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Vermisste Mutter aus Euskirchen tot im Wald gefunden – Ehemann unter Tötungsverdacht festgenommen

RayMediaGroup (CC0), Pixabay

Die Suche nach der seit fast einer Woche vermissten Stephanie H. aus Euskirchen hat ein tragisches Ende genommen. Die Polizei hat am Donnerstag in einem Waldstück bei Zülpich im Kreis Euskirchen eine tote Frau gefunden. Nach Angaben der Polizei bestehen keine berechtigten Zweifel daran, dass es sich um die vermisste 46-Jährige handelt.

Gegen den 51 Jahre alten Ehemann der Frau wird wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts ermittelt. Er wurde festgenommen.

Die genauen Umstände des Todes sind bislang nicht geklärt. Der Leichnam soll rechtsmedizinisch untersucht werden. Erst die weiteren Ermittlungen müssen zeigen, was tatsächlich geschehen ist und welche Rolle der festgenommene Ehemann dabei möglicherweise gespielt hat.

Zweifache Mutter erschien nicht bei der Arbeit

Stephanie H. wurde seit dem vergangenen Freitag vermisst. Die zweifache Mutter hatte gegen 10 Uhr ihre Wohnung in Euskirchen verlassen.

Vier Stunden später wurde sie an ihrer Arbeitsstelle erwartet. Dort erschien sie jedoch nicht.

Das Ausbleiben sorgte offenbar schnell für Besorgnis. Nach Angaben der Polizei galt die 46-Jährige als sehr zuverlässig. Auch bei Familienangehörigen und Freunden meldete sie sich nicht mehr. Ihr Mobiltelefon war ausgeschaltet.

Schließlich meldete ihre erwachsene Tochter die Mutter als vermisst.

Polizei durchsuchte Wohnung und Recyclinghof

Im Laufe der Ermittlungen intensivierte die Polizei ihre Suche.

Am Mittwoch und Donnerstag wurde unter anderem das Mehrfamilienhaus durchsucht, in dem Stephanie H. gemeinsam mit ihren Kindern in der Euskirchener Innenstadt lebte. Dort sicherten Ermittler Spuren.

Auch ein Wertstoffhof in Weilerswist rückte in den Fokus. Das Gelände wurde mit Unterstützung des Technischen Hilfswerks durchsucht. Zudem kamen Spürhunde zum Einsatz.

Welche konkreten Erkenntnisse die Ermittler zu diesen Suchmaßnahmen veranlassten und welche Spuren dabei gefunden wurden, wurde bislang nicht öffentlich mitgeteilt.

Neue Erkenntnisse führten in ein Waldstück

Am Donnerstag ergaben sich nach Angaben der Polizei neue Hinweise. Daraufhin konzentrierten sich die Ermittlungen auf ein Waldgebiet bei Zülpich.

Dort machten die Einsatzkräfte schließlich die traurige Entdeckung und fanden einen weiblichen Leichnam.

Die Polizei geht davon aus, dass es sich um Stephanie H. handelt. Eine rechtsmedizinische Untersuchung soll nun unter anderem Aufschluss über die Todesursache und den möglichen Todeszeitpunkt geben.

Verdacht eines Tötungsdelikts

Parallel zur Entdeckung der Leiche wurde bekannt, dass der 51-jährige Ehemann der Frau festgenommen wurde. Gegen ihn besteht der Verdacht eines Tötungsdelikts.

Ob es sich tatsächlich um einen sogenannten Femizid handelt, ist derzeit nicht festgestellt. Der Begriff bezeichnet im Allgemeinen die Tötung einer Frau aufgrund ihres Geschlechts beziehungsweise in bestimmten Definitionen geschlechtsbezogene Tötungen von Frauen, etwa im Zusammenhang mit Partnerschaftsgewalt. Allein die Tatsache, dass ein Ehemann einer getöteten Frau verdächtigt wird, reicht für eine solche Einordnung noch nicht aus.

Die Ermittlungsbehörden müssen nun insbesondere klären, wie Stephanie H. ums Leben kam, wann sie starb und wie ihr Körper in das Waldstück gelangte.

Für den festgenommenen Ehemann gilt die Unschuldsvermutung. Ein Tatverdacht und eine Festnahme sind noch kein Nachweis einer strafrechtlichen Schuld.

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