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Unwetter-Warnung: Heftige Gewitter, Hagel und Starkregen fegen über Deutschland

Wolfgang-1958 (CC0), Pixabay

Ein Donnergrollen jagt das nächste – der Frühsommer zeigt sich von seiner bedrohlichen Seite! Erste heftige Unwetter sind am Samstag über den Westen Deutschlands hereingebrochen. Besonders betroffen: Nordrhein-Westfalen, wo binnen weniger Minuten sintflutartige Regenfälle, massive Hagelschauer und gefährliche Sturmböen für Chaos sorgten.

In Euskirchen etwa rauschte der Regen wie aus Kübeln vom Himmel. Die Meteorologen sprachen von einem klassischen Starkregen-Ereignis – Straßen standen unter Wasser, Keller liefen voll, Autos mussten aus überfluteten Unterführungen gezogen werden. In der Region rund um Bonn und den Rhein-Sieg-Kreis prasselten Hagelkörner von mehreren Zentimetern Durchmesser auf Dächer und Autos nieder.

Bereits am Freitag hatten Wetterdienste wie weather.com vor der angespannten Lage gewarnt. Meteorologe Jan Schenk erklärte: „Diese Wetterlage hat das Potenzial für Superzellen – selbst Tornados sind denkbar.“ Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) gab eine amtliche Unwetterwarnung heraus: In der Zeit zwischen 13 und 22 Uhr sei lokal mit schweren Gewittern, Starkregen, Hagel und Sturmböen bis zu 100 km/h zu rechnen.

Betroffen sind nicht nur NRW, sondern auch weite Teile von Rheinland-Pfalz. Dort drohen Blitzeinschläge, umstürzende Bäume und Schäden durch herabstürzende Gerüstteile oder Stromleitungen. Das Hauptproblem: Die feuchtwarme Luft sorgt bei Temperaturen bis zu 30 Grad für eine extreme Schwüle – ideale Bedingungen für explosive Gewitterentwicklungen.

Am Nachmittag zogen die Unwetterzellen weiter ostwärts: Zwischen Saarland, Frankfurt, Nürnberg und Leipzig warnte der Wetterdienst vor erhöhter Tornado-Gefahr, begleitet von Sturmböen und Hagelkörnern von bis zu drei Zentimetern Durchmesser. Stellenweise sind laut DWD bis zu 40 Liter Regen pro Quadratmeter in kurzer Zeit möglich – mit akuter Überflutungsgefahr.

Besonders Ostdeutschland muss sich in den Abendstunden und am Sonntag auf intensive Gewitterlinien einstellen. Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Teile von Brandenburg werden bei weiterhin sommerlichen Temperaturen bis zu 28 Grad von Starkregen, Hagel und Windböen heimgesucht.

Aussicht: Im Westen kühlt es am Sonntag bereits ab, bei maximal 24 Grad bleibt es gewittrig und bewölkt. Der Osten hingegen erlebt den nächsten Donnerschlag. Erst ab Montag stellt sich landesweit kühleres und nasseres Wetter ein – eine vorübergehende Beruhigung, bevor möglicherweise die nächste Gewitterwelle anrollt.

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