Veggie-Burger, Tofuwurst oder Seitanmortadella – pflanzliche Alternativen zum klassischen Fleischprodukt erfreuen sich in Deutschland wachsender Beliebtheit. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, ist die Produktion von Fleischersatzprodukten im Jahr 2024 weiter gestiegen.
Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 126.500 Tonnen solcher Produkte hergestellt – das entspricht einem Anstieg von 4 Prozent gegenüber 2023, als noch 121.600 Tonnen produziert wurden.
Pro-Kopf-Produktion bei rund 1,5 Kilogramm
Umgerechnet auf die Bevölkerung ergibt das eine durchschnittliche Pro-Kopf-Produktion von rund 1,5 Kilogramm Fleischersatz im Jahr 2024. Diese Zahl zeigt: Fleischalternativen sind längst kein Nischenprodukt mehr, sondern etablieren sich zunehmend im Lebensmittelmarkt – auch dank wachsender Nachfrage in Supermärkten, Restaurants und Kantinen.
Fleisch weiterhin deutlich dominierend
Trotz des Wachstums: Die Herstellung von konventionellem Fleisch übersteigt die von pflanzlichen Alternativen nach wie vor um ein Vielfaches. So wurden allein im Jahr 2023 in Deutschland rund 7,1 Millionen Tonnen Fleisch produziert – ein Vielfaches der Menge von Fleischersatzprodukten.
Trend zeigt nachhaltiges Wachstum
Die Zahlen spiegeln einen langfristigen Ernährungstrend wider. Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher greifen bewusst zu pflanzenbasierten Produkten, sei es aus ethischen, gesundheitlichen oder ökologischen Gründen. Auch die Industrie reagiert: Neue Produkte mit verbesserter Textur und Geschmack kommen regelmäßig auf den Markt, teils auf Basis von Erbsenprotein, Lupinen, Pilzmyzel oder fermentierten Sojabohnen.
Fazit:
Die Produktion von Fleischersatzprodukten in Deutschland wächst kontinuierlich, liegt aber noch weit hinter der konventionellen Fleischproduktion. Mit rund 1,5 Kilogramm pflanzlichem Fleischersatz pro Kopf wurde 2024 ein neuer Höchststand erreicht. Der Trend zur bewussteren Ernährung dürfte in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen – begleitet von Innovationen in der Lebensmitteltechnologie und wachsendem Umweltbewusstsein.