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Lichterglanz mit Risiko: Warum die Weihnachtszeit besonders brandgefährlich ist

Ahep317 (CC0), Pixabay

Kerzenschein, geschmückte Christbäume und festliche Beleuchtung gehören für viele untrennbar zur Weihnachtszeit. Doch genau diese Gemütlichkeit birgt erhebliche Gefahren: Die Brandgefahr in Wohnungen steigt rund um Weihnachten deutlich an. Darauf weist das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) eindringlich hin.

Besonders alarmierend: Ein trockener Adventkranz oder ein Christbaum kann innerhalb von weniger als 20 Sekunden in Vollbrand stehen. Was harmlos beginnt, kann sich also in kürzester Zeit zu einer lebensbedrohlichen Situation entwickeln.

Brände fordern jedes Jahr Menschenleben

Eine aktuelle Auswertung des KfV zeigt, dass die Gefahr real ist. Im vergangenen Jahr kamen in Österreich 43 Menschen durch Brände ums Leben. Gerade in der Weihnachtszeit häufen sich die Vorfälle, da Kerzen, Lichterketten, Heizgeräte und Küchengeräte intensiver genutzt werden.

Zu den häufigsten Ursachen von Wohnungsbränden zählen:

  • unbeaufsichtigte Kerzen,

  • glimmende Zigaretten,

  • überhitztes Fett beim Kochen,

  • sowie Gegenstände, die auf einer eingeschalteten Herdplatte vergessen werden.

Die Kombination aus offenen Flammen, trockenen Dekorationsmaterialien und Unachtsamkeit erweist sich dabei als besonders gefährlich.

Studie zeigt gefährliches Fehlverhalten

Besonders kritisch bewertet das KfV das Verhalten vieler Betroffener im Ernstfall. Bei mehr als 830 untersuchten Brandereignissen zeigte sich ein alarmierendes Muster:

  • Rund 75 Prozent der Betroffenen setzten keinen Notruf ab.

  • Etwa 60 Prozent versuchten, den Brand selbst zu löschen – oft ohne ausreichende Mittel oder Erfahrung.

Armin Kaltenegger vom Kuratorium für Verkehrssicherheit erklärt, dass es gerade zur Weihnachtszeit zu einer Häufung von Bränden komme: Offenes Feuer und Kerzen führten immer wieder zu Adventkranz- oder Christbaumbränden. Regionen wie Kärnten lägen dabei im Durchschnitt, seien aber ebenfalls betroffen.

Feuerwehr rät: Reihenfolge ist entscheidend

Harald Geissler, Kommandant der Hauptfeuerwache Villach, betont, dass das richtige Verhalten im Brandfall Leben retten kann. Der Grundsatz laute stets:

  1. Alarmieren

  2. Retten

  3. Löschen

Ob und wie gelöscht werden kann, hängt stark von der Situation ab. Sind mehrere Personen anwesend, lassen sich Aufgaben aufteilen: Eine Person ruft die Feuerwehr, eine weitere bringt Menschen in Sicherheit, eine dritte versucht – wenn gefahrlos möglich – den Brand zu bekämpfen.

Ist man allein und befindet sich der Brand noch in der Entstehungsphase, kann ein Löschversuch sinnvoll sein. Ist das Feuer jedoch bereits außer Kontrolle, gilt: Rückzug, Türen schließen, Raum verlassen. Durch das Schließen von Türen kann die Ausbreitung des Feuers zumindest verzögert werden.

Aufmerksamkeit rettet Leben

Die Weihnachtszeit sollte eine Zeit der Besinnung sein – nicht der Unachtsamkeit. Das KfV und die Feuerwehr mahnen daher zu besonderer Vorsicht im Umgang mit Kerzen, elektrischen Geräten und offenem Feuer. Ein wachsames Auge, funktionierende Rauchmelder und das Wissen um richtiges Verhalten im Notfall können entscheidend sein, um aus festlicher Stimmung keinen lebensgefährlichen Ernstfall werden zu lassen.

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