In der italienischen Hauptstadt Rom sorgt ein grausamer Fund für Entsetzen: In der beliebten Grünanlage Villa Doria Pamphili, unweit des Vatikans, sind die Leichen eines Säuglings und einer Frau entdeckt worden. Die Polizei geht derzeit von einem Verbrechen aus.
Tote in Müllsack und unter Büschen versteckt
Der Körper des kleinen Mädchens, vermutlich erst wenige Monate alt, wurde am Sonntagnachmittag von zwei Frauen entdeckt, die im Park Volleyball spielten. Das Baby wies sichtbare Verletzungen auf. In der Folge durchsuchten Einsatzkräfte die Umgebung und stießen unter Oleanderbüschen auf der gegenüberliegenden Seite des Weges auf die Leiche einer Frau, die in einem schwarzen Müllsack versteckt worden war.
Die Frau war bekleidet, hatte aber keine Ausweispapiere bei sich. Aufgrund der bereits fortgeschrittenen Verwesung gestaltet sich die Identifizierung schwierig. Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich um Mutter und Tochter handelt. Genaueres sollen DNA-Tests und eine für Dienstag geplante Obduktion klären.
Hinweise auf Gewalttat – aber keine sichtbaren Waffenverletzungen
Laut ersten Untersuchungen wiesen die Leichen keine Stich- oder Schusswunden auf. Dennoch schließen die Ermittler ein Gewaltverbrechen nicht aus – vor allem die Verletzungen am Säugling sowie die Art der Ablage sprechen für ein kriminelles Motiv.
Die Polizei prüft nun Aufnahmen von Überwachungskameras im Park, der nachts offiziell geschlossen ist. Zudem werden Krankenhäuser in der Umgebung kontaktiert, um mögliche Hinweise auf die Identität der Frau oder Auffälligkeiten in den vergangenen Wochen zu erhalten.
Noch viele offene Fragen
Wer sind die Toten? Warum wurden sie offenbar bewusst versteckt? Und wer könnte für die Tat verantwortlich sein? Der Fall gibt den Behörden derzeit noch viele Rätsel auf. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Eine Sonderkommission soll nun alle Spuren zusammentragen und auswerten.
Die Villa Doria Pamphili ist eine der größten und beliebtesten Parkanlagen Roms – der Fundort liegt nur wenige Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Die Tat erschüttert Anwohner wie Besucher gleichermaßen. Die Polizei bittet mögliche Zeugen, sich umgehend zu melden.