In einer scharf formulierten Rede hat Irans Oberster Führer, Ayatollah Ali Khamenei, den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump aufgefordert, sich auf die inneren Probleme der Vereinigten Staaten zu konzentrieren, anstatt sich in die Angelegenheiten des Iran einzumischen. Der Aufruf kam während einer Fernsehansprache am Freitag, als sich in verschiedenen Regionen des Iran Proteste gegen die Regierung ausbreiteten.
Khamenei äußerte sich zum ersten Mal öffentlich seit Beginn der Demonstrationen und warf bestimmten Gruppen vor, im Interesse Washingtons öffentliche Einrichtungen zu zerstören. „Es gibt Unruhestifter, die versuchen, dem amerikanischen Präsidenten zu gefallen, indem sie öffentliches Eigentum zerstören. Ein vereintes iranisches Volk wird alle Feinde besiegen“, erklärte der Ayatollah.
Mit Nachdruck betonte Khamenei, dass die Islamische Republik fest in der Geschichte des Landes verwurzelt sei und sich nicht von äußeren Bedrohungen oder politischen Druckversuchen beirren lasse. „Die Islamische Republik kam durch das Blut von Hunderttausenden edler Menschen an die Macht“, sagte er. „Sie wird vor niemandem zurückweichen, der sie vernichten will.“
Die Aussagen des iranischen Führers erfolgten nur einen Tag, nachdem Trump erneut mit einem Angriff auf den Iran drohte, sollte es durch Sicherheitskräfte zu Tötungen von Demonstranten kommen. Diese aggressive Rhetorik sorgt international für Besorgnis, da sie das ohnehin angespannte Verhältnis zwischen Washington und Teheran weiter verschärfen könnte.
Die Proteste in Iran entzündeten sich ursprünglich an wirtschaftlicher Unzufriedenheit, wurden aber schnell zu einem umfassenderen Ausdruck politischer Unruhe und Unzufriedenheit mit der Führung des Landes. Trotz harter Reaktionen der Regierung bleibt die Entschlossenheit der Demonstranten stark.
Beobachter sehen in Khameneis Worten den Versuch, sowohl nach innen als auch nach außen Stärke zu demonstrieren. Gleichzeitig macht er deutlich, dass ausländische Einmischung – insbesondere aus den USA – unerwünscht ist. Die politische Lage bleibt angespannt, während beide Seiten auf weitere Entwicklungen reagieren.