Milliarden futsch, Ermittlungen träge, und die Täter vermutlich längst auf einem Segelboot: Die Cum-Cum-Aktiengeschäfte haben dem deutschen Staat eine gigantische Steuerlücke beschert – und die Aufarbeitung zieht sich wie Kaugummi im Sommer.
Neuer Zwischenstand aus dem Finanzministerium:
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81 Fälle abgeschlossen → 226,7 Millionen Euro zurückgefordert.
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253 Verdachtsfälle offen → potenzieller Schaden: 7,3 Milliarden Euro.
Oder, anders gesagt: Der Staat hat 3 Prozent des Schadens eingefahren – und 97 Prozent verstecken sich noch hinter Paragrafen und PowerPoint-Präsentationen.
Was ist Cum-Cum?
Für alle, die’s schon wieder verdrängt haben: Cum-Cum-Geschäfte sind Steuertricks für Fortgeschrittene, bei denen sich Banken und Investoren gegenseitig Aktien über die Dividendenzahlung hinweg zuschieben – wie heiße Kartoffeln, nur mit Steuervergünstigungen. Der Trick: Die Kapitalertragssteuer fällt irgendwie plötzlich niemandem mehr auf. Blöd nur, dass es eigentlich illegal ist.
Schneller Rechnen mit Rentnern
Während normale Steuerzahler Post vom Finanzamt bekommen, wenn sie beim Arbeitsweg 300 Meter zu viel angeben, dauert es bei Cum-Cum noch Jahre, bis mal ein Fall abgeschlossen wird. Ein Wettlauf zwischen Aktenbergen und Gedächtnisverlust.
Fazit:
Cum-Cum bleibt der Steuerkrimi mit endloser Fortsetzung. Titel der Serie: „Wie man Milliarden verschwinden lässt – und dafür ein bisschen Formularstress bekommt.“ Der Staat gibt sich alle Mühe, aber im Vergleich zur Raffinesse der Finanztricks wirkt das wie ein Beamter im Bobbycar gegen ein Hochfrequenz-Trading-Algorithmus.