Der anhaltende Regen der letzten Tage hat in München in der Nacht zum Dienstag zu einem deutlichen Anstieg des Isarpegels geführt. Wie der Hochwassernachrichtendienst Bayern (HND) mitteilt, wurde die Meldestufe 1 überschritten – diese gilt ab einem Pegelstand von 240 Zentimetern und signalisiert kleinere Ausuferungen.
Um 6 Uhr morgens erreichte der Pegel der Isar in München einen Stand von 264 Zentimetern – exakt im Bereich der Prognosen, die der HND bereits am Vorabend veröffentlicht hatte. Bereits um 21 Uhr war ein Wasserstand von 213 Zentimetern gemessen worden. Der erwartete Höchststand (Scheitel) von 265 Zentimetern soll laut HND den gesamten Dienstag über anhalten.
Ursache: Starke Zuflüsse aus dem Loisach-Isar-Gebiet
Die steigenden Pegel sind auf die anhaltenden Niederschläge im Zwischeneinzugsgebiet der Loisach und Isar zurückzuführen. Diese führten zu deutlich erhöhten Abflüssen und belasteten die Flüsse in der Region zusätzlich. Die Stadt und der Landkreis München wurden bereits am Montagabend vor Ausuferungen und lokalen Überschwemmungen gewarnt.
Lage im Landkreis Traunstein weiter angespannt
Auch im Landkreis Traunstein bleibt die Hochwasserlage angespannt. Hier wurde bislang noch nicht die Meldestufe 1 erreicht. Am Pegel Staudach der Tiroler Achen lag der Wasserstand um 6.15 Uhr bei 371 Zentimetern – knapp unter der Schwelle von 380 Zentimetern, ab der die erste Warnstufe ausgelöst wird.
Der HND rechnet jedoch weiterhin mit einem möglichen Anstieg, da es im oberen Einzugsgebiet der Tiroler Achen ebenfalls zu intensiven Regenfällen kam. Es sei laut Prognosen nicht auszuschließen, dass der Grenzwert noch im Verlauf des Tages überschritten werde.
Behörden beobachten Lage genau
Die zuständigen Behörden beobachten die Entwicklung genau. Zwar sind derzeit keine größeren Überschwemmungen zu erwarten, doch Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, sich über die offiziellen Warnsysteme regelmäßig über die aktuelle Lage zu informieren.