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Top Dividend legt zu, bleibt aber wegen hoher Kosten und negativer laufender Erträge ein anspruchsvoller Fonds für Anleger

Die Monega Kapitalanlagegesellschaft mbH mit Sitz in Köln berichtet als verwaltende Gesellschaft des Fonds Top Dividend (R); Top Dividend (T) über ein Geschäftsjahr, das trotz ordentlicher Wertentwicklung für Anleger nicht frei von Reibungsverlusten war. Unterstützt wurde das Sondervermögen bis November 2025 von der NFS Netfonds Financial Service GmbH, Hamburg; seit Dezember 2025 berät die Arve Asset Management AG, Lutzenberg.

Unterm Strich legten beide Anteilklassen um 14,59 Prozent zu, zugleich belasteten aber ein negativer ordentlicher Nettoertrag und eine Gesamtkostenquote von 2,64 Prozent bzw. 2,65 Prozent die Rechnung. Für Anleger bedeutet das: Die Wertsteigerung kam vor allem über Kursgewinne zustande, nicht über laufende Erträge.

Vermögen und Wertentwicklung

Zum 30. Juni 2026 belief sich das Fondsvermögen auf 16,76 Millionen Euro. Davon entfielen 7,44 Millionen Euro auf die Anteilklasse R mit einem Anteilwert von 74,61 Euro und 9,31 Millionen Euro auf die Anteilklasse T mit einem Anteilwert von 84,13 Euro. Gegenüber dem Vorjahr blieb die R-Klasse damit nahezu unverändert beim Vermögen, während die T-Klasse spürbar wuchs. Der Anteilwert stieg in beiden Fällen deutlich: bei R von 65,11 Euro auf 74,61 Euro, bei T von 73,42 Euro auf 84,13 Euro.

Die Entwicklung des Fonds war im Geschäftsjahr nicht von einer Benchmark abhängig, weil der Fonds an keine Vergleichsgröße gebunden ist. Aus Anlegersicht ist das wichtig: Der Fonds misst sich nicht an einem festen Index, sondern an seiner eigenen Strategie. Diese setzte weiterhin stark auf dividendenorientierte Zielfonds und Aktienfonds. Die laufende Schwankung blieb dabei moderat: Die durchschnittliche Volatilität lag bei 5,74 Prozent in der R-Klasse und 5,75 Prozent in der T-Klasse.

Die Mittelbewegungen fielen unterschiedlich aus. In der R-Klasse überwogen Rückgaben deutlich; netto flossen 1,01 Millionen Euro ab. In der T-Klasse gab es ebenfalls Nettoabflüsse, aber in geringerem Umfang von 0,34 Millionen Euro. Für Anleger ist das ein Hinweis darauf, dass der Fonds im Berichtsjahr zwar nicht unter massiven Abgaben litt, aber die Rücknahmen gerade in der R-Klasse sichtbar waren.

Erträge, Kosten und Ergebnis

Das Ergebnis des Fonds wurde vor allem durch die Entwicklung der Zielfonds getragen. In der R-Klasse kamen 95.973,03 Euro an Erträgen zusammen, darunter 96.061,97 Euro aus Investmentanteilen und 3.269,10 Euro aus Liquiditätsanlagen, abzüglich Quellensteuer. Dem standen Aufwendungen von 238.240,11 Euro gegenüber, davon allein 220.294,56 Euro Verwaltungsvergütung. Daraus ergab sich ein ordentlicher Nettoertrag von minus 142.267,08 Euro. Die T-Klasse zeigte dasselbe Bild mit 120.035,01 Euro Erträgen, 293.871,02 Euro Aufwendungen und einem ordentlichen Nettoertrag von minus 173.836,01 Euro.

Diese Negativsalden bedeuten: Der Fonds hat aus seinen laufenden Einnahmen die Kosten nicht verdient. Erst die nicht realisierten Kursgewinne machten das Geschäftsjahr positiv. In der R-Klasse entfielen 1,11 Millionen Euro auf nicht realisierte Gewinne; in der T-Klasse waren es 1,33 Millionen Euro. Hinzu kamen realisierte Veräußerungsgewinne von 30.374,06 Euro beziehungsweise 37.991,80 Euro, die laut Bericht im Wesentlichen aus Verkäufen von Investmentanteilen stammten. Daraus ergab sich ein Gesamtergebnis des Geschäftsjahres von 1,01 Millionen Euro für R und 1,21 Millionen Euro für T.

Die Kostenquote ist für Anleger ein zentraler Punkt: 2,64 Prozent bei R und 2,65 Prozent bei T sind im Vergleich zu vielen breit gestreuten Fonds eher hoch. Hinzu kommt eine erfolgsabhängige Vergütung von 1,40 Prozent des durchschnittlichen Nettoinventarwertes. Auffällig ist außerdem die Struktur der Vergütung: In der R-Klasse entfielen von der Verwaltungsvergütung der KVG 118.334,29 Euro auf die KVG und 101.960,27 Euro auf die performanceabhängige Vergütung des Asset Managers; in der T-Klasse waren es 147.919,37 Euro beziehungsweise 122.856,61 Euro. Für Anleger heißt das: Ein erheblicher Teil der Fondserträge fließt in die laufende Vergütung, bevor der Anleger selbst von der Wertentwicklung profitiert.

Portfolio und größte Positionen

Das Portfolio bestand zum Stichtag fast vollständig aus Investmentanteilen; der Fonds hielt keine Aktien, Anleihen oder Derivate direkt. Die Zielfondsallokation war in drei Blöcke gegliedert: Aktienfonds 46,71 Prozent, Indexfonds 39,15 Prozent und Gemischte Fonds 15,35 Prozent. Die Liquidität war gering: Bankguthaben machten nur 0,28 Prozent aus. Gleichzeitig lag die in der Vermögensübersicht ausgewiesene Summe der Vermögensgegenstände mit 101,50 Prozent über dem Fondsvermögen, was durch Verbindlichkeiten und Bewertungspositionen erklärt wird.

Die fünf größten Einzelpositionen waren VANECK MSTR.DM DIV.UC.ETF mit 9,72 Prozent, AVH E.M.F.UI ANTKL AZEMOS mit 8,84 Prozent, M+G(L)I1-GL.DIV CEOA mit 8,71 Prozent, JPM INV-GBL DIVID.C A.EO mit 8,58 Prozent und DJE-DIV.+SUBS.INH.XP(EO) mit 8,08 Prozent. Aus Anlegersicht ist das ein relativ konzentriertes Dividenden- und Fondsportfolio: Der Erfolg hängt merklich von wenigen großen Zielfonds ab. Regionale Schwerpunkte werden zwar nicht vorgegeben, faktisch ist das Portfolio aber international und in Fremdwährungen investiert; rund 19,87 Prozent des Wertpapierbestands entfielen auf US-Dollar-Positionen.

Risiken und Auffälligkeiten

Der Bericht nennt als wesentliche Risiken die anhaltenden geopolitischen Spannungen, insbesondere den Russland-Ukraine-Krieg, Handelskonflikte und die im Bericht erwähnte militärische Auseinandersetzung im Iran seit dem 28. Februar 2026. Daraus können höhere Energiepreise, Lieferkettenstörungen und erhöhte Schwankungen resultieren. Für Anleger heißt das: Der Fonds ist zwar defensiv über Dividendenfonds strukturiert, aber nicht frei von Markt-, Währungs- und Zielfondsrisiken.

Aus Anlegersicht auffällig ist zudem die Abhängigkeit von Zielfonds: Die Gesellschaft kann deren Zusammensetzung nur eingeschränkt kontrollieren, Rücknahmen können sich verzögern oder im Extremfall ausgesetzt werden. Hinzu kommt ein Währungsrisiko, weil ein Teil der Anlagen nicht in Euro denominiert ist. Positiv ist, dass im Berichtsjahr keine Derivatepositionen bestanden und das Exposure aus Derivaten mit 0,00 Euro ausgewiesen wurde.

Eine strukturelle Änderung mit Blick auf die Liquidität ist die zum 16. April 2026 in Kraft getretene Einführung von Gating und partiellem Swing Pricing. Das schützt verbliebene Anleger bei starken Mittelabflüssen, zeigt aber auch, dass die Fondsbedingungen stärker auf mögliche Liquiditätsstress-Szenarien ausgerichtet wurden. Ebenfalls relevant: Der Fonds darf die jährliche Vergütung insgesamt bis zu 2,857 Prozent des durchschnittlichen Nettoinventarwertes erreichen.

Fazit für Anleger

Der Jahresbericht zeigt einen Fonds mit solider, aber nicht herausragender Wertentwicklung, der im Geschäftsjahr von Kursgewinnen seiner Zielfonds profitierte, während die laufenden Erträge die Kosten nicht deckten. Die Ausschüttungspolitik bleibt bei beiden Anteilklassen auf Thesaurierung gestellt; eine Wiederanlage erfolgte nicht separat, weil das realisierte Ergebnis in beiden Klassen durch Zuführung aus dem Sondervermögen ausgeglichen wurde. Der unabhängige Abschlussprüfer bescheinigt, dass der Jahresbericht in allen wesentlichen Belangen den Vorschriften des KAGB entspricht und ein zutreffendes Bild der Lage vermittelt.

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