Dark Mode Light Mode

Bundesbank verzeichnet Anstieg bei gefälschten Euro-Banknoten

Alexas_Fotos (CC0), Pixabay

Die Deutsche Bundesbank hat im ersten Halbjahr einen Anstieg der Falschgeldfunde verzeichnet. Wie die Notenbank mitteilte, wurden rund 36.600 gefälschte Euro-Banknoten aus dem Verkehr gezogen. Der Nennwert dieser Fälschungen belief sich auf knapp 2,1 Millionen Euro. Damit stieg die Zahl der entdeckten Fälschungen im Vergleich zum vorherigen Halbjahr um etwa acht Prozent.

Welche Banknoten sind besonders betroffen?

Nach Angaben der Bundesbank betrifft der Großteil der Fälschungen Banknoten mittlerer und kleinerer Stückelungen, insbesondere 20-Euro- und 50-Euro-Scheine. Diese werden am häufigsten genutzt und sind für Fälscher attraktiv, da sie im Alltag leicht in Umlauf gebracht werden können. Auch 100-Euro-Scheine sind gelegentlich betroffen, während Fälschungen bei höheren Stückelungen wie 200- oder 500-Euro-Scheinen vergleichsweise selten sind.

Wie gefährlich ist Falschgeld für Verbraucher?

Trotz des leichten Anstiegs bleibt das Falschgeldniveau in Deutschland niedrig. Bundesbank-Vorstand Burkhard Balz betonte, dass die Wahrscheinlichkeit, in Deutschland eine gefälschte Banknote zu erhalten, sehr gering sei. Rein statistisch entfallen nur neun gefälschte Scheine auf 10.000 Einwohner. Zum Vergleich: In früheren Jahren lag diese Quote in einigen europäischen Ländern deutlich höher.

Warum taucht mehr Falschgeld auf?

Die Bundesbank sieht mehrere Ursachen für den leichten Anstieg. Zum einen nutzen Fälscher zunehmend moderne Druck- und Kopiertechnologien, die den optischen Eindruck echter Banknoten täuschend nachahmen. Allerdings bleibt die Qualität der Sicherheitsmerkmale – wie Hologramme, Wasserzeichen und Spezialdrucke – schwer zu imitieren, weshalb Fälschungen meist bei genauer Prüfung auffallen.
Darüber hinaus können auch organisierte Fälscherbanden eine Rolle spielen, die gefälschte Banknoten über verschiedene Kanäle in Umlauf bringen.

Tipps: So erkennen Sie Falschgeld

Die Bundesbank rät Verbrauchern, Banknoten regelmäßig auf ihre Echtheit zu überprüfen. Die empfohlene Methode lautet „Fühlen – Sehen – Kippen“:

  • Fühlen: Echte Scheine haben eine besondere Haptik, erhabene Druckelemente und fühlbare Strukturen.

  • Sehen: Sicherheitsmerkmale wie Wasserzeichen, Sicherheitsfaden und spezielle Farbübergänge sind gut sichtbar.

  • Kippen: Farbwechsel-Effekte und Hologramme reagieren beim Kippen des Scheins.

Bei Verdacht auf Falschgeld sollten Betroffene die Banknote nicht weitergeben, sondern umgehend bei einer Bank oder der Polizei abgeben. Der Besitz von Falschgeld ist nicht strafbar, das Inverkehrbringen jedoch schon.

Fazit: Kein Grund zur Panik

Auch wenn die Falschgeldzahlen leicht gestiegen sind, bleibt das Risiko für Verbraucher in Deutschland gering. Moderne Sicherheitsmerkmale und Kontrollen sorgen dafür, dass der Großteil gefälschter Banknoten schnell entdeckt wird. Dennoch gilt: Wachsamkeit schützt vor Verlusten.

Kommentar hinzufügen Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Previous Post

Aufhebung der Sicherungsmaßnahmen im Insolvenzverfahren der Medikraft 24 GmbH

Next Post

Tragödie bei Pfadfinder-Prüfung in Polen – 15-Jähriger ertrinkt