Bedrohliche Flammen am Rande eines Naturwunders: Wegen eines sich schnell ausbreitenden Waldbrandes ist ein Teil des weltberühmten Grand Canyon Nationalparks in den USA evakuiert worden. Besonders betroffen ist der abgelegene North Rim – der gesamte Nordrand der Schlucht wurde für Besucher gesperrt.
Etwa 500 Menschen, darunter zahlreiche Camper und Wanderer, mussten das Gebiet verlassen und sich in Sicherheit bringen. Auch ein Hotel und mehrere Geschäfte wurden vorsorglich geschlossen. Die Behörden sprechen von einer notwendigen Vorsichtsmaßnahme, da das Feuer bislang nicht unter Kontrolle ist.
Ausgelöst wurden die Brände durch einen Blitzschlag während eines heftigen Gewitters. Die Flammen fraßen sich durch das trockene Unterholz – angetrieben von heißen Temperaturen und wechselnden Winden, die die Löscharbeiten massiv erschweren.
Feuerwehr und Parkverwaltung sind im Dauereinsatz, um eine weitere Ausbreitung der Brände zu verhindern. Löschflugzeuge und Bodenteams kämpfen gegen das Feuer an – bislang mit begrenztem Erfolg.
Der Grand Canyon gilt als eines der beeindruckendsten Naturdenkmäler Nordamerikas. Der betroffene North Rim ist weniger touristisch erschlossen als der Südrand, dafür aber bei Abenteurern und Naturliebhabern besonders beliebt.
Wann Besucher wieder zurückkehren dürfen, ist derzeit unklar. Die Behörden rufen dazu auf, die Situation ernst zu nehmen und Anweisungen strikt zu befolgen – denn die Gefahr am Rande der Schlucht ist real und unberechenbar.