatsächlichen Verhältnisse des Sondervermögens.
Kritisch bleibt aus Anlegersicht die Risikostruktur: Der Fonds ist kein defensives Basisinvestment, sondern ein dynamischer Aktienfonds mit hoher Abhängigkeit von Marktstimmung, Technologie- und KI-Trends, Rüstungswerten sowie Wechselkursentwicklungen. Zudem handelt es sich um ein Artikel-6-Produkt nach Offenlegungsverordnung, also ohne verbindlichen Nachhaltigkeitsfokus.
Fazit: Der CoIQ Collective Intelligence Fund lieferte 2025 eine sehr überzeugende Performance und konnte sein Fondsvolumen stark ausbauen. Für risikobereite Anleger mit langfristigem Anlagehorizont kann der Fonds interessant sein. Anleger sollten sich jedoch bewusst sein, dass die hohe Aktienquote, die starke Konzentration auf wenige Top-Positionen und die US-Dollar-Abhängigkeit zu erheblichen Schwankungen führen können.