Oh nein, die Wirtschaft steht kurz vor dem Kollaps – für ganze 24 Stunden! Am 28. Februar wollen verärgerte Verbraucher ihrem tiefen Frust über „unternehmerische Gier“ und das Zurückfahren von Diversitätsprogrammen Ausdruck verleihen, indem sie genau das tun, was große Konzerne am meisten fürchten: nichts kaufen.
Statt das Geld brav in die Kassen der Konzerne zu spülen, sollen Verbraucher entweder gar nichts ausgeben oder – falls der Verzicht auf den täglichen Koffeinrausch doch zu schmerzhaft ist – ihr Geld in kleine, lokale Unternehmen investieren. Ein bahnbrechender Plan, der sicherlich CEOs weltweit dazu bringt, panisch ihre Boni neu zu kalkulieren.
Boykott-Marathon: Wer als Nächstes zittert
Doch damit nicht genug! Nach dem großen 24-Stunden-Finanzfasten geht es erst richtig los. Amazon darf sich im März auf eine Woche ohne Massenbestellungen von Zahnpasta und Bluetooth-Kopfhörern freuen, Nestlé wird im selben Monat symbolisch für seine Geschäftspraktiken bestraft (als ob das Unternehmen nicht schon jahrelang für seine Ethik gefeiert wird – nicht), und Walmart bekommt seine eigene Boykott-Woche im April.
Die Erfolgsformel? Unternehmen durch konsequentes Nichtstun zum Umdenken zwingen. Klingt nach einem Plan mit messerscharfer Präzision.
Bringt das überhaupt was?
Nun, Experten sind sich uneinig. Manche sagen, Boykotts können Unternehmen unter Druck setzen, andere meinen, dass ein Tag ohne Konsum für multinationale Konzerne ungefähr so bedrohlich ist wie eine Diät für einen Elefanten. Doch immerhin fühlen sich die Verbraucher gut dabei – und das ist ja auch eine Art von Gewinn, oder?
Währenddessen haben sich Gruppen wie der National Action Network und diverse Aktivisten auf das Gegenteil verlegt: Sie rufen zu „Buy-cotts“ auf, bei denen gezielt Unternehmen unterstützt werden, die sich nicht von Diversitätsprogrammen verabschieden. Also doch wieder Geld ausgeben, aber mit einem besseren Gewissen.
Ob sich CEOs nach dem Blackout-Tag zitternd in ihre Ledersessel klammern oder ob die Quartalszahlen unbeeindruckt bleiben – das große Experiment läuft. Bleiben Sie also dran, wenn es wieder heißt: „Shoppen oder Nicht-Shoppen – das ist hier die Frage!“