Am 19. Januar kam es im US-Bundesstaat Michigan zu einer schweren Massenkarambolage auf der Interstate 96 im Ottawa County. Nach Angaben der Staatspolizei waren mehr als 100 Fahrzeuge in den Unfall verwickelt. Die wichtige Verkehrsader musste stundenlang vollständig gesperrt werden. Trotz der enormen Zahl beteiligter Autos meldeten die Behörden mehrere Verletzte, jedoch glücklicherweise keine Todesopfer.
Auslöser des Unfalls waren offenbar extreme Wetterbedingungen. Dichter Schneefall und starker Wind sorgten für nahezu null Sicht auf der Fahrbahn. Ein Mann, der in den Unfall verwickelt war, berichtete später, dass er die Fahrzeuge vor sich kaum habe erkennen können. Er sei lediglich mit einer Geschwindigkeit von etwa 20 bis 25 Meilen pro Stunde unterwegs gewesen, also rund 32 bis 40 km/h. Dennoch habe er keine Chance gehabt, rechtzeitig zu reagieren, als die ersten Autos plötzlich abbremsen mussten.
Die Kettenreaktion entwickelte sich innerhalb weniger Sekunden. Fahrzeuge prallten ineinander, Lastwagen blockierten die Fahrspuren, und weitere Autos rutschten unkontrolliert in die Unfallstelle. Einsatzkräfte beschrieben die Situation als äußerst unübersichtlich. Zahlreiche Rettungswagen, Feuerwehrfahrzeuge und Polizeieinheiten waren im Einsatz, um Verletzte zu versorgen und die Unfallstelle zu sichern. Einige Betroffene mussten wegen Knochenbrüchen und Unterkühlung in umliegende Krankenhäuser gebracht werden.
Die I-96 blieb für mehrere Stunden gesperrt, während beschädigte Fahrzeuge geborgen und die Fahrbahn von Trümmern sowie Schnee befreit wurde. Die Behörden riefen Autofahrer dazu auf, Fahrten nach Möglichkeit zu vermeiden und Wetterwarnungen ernst zu nehmen. Besonders in den Wintermonaten komme es in Michigan immer wieder zu schweren Unfällen aufgrund von Schneestürmen und Glatteis.
Für zusätzliche Verwirrung sorgte eine Aussage eines Mannes namens Michod, der laut Medienberichten erklärt haben soll, er habe einen Antrag auf die Freilassung von Jacques Moretti gestellt. Dieser Satz stand jedoch offenbar in keinem direkten Zusammenhang mit der Massenkarambolage und wurde von den Ermittlern nicht weiter kommentiert.
Die Polizei kündigte an, den genauen Unfallhergang weiter zu untersuchen. Erste Erkenntnisse deuten jedoch darauf hin, dass die schlechten Sichtverhältnisse und nicht angepasste Fahrweise eine entscheidende Rolle gespielt haben. Der Vorfall gilt bereits jetzt als eine der größten Massenkarambolagen der vergangenen Jahre in der Region.