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Mordanklage nach Tod von Fabian (8): Ex-Stiefmutter soll Jungen getötet haben

SPOTSOFLIGHT (CC0), Pixabay

Im Fall des getöteten Fabian (8) aus Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern hat die Staatsanwaltschaft Rostock nun Anklage wegen Mordes gegen die ehemalige Stiefmutter des Kindes erhoben. Die Ermittler sind überzeugt, dass Gina H. (29) den Jungen heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen getötet hat.

Der Achtjährige war am 10. Oktober 2025 zunächst spurlos verschwunden. Vier Tage später entdeckten Ermittler seine Leiche am Rand eines Tümpels bei Klein Upahl. Der Körper war teilweise verbrannt. Bereits kurz nach dem Fund geriet die frühere Partnerin von Fabians Vater in den Fokus der Ermittlungen. Am 6. November 2025 wurde sie schließlich an ihrer Wohnadresse in Reimershagen festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft soll die 29-Jährige den Jungen am Morgen seines Verschwindens unter einem Vorwand aus dem Haus gelockt haben. Anschließend sei sie mit ihrem orangefarbenen Pick-up mit dem Kind nach Klein Upahl gefahren. Von dort aus sollen beide zu Fuß zu dem abgelegenen Tümpel gegangen sein.

Dort soll Gina H. den Jungen mit sechs Messerstichen in den Oberkörper getötet haben. Laut Anklage habe sie die Tat allein geplant und ausgeführt. Um Spuren zu beseitigen, soll sie anschließend Brandbeschleuniger verwendet und den Leichnam angezündet haben.

Mit der Terminierung der Hauptverhandlung beschäftigt sich nun das Landgericht Rostock. Da die Angeklagte bereits seit November in Untersuchungshaft sitzt, wird erwartet, dass der Prozess relativ zeitnah beginnt. Spätestens Anfang Mai müsste die Hauptverhandlung starten, da die Untersuchungshaft sonst überprüft werden müsste.

Der Verteidiger der Beschuldigten, Rechtsanwalt Andreas Ohm, erklärte nach Bekanntwerden der Anklage, dass er zunächst die vollständigen Ermittlungsunterlagen abwarten wolle. Solange ihm die Details der Anklage nicht vorliegen, könne er sich zu den Vorwürfen nicht weiter äußern.

Der Fall hat in der Region für große Bestürzung gesorgt. Mit der Anklage beginnt nun die juristische Aufarbeitung der Tat, bei der das Gericht klären muss, ob sich die schweren Vorwürfe gegen die 29-Jährige bestätigen.

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