In einer überraschenden Enthüllung behauptet eine neue Biografie des Queen-Frontmanns Freddie Mercury, dass der legendäre Musiker eine leibliche Tochter hatte – ein bislang streng gehütetes Geheimnis. Die Biografie „Love, Freddie“ der renommierten Rock-Autorin Lesley-Ann Jones stützt sich auf persönliche Aufzeichnungen und Aussagen einer heute 48-jährigen Ärztin, die nur unter dem Kürzel „B“ bekannt gemacht wurde.
Die Frau soll aus einer Affäre Mercurys mit der Ehefrau eines engen Freundes im Jahr 1976 hervorgegangen sein. Obwohl Mercury öffentlich nie von einem Kind sprach, soll er ein inniges Verhältnis zu seiner Tochter gepflegt haben – auch wenn ihre Existenz laut Buch nur seinem engsten Umfeld bekannt war.
In einem handschriftlichen Brief, der in der Biografie zitiert wird, schreibt B: „Freddie Mercury war und ist mein Vater.“ Ihre Entscheidung, die Wahrheit nun öffentlich zu machen, sei ein persönlicher Schritt: „Ich tue dies aus eigenem Antrieb. Ich möchte, dass Freddie selbst sprechen kann – durch das, was er mir hinterlassen hat.“
Tatsächlich sind es vor allem 17 private Tagebuchbände, die B von ihrem Vater erhalten haben will – handgeschriebene Erinnerungen, die mit dem Datum vom 20. Juni 1976 beginnen, dem Tag, an dem Mercury angeblich von der Schwangerschaft erfuhr. Die Tagebücher schildern Mercurys Kindheit auf Sansibar, seine Jugend in Indien, seinen Aufstieg zum Weltstar – und auch sein Ringen mit seiner eigenen Identität und Krankheit.
Der letzte Eintrag stammt vom 31. Juli 1991 – wenige Monate vor seinem Tod am 24. November desselben Jahres an einer durch Aids verursachten Lungenentzündung.
Autorin Lesley-Ann Jones zeigte sich anfangs skeptisch über die Echtheit der Geschichte, doch nach monatelangen Gesprächen und Einsicht in die Tagebücher sei sie überzeugt: „Ich habe keinen Zweifel mehr daran, dass B die Wahrheit sagt.“
Die Enthüllung wirft ein neues, persönliches Licht auf den vielschichtigen Künstler, der Zeit seines Lebens zwischen exzentrischem Bühnenleben und sorgfältig gehüteter Privatsphäre oszillierte. Ob die Queen-Familie oder andere Weggefährten sich zu der Behauptung äußern werden, bleibt abzuwarten. Doch für viele Fans dürfte die Vorstellung von Freddie Mercury als Vater eine ebenso überraschende wie berührende Facette seiner Biografie darstellen.