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Stiftung Warentest prüft Mücken- und Zeckensprays: Nur drei Produkte schneiden gut ab

Emphyrio (CC0), Pixabay

Wenn es draußen wärmer wird, kommen auch Mücken und Zecken wieder ins Spiel – und mit ihnen die Suche nach zuverlässigem Schutz. Die Stiftung Warentest hat deshalb zehn Kombinationssprays getestet, die sowohl gegen Mücken als auch gegen Zecken wirken sollen. Das Ergebnis: Drei Produkte erhielten die Gesamtnote „gut“, sieben weitere schnitten immerhin befriedigend ab. Durchgefallen ist keines – doch wer sich auf langen Spaziergängen oder bei Ausflügen in die Natur rundum geschützt fühlen will, sollte genau hinschauen.

Testsieger schützt am längsten

Als Testsieger ging Anti Brumm forte hervor. Dieses Spray überzeugte die Tester mit einer Schutzdauer von rund 7,5 Stunden gegen Mückenstiche. Auch bei Zecken zeigte das Mittel eine solide Abwehrleistung. Ein weiterer Pluspunkt: Das Spray lässt sich gut auftragen und wurde auch hinsichtlich seiner Hautverträglichkeit positiv bewertet.

Andere getestete Produkte boten dagegen nur eine deutlich kürzere Schutzwirkung. Bei einigen ließ die Abwehrwirkung bereits nach wenigen Stunden nach – was besonders bei längeren Aufenthalten im Freien problematisch sein kann. Die Empfehlung der Tester: Wer länger unterwegs ist, sollte entweder regelmäßig nachsprühen oder auf Produkte mit nachgewiesener Langzeitwirkung zurückgreifen.

Zeckenschutz oft schwächer ausgeprägt

Ein weiterer Kritikpunkt: Während viele Sprays gut gegen Mücken helfen, ist die Wirkung gegen Zecken häufig schwächer. Gerade in Regionen mit hohem Zeckenrisiko – etwa in Waldgebieten oder auf Wiesen – kann das zum Problem werden. Stiftung Warentest rät in solchen Fällen zu Mitteln mit dem Wirkstoff Icaridin oder DEET, der sich in Tests als besonders effektiv erwiesen hat.

Auch Stichheiler unter der Lupe

Neben den Sprays wurden 14 sogenannte Insektenstichheiler getestet. Diese Geräte sollen durch kurze, punktuelle Hitze die Beschwerden nach einem Stich lindern – also Juckreiz, Rötung oder Schwellung. Neun der getesteten Geräte stuft die Stiftung Warentest als „eingeschränkt empfehlenswert“ ein. Die Gründe: Viele Modelle lindern zwar die Symptome, sind aber bei bereits entzündeten oder stark aufgekratzten Stichen kaum hilfreich. Zudem ist die Anwendung bei kleinen Kindern wegen der Hitzeentwicklung oft nicht ratsam.

Fazit: Schutz ist möglich – aber nicht jedes Produkt ist gleich gut

Die Stiftung Warentest kommt zu einem klaren Ergebnis: Ein wirksamer Schutz gegen Mücken und Zecken ist möglich, aber Verbraucherinnen und Verbraucher müssen gut vergleichen. Nicht jedes Kombiprodukt hält, was es verspricht. Vor allem bei längeren Aufenthalten im Grünen oder beim Wandern sollte man gezielt auf nachgewiesen wirksame Inhaltsstoffe achten.

Und: Wer nach einem Stich auf Linderung hofft, sollte bei elektrischen Stichheilern ebenfalls genauer hinschauen – nicht jeder funktioniert gleich gut, und einige Produkte sind eher Spielerei als sinnvolle Hilfe.

Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich vor dem Sommerurlaub oder dem nächsten Ausflug gut informieren – und gegebenenfalls lieber etwas mehr investieren, um zuverlässig geschützt zu sein.

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