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Mehr Extremwetter durch rekordwarme Ozeane – Meere erreichen 2025 neuen Hitzerekord

Die Ozeane sind das thermische Gedächtnis unseres Planeten – und dieses Gedächtnis zeigt deutlich: Die Weltmeere werden immer wärmer. Zum neunten Mal in Folge hat der Wärmeinhalt der Ozeane im Jahr 2025 einen neuen Rekord erreicht. Laut einer internationalen Studie, die unter anderem von der Chinese Academy of Sciences durchgeführt wurde, stieg die gespeicherte Wärmeenergie im Vergleich zum Vorjahr um 23 Billiarden Megajoule an.

Diese Entwicklung ist mehr als nur eine abstrakte Zahl: Sie hat konkrete und teils dramatische Folgen für Wetter, Klima und Meeresökosysteme weltweit. So sind extreme Wetterereignisse wie Sturzfluten in Texas, heftige Monsunregen in Asien und Hitzewellen mit bis zu 48 Grad in Südeuropa mit der Erwärmung der Ozeane verbunden. Die Studie warnt vor einem „gefährlichen Ungleichgewicht“, das sich zunehmend auf das globale Klima auswirkt.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Nordatlantik und dem Mittelmeer. Diese Regionen gelten inzwischen als Hotspots der ozeanischen Veränderungen. Versalzung, Sauerstoffmangel und Versauerung nehmen zu – mit teils gravierenden Folgen für das Leben unter Wasser. Auch die Nordsee und Ostsee zeigen alarmierende Trends: Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) registrierte 2025 mit 11,6 Grad die höchste je gemessene durchschnittliche Oberflächentemperatur der Nordsee seit Beginn der Aufzeichnungen 1969. In der Ostsee war 2025 das zweitwärmste Jahr seit 1990.

Auch das Klimaphänomen El Niño beeinflusste 2025 die Oberflächentemperaturen. Trotz einer Abschwächung dieses Effekts war 2025 weltweit das drittwärmste Jahr an der Meeresoberfläche – nach 2024 und 2023.

Gleichzeitig schrumpft die Menge an Phytoplankton, der Grundlage der marinen Nahrungskette. Die wachsende Wärmebelastung in tieferen Ozeanschichten ist besonders besorgniserregend, da sie langfristige und schwer umkehrbare Veränderungen anstößt.

Die Studie macht deutlich: Die Erwärmung der Meere ist nicht nur ein Symptom der globalen Klimakrise – sie ist ein zentraler Motor für die Zunahme von Extremwetter und ein Warnsignal für den Zustand unseres Planeten.

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