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Rettung für das Hamburger Wahrzeichen? Rossmann-Gründer will beim Elbtower einsteigen

kalhh (CC0), Pixabay

Beim ins Stocken geratenen Bau des Hamburger Elbtowers zeichnet sich offenbar neue Bewegung ab. Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, plant der Gründer der Drogeriemarkt-Kette Rossmann, Dirk Roßmann, einen Einstieg in das Projekt. Ziel ist es, den Weiterbau des Hochhauses finanziell abzusichern und das Großvorhaben wieder voranzubringen.

Dem Bericht zufolge will sich Roßmann über die Rossmann HafenCity GmbH an einem neu geplanten Gemeinschaftsunternehmen beteiligen. Dieses Konsortium soll die Finanzierung für die Fertigstellung des Elbtowers übernehmen. Neben Rossmann sind weitere Unternehmen vorgesehen, die allesamt einen direkten Bezug zu dem Bauprojekt haben.

Signal Iduna, Kühne und Bauunternehmen Lupp beteiligt

Zu dem geplanten Gemeinschaftsunternehmen zählen nach Angaben des Abendblatts Unternehmen der Signal Iduna, Gesellschaften aus dem Umfeld des Logistikunternehmers Klaus-Michael Kühne sowie die Baufirma Lupp, die den Elbtower ursprünglich als Generalunternehmer errichten sollte.

Als fünfter Partner wird die BDT Service2 genannt. Das Unternehmen wird dem Immobilieninvestor Dieter Becken zugerechnet, der seit rund einem Jahr mit dem Insolvenzverwalter des Elbtower-Projekts über eine mögliche Fortführung verhandelt.

Bundeskartellamt prüft Zusammenschluss

Noch ist der Einstieg nicht endgültig besiegelt. Das Bundeskartellamt prüft seit Mitte Dezember, ob das geplante Gemeinschaftsunternehmen kartellrechtlich zulässig ist. Dabei geht es insbesondere um die Frage, ob durch den Zusammenschluss eine marktbeherrschende Stellung entstehen könnte oder ob die Gründung freigegeben werden kann.

Politische Debatte um Kaufpläne der Stadt

Parallel dazu sorgt das Projekt weiterhin für politische Diskussionen. Bereits im Oktober hatte der rot-grüne Hamburger Senat angekündigt, zwölf Stockwerke des Elbtowers für rund 595 Millionen Euro erwerben zu wollen. In den Räumen soll künftig das Naturkundemuseum untergebracht werden.

Die Opposition äußert daran deutliche Kritik. Sie fordert eine umfassende Prüfung, ob für das Museum nicht kostengünstigere Alternativen zur Verfügung gestanden hätten und ob der Ankauf wirtschaftlich vertretbar sei.

Ob der Einstieg von Dirk Roßmann und weiterer Investoren dem Elbtower tatsächlich neuen Auftrieb verleiht, hängt nun maßgeblich von den kartellrechtlichen Entscheidungen und den weiteren Verhandlungen mit dem Insolvenzverwalter ab.

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