Aktuell warnt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) eindringlich vor gefälschten Schreiben, die angeblich von ihr stammen und über WhatsApp verbreitet werden. In den Nachrichten wird behauptet, es handele sich um Zahlungsaufforderungen im Zusammenhang mit einem sogenannten Initial Exchange Offering (IEO) auf der Plattform Anexo-Ex. Die Schreiben erwecken den Anschein, sie seien von der BaFin verfasst – tatsächlich handelt es sich jedoch um Fälschungen.
Die fragliche Handelsplattform ist unter der Adresse pc.anexocc.com erreichbar und bietet dort angeblich „professionellen Kryptowährungshandel“ an. Die Betreiber treten unter verschiedenen Namen auf, unter anderem als Anexo Capital Concepts, Anexo-Ex oder Anexocc-Ex. Nach Informationen der BaFin verfügen diese Anbieter über keine Erlaubnis, in Deutschland Bankgeschäfte, Finanzdienstleistungen oder Wertpapiergeschäfte anzubieten oder durchzuführen.
Besonders kritisch sieht die BaFin in diesem Zusammenhang das Verhalten der sogenannten ZukunftsFinanz Stiftung, vertreten durch einen angeblichen Dr. Max Becker. Seit dem 23. April 2025 warnt die Aufsicht vor dieser Gruppierung und ihren Aktivitäten. Vor allem über WhatsApp-Gruppen werden vermeintlich lukrative Investitionsmöglichkeiten empfohlen – darunter auch Angebote über die Anexo-App. Anlegerinnen und Anleger werden dabei mit falschen Versprechen und gefälschten Dokumenten in die Irre geführt.
Die BaFin stellt klar: Wer in Deutschland Finanzdienstleistungen oder Bankgeschäfte anbietet, benötigt dafür zwingend eine behördliche Erlaubnis nach dem Kreditwesengesetz (§ 37 Abs. 4 KWG). Zahlreiche Anbieter ignorieren diese Vorgabe und handeln illegal. Das gefährdet das Vermögen gutgläubiger Anlegerinnen und Anleger.
Wichtig zu wissen:
Die BaFin verschickt niemals unaufgefordert Zahlungsaufforderungen per WhatsApp – und sie nutzt auch keine Chatdienste, um mit Verbraucherinnen und Verbrauchern zu kommunizieren. Wer solche Nachrichten erhält, sollte keinesfalls zahlen oder persönliche Daten weitergeben. Am besten wird der Kontakt sofort beendet.
Aktuelle Informationen über betrügerische Plattformen, falsche Anlageversprechen und unseriöse Anbieter veröffentlicht die BaFin regelmäßig in ihrer Rubrik „Finanzbetrug erkennen“. Dort finden Betroffene auch Hinweise, wie sie sich schützen können – und wie sie unseriöse Anbieter melden.
Tipp für Verbraucher:
Seien Sie bei angeblichen BaFin-Schreiben skeptisch – prüfen Sie Absender, Sprache und Inhalt genau. Im Zweifel können Sie sich jederzeit direkt bei der BaFin oder bei einer Verbraucherzentrale beraten lassen.