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Amerikanischer Einzelhandel wächst – höhere Benzinpreise treiben Umsätze

Alexas_Fotos (CC0), Pixabay

Der amerikanische Einzelhandel hat im September überraschend hohe Umsätze erzielt.

Nach den am 15. Oktober veröffentlichten Daten stiegen die Einzelhandelsumsätze gegenüber August um 0,8 Prozent.

Wirtschaftsexperten hatten lediglich mit einem Anstieg von etwa 0,3 Prozent gerechnet.

Auf den ersten Blick deutet diese Entwicklung auf eine weiterhin starke Konsumnachfrage hin.

Bei genauerer Betrachtung ergibt sich jedoch ein differenzierteres Bild.

Ein wesentlicher Teil des Umsatzanstiegs ist auf höhere Benzinpreise zurückzuführen.

Die Kraftstoffpreise stiegen im September deutlich. Verbraucher mussten deshalb mehr Geld für dieselben oder vergleichbare Mengen ausgeben.

Die um bestimmte schwankungsanfällige Bereiche bereinigten Einzelhandelsumsätze erhöhten sich lediglich um 0,1 Prozent.

Diese Entwicklung zeigt, dass steigende Umsätze nicht zwangsläufig mit einer entsprechend höheren verkauften Warenmenge verbunden sind.

Besonders Haushalte mit niedrigeren Einkommen geraten durch höhere Energie- und Lebenshaltungskosten unter Druck.

Für Unternehmen ist diese Entwicklung wichtig, weil eine schwächere tatsächliche Nachfrage langfristig das Umsatzwachstum begrenzen kann.

Für die deutsche Exportwirtschaft bleibt die Kaufkraft amerikanischer Verbraucher ebenfalls relevant.

Entscheidend ist deshalb nicht allein die Höhe der Einzelhandelsumsätze, sondern auch, welcher Anteil des Wachstums tatsächlich auf zusätzliche Käufe zurückzuführen ist.

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