Die beiden Blindgänger waren am Mittwoch bei Bauarbeiten der Deutschen Bahn an einer Brücke entdeckt worden. Für die Entschärfung richtete der Saalekreis einen Sperrkreis mit einem Radius von 500 Metern ein.
Vier Wohnhäuser und Teile eines Gewerbegebiets geräumt
Vor Beginn des Einsatzes mussten am Donnerstagmorgen vier Wohnhäuser und Teile eines Gewerbegebiets geräumt werden. Für Menschen, die ihre Wohnungen verlassen mussten, richtete die Stadt im Rathaus von Braunsbedra eine Anlaufstelle ein.
Die erfolgreiche Entschärfung der ersten Bombe bedeutet noch nicht das Ende des Einsatzes. Nach dem vorliegenden Berichtsstand steht die Entschärfung des zweiten Blindgängers noch aus.
Einschränkungen auf Straßen und im Nahverkehr
Rund um die Fundstelle müssen Verkehrsteilnehmer mit Sperrungen und Umleitungen rechnen. Auch im öffentlichen Nahverkehr sind Änderungen möglich.
Als voraussichtliches Ende der Einschränkungen wird 14 Uhr genannt. Dabei handelt es sich um eine zeitliche Planung, nicht um eine bereits bestätigte Aufhebung der Sperrungen.
Beide Bomben besitzen Heckzünder
Bei den Fundstücken handelt es sich um zwei Fünf-Zentner-Bomben britischer und amerikanischer Herkunft. Beide besitzen einen Heckzünder und müssen dem Bericht zufolge besonders sorgfältig entschärft werden.
Der Kampfmittelräumdienst konnte den ersten Blindgänger bereits unschädlich machen. Für die zweite Bombe nennt der bereitgestellte Bericht noch kein Ergebnis.
Dritter Bombenfund innerhalb einer Woche
Bereits in der vergangenen Woche war in Braunsbedra eine weitere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft worden. Mit den beiden neuen Funden wurden damit innerhalb einer Woche insgesamt drei Blindgänger entdeckt.
In der Region kommt es immer wieder zu solchen Funden. Hintergrund sind die schweren Bombardierungen der Industrie während des Zweiten Weltkriegs.