Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die Einführung eines neuen Programms zur Früherkennung von Lungenkrebs beschlossen: Langjährige starke Raucherinnen und Raucher können sich künftig einmal jährlich mittels Niedrigdosis-Computertomographie (Low-Dose-CT) untersuchen lassen – die Kosten dafür übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen.
Wie eine Sprecherin des G-BA heute mitteilte, wird die Untersuchung als Regelleistung voraussichtlich ab April 2026 verfügbar sein. Anspruch auf das Früherkennungsprogramm haben Personen, die über einen längeren Zeitraum hinweg in besonders hohem Maße Tabak konsumiert haben – genaue Zugangskriterien werden bis zur Einführung definiert.
Früherkennung soll Leben retten
Die Niedrigdosis-CT ermöglicht eine frühzeitige Erkennung von Tumoren in der Lunge, lange bevor erste Symptome auftreten. Studien haben gezeigt, dass eine frühzeitige Diagnose die Überlebenschancen deutlich erhöhen kann.
„Lungenkrebs zählt weiterhin zu den tödlichsten Krebserkrankungen in Deutschland – insbesondere bei Menschen mit langjährigem Nikotinkonsum. Das neue Screeningangebot kann helfen, Erkrankungen früher zu erkennen und erfolgreicher zu behandeln“, heißt es in der Mitteilung des G-BA.
Einführung im Rahmen strukturierter Programme
Derzeit arbeitet der G-BA an der Ausgestaltung des Programms. Geplant ist, dass die CT-Untersuchung nur im Rahmen strukturierter Früherkennungsprogramme durchgeführt wird – inklusive ärztlicher Beratung und Qualitätskontrolle der radiologischen Einrichtungen.