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Trump will Häuser retten – vor den Investoren, nicht vor dem Wetter

Es gibt Dinge, die man sich nicht ausdenken kann – außer natürlich, man heißt Donald J. Trump. Der frisch (wieder-)gewählte US-Präsident hat nun beschlossen, den amerikanischen Traum zu retten: das Einfamilienhaus. Und zwar vor einer ganz neuen Bedrohung – nicht vor Tornados, nicht vor steigenden Zinsen, sondern vor… Finanzinvestoren.

Richtig gelesen. Banken, Versicherungen und große Konzerne sollen bald keine Einfamilienhäuser mehr kaufen dürfen. Der Präsident findet nämlich, dass diese Großinvestoren „den normalen Amerikaner aus dem Markt drängen“, wie er es gewohnt wortgewaltig auf Truth Social verkündete. Man könnte meinen, Trump sei plötzlich zur Robin-Hood-Figur des Immobilienmarkts geworden – allerdings mit Golfcart statt Pferd und ohne grünem Hut.

Details zum Verbot? Fehlanzeige. Aber Trump versprach „umgehende Maßnahmen“ – was in seiner Sprache etwa so konkret ist wie „irgendwann, vielleicht, wenn ich gerade nichts Besseres zu tun habe“. Bei seinem Auftritt in Davos in zwei Wochen will er das Thema groß präsentieren. Ob ausgerechnet beim Weltwirtschaftsforum, wo sich die globalen Elite-Investoren treffen, der richtige Ort ist, um ihnen das Spielzeug Hauskauf zu verbieten? Man darf gespannt sein.

Ironischerweise war es ja die eigene Zinspolitik der Notenbank – über die Trump sich lautstark beschwert –, die Immobilienfinanzierungen zuletzt teurer gemacht hat. Aber wer denkt bei der Ursachenforschung schon an Zusammenhänge, wenn sich eine griffige Schuldzuweisung viel besser twittern lässt?

Für Normalbürger klingt das Ganze erstmal gut: Weniger Konkurrenz beim Hauskauf, mehr Chancen auf das ersehnte Eigenheim. Doch ob der Entzug von Investorenkapital nicht am Ende den Bau neuer Häuser ausbremst, bleibt offen. Denn Häuser bauen sich bekanntlich nicht von Likes und patriotischen Reden allein.

Was bleibt, ist ein PR-Coup par excellence: Trump als Retter der amerikanischen Vorstadtidylle – ganz ohne tatsächliche Gesetzgebung, aber mit maximaler Aufmerksamkeit. Wer braucht schon konkrete Politik, wenn man ein Hausverbot für Milliardäre ankündigen kann?

Fazit: Der Einfamilienhauskrieg ist eröffnet. Trump gegen BlackRock, Wall Street und die bösen Immobilienhaie. Popcorn raus – und am besten schnell noch ein Haus kaufen, solange noch welche da sind.

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