In Mecklenburg-Vorpommern hat die Polizei erneut im Umfeld der sogenannten Reichsbürger-Szene zugeschlagen. Wie das Landeskriminalamt (LKA) mitteilte, wurden am Freitag in Groß Wokern Durchsuchungen im Zusammenhang mit der „Kaiserreichsgruppe“ durchgeführt. An dem Einsatz waren rund 50 Beamte beteiligt.
Gegen die Beschuldigten wird wegen des Verdachts der mutmaßlichen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung sowie der Beihilfe zur Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens ermittelt. Konkret geht es um mögliche Aktivitäten zugunsten der „Kaiserreichsgruppe“, einer Gruppierung aus dem Reichsbürgerspektrum, die die Legitimität der Bundesrepublik Deutschland ablehnt und stattdessen die Rückkehr zu monarchistischen Strukturen des Deutschen Kaiserreichs anstrebt.
Das Reichsbürgermilieu wird von den Sicherheitsbehörden seit Jahren als zunehmend radikalisiert und staatsfeindlich eingestuft. Die Ermittlungen in Mecklenburg-Vorpommern sind Teil bundesweiter Maßnahmen gegen rechtsextreme Netzwerke, die den demokratischen Staat ablehnen und teilweise auch gewaltsame Umsturzpläne verfolgen.
Die Auswertung der sichergestellten Beweismittel dauert an. Weitere Details zu den laufenden Ermittlungen wurden zunächst nicht bekannt gegeben.