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Grippe-Impfung: Warum jetzt der richtige Zeitpunkt für den Schutz im Winter ist

HandiHow (CC0), Pixabay

Mit dem Herbst beginnt wieder die Zeit von Erkältungen und Atemwegsinfektionen. Gleichzeitig rückt die nächste Grippewelle näher. Wer zu einer Risikogruppe gehört und sich gegen die echte Grippe – medizinisch Influenza genannt – impfen lassen möchte, für den beginnt jetzt ein günstiger Zeitraum.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die jährliche Grippe-Impfung im Herbst beziehungsweise Winter, möglichst zwischen Oktober und Mitte Dezember. Der Grund: Nach der Impfung benötigt der Körper ungefähr 10 bis 14 Tage, um einen vollständigen Impfschutz aufzubauen.

Für wen wird die Grippe-Impfung empfohlen?

Besonders wichtig ist die Impfung für Menschen, bei denen eine Influenza schwer verlaufen kann.

Die STIKO empfiehlt sie unter anderem für alle Menschen ab 60 Jahren, für Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel sowie für Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen. Dazu gehören beispielsweise chronische Erkrankungen der Atemwege, Herz- und Kreislauferkrankungen, Diabetes, chronische Leber- oder Nierenerkrankungen sowie bestimmte neurologische Erkrankungen oder eine geschwächte Immunabwehr.

Auch für Menschen, die beruflich ein erhöhtes Ansteckungsrisiko haben oder besonders gefährdete Personen anstecken könnten, kann die Impfung empfohlen sein.

Warum gerade im Oktober?

Der Zeitpunkt Anfang Oktober ist günstig, weil die große Grippewelle in Deutschland normalerweise noch bevorsteht.

In den vergangenen Jahren erreichte die Influenzawelle häufig erst nach dem Jahreswechsel ihren Höhepunkt. Da der Körper nach der Impfung einige Zeit zum Aufbau des Schutzes benötigt, sollte man nicht unbedingt warten, bis die Zahl der Erkrankungen stark steigt.

Wer den empfohlenen Zeitraum verpasst, muss allerdings nicht automatisch bis zum nächsten Jahr warten. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts kann eine Grippe-Impfung auch später noch sinnvoll sein, selbst wenn die Grippewelle bereits begonnen hat.

Grippe ist nicht dasselbe wie eine Erkältung

Eine echte Influenza sollte nicht mit einem gewöhnlichen grippalen Infekt verwechselt werden.

Während eine Erkältung häufig langsam beginnt, kann eine Influenza plötzlich auftreten und unter anderem mit hohem Fieber, starkem Krankheitsgefühl sowie Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen verbunden sein.

Besonders für ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen kann eine Influenza schwerwiegende Folgen haben.

Die Impfung kann eine Erkrankung nicht in jedem Fall verhindern. Wie gut sie wirkt, kann von Saison zu Saison unterschiedlich sein und hängt unter anderem davon ab, wie gut die im Impfstoff enthaltenen Virusvarianten zu den tatsächlich zirkulierenden Influenzaviren passen.

Menschen ab 60 Jahren erhalten besondere Impfstoffe

Für Menschen ab 60 Jahren empfiehlt die STIKO spezielle Influenza-Impfstoffe. Zum Einsatz kommen ein Hochdosis-Impfstoff oder ein sogenannter MF-59-adjuvantierter Impfstoff. Diese sollen bei älteren Menschen eine stärkere Immunantwort hervorrufen.

Welcher Impfstoff im Einzelfall geeignet ist, kann mit dem Hausarzt oder der Hausärztin besprochen werden.

Muss man sich jedes Jahr neu impfen lassen?

Ja. Die Grippeviren verändern sich laufend. Deshalb wird die Zusammensetzung der Impfstoffe regelmäßig an die erwarteten Virusvarianten angepasst.

Eine Impfung aus dem vergangenen Winter ersetzt daher grundsätzlich nicht die Impfung für die neue Grippesaison.

Wer zu einer Risikogruppe gehört, sollte deshalb jetzt seinen Impfstatus überprüfen. Anfang Oktober beginnt genau der Zeitraum, den die STIKO für die saisonale Grippe-Impfung vorsieht.

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