Neue Wirtschaftsdaten aus den Vereinigten Staaten haben am 15. Oktober die Sorgen über eine anhaltend hohe Inflation verstärkt.
Nach Angaben des amerikanischen Arbeitsministeriums stiegen die Erzeugerpreise im September gegenüber dem Vormonat um 1,3 Prozent.
Das war der stärkste monatliche Anstieg seit März 2022.
Gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat lagen die Erzeugerpreise um 6,3 Prozent höher.
Besonders deutlich verteuerten sich Energieprodukte.
Auch Transportleistungen und andere Dienstleistungen trugen zum Preisanstieg bei.
Die Entwicklung ist deshalb bedeutsam, weil höhere Kosten auf Unternehmensebene später zu steigenden Verbraucherpreisen führen können.
Für die amerikanische Notenbank wird die geldpolitische Situation dadurch schwieriger.
Bleibt die Inflation hoch, könnte eine weitere Erhöhung der Leitzinsen notwendig werden.
Höhere amerikanische Zinsen können sich auch auf internationale Finanzmärkte auswirken.
Für deutsche Unternehmen könnten sich dadurch Finanzierungskosten, Wechselkurse und Exportbedingungen verändern.
Für Anleger besteht insbesondere bei hoch bewerteten Aktien ein erhöhtes Risiko, wenn steigende Zinsen die Erwartungen an zukünftige Unternehmensgewinne belasten.
Eine weitere Zinserhöhung ist allerdings noch nicht beschlossen. Die Notenbank muss neben der Inflation auch die wirtschaftliche Entwicklung und die Beschäftigung berücksichtigen.