Vier Stunden lang müssen Fahrgäste am Rostocker Hauptbahnhof ohne wesentliche Teile der technischen Infrastruktur auskommen.
Grund dafür sind Wartungsarbeiten am Stromnetz. Nach den vorliegenden Informationen wird die Stromversorgung des Hauptbahnhofs deshalb am Dienstag zwischen 9 und 13 Uhr unterbrochen.
Für Reisende bedeutet dies zunächst: Die elektronischen Anzeigetafeln funktionieren während dieser Zeit nicht.
Wer normalerweise erst im Bahnhof prüft, von welchem Gleis der Zug fährt oder ob sich kurzfristige Änderungen ergeben haben, sollte sich deshalb möglichst bereits vor der Ankunft beziehungsweise über digitale Informationsangebote über seine Verbindung informieren.
Kein Ticketkauf am Fahrkartenautomaten
Auch die Fahrkartenautomaten sind von der Stromabschaltung betroffen.
Zwischen 9 und 13 Uhr können Reisende dort keine Fahrkarten kaufen. Nach der vorliegenden Mitteilung müssen Tickets während dieses Zeitraums online erworben werden.
Gerade Fahrgäste, die ihre Fahrkarten üblicherweise erst unmittelbar vor der Abfahrt am Automaten kaufen, sollten dies bei ihrer Reiseplanung berücksichtigen.
Die Mitteilung enthält keine näheren Angaben dazu, welche weiteren Möglichkeiten für Reisende ohne Zugang zum Online-Ticketkauf während der Abschaltung bestehen. Deshalb sollte aus den vorliegenden Informationen nicht abgeleitet werden, dass es vor Ort eine bestimmte alternative Verkaufsstelle geben wird.
Besonders wichtig für Menschen mit eingeschränkter Mobilität
Deutlich größere Auswirkungen kann die Abschaltung für Reisende haben, die auf einen Aufzug angewiesen sind.
Denn auch die Fahrstühle am Rostocker Hauptbahnhof sind zwischen 9 und 13 Uhr außer Betrieb.
Das betrifft beispielsweise Menschen im Rollstuhl, kann aber ebenso für Reisende mit Kinderwagen oder Personen mit anderen Mobilitätseinschränkungen problematisch werden.
Die Deutsche Bahn empfiehlt Betroffenen deshalb, sich rechtzeitig an die Mobilitäts-Service-Zentrale zu wenden. Dort soll gegebenenfalls eine alternative Reiseroute geplant werden können.
Mehr Bahn-Personal soll Reisenden helfen
Die Deutsche Bahn reagiert auf die Einschränkungen nach den vorliegenden Angaben mit zusätzlichem Personal.
Am Dienstagvormittag sollen mehr Bahn-Mitarbeiter am Bahnhof eingesetzt werden, um Fragen zu beantworten und Reisenden weiterzuhelfen.
Das ist insbesondere deshalb relevant, weil die üblichen elektronischen Anzeigetafeln während der Stromunterbrechung nicht zur Verfügung stehen.
Reisende sollten dennoch zusätzliche Zeit einplanen, wenn sie vor Ort Informationen benötigen oder aufgrund der ausgefallenen Aufzüge Unterstützung beziehungsweise eine alternative Verbindung benötigen.
Züge sollen weiterfahren
Trotz der vollständigen Stromabschaltung im Bahnhof soll der eigentliche Zugverkehr nach den vorliegenden Informationen nicht betroffen sein.
Auch die Straßenbahnen sollen planmäßig von der Stromabschaltung unberührt bleiben.
Damit handelt es sich nach derzeitigem Stand nicht um eine angekündigte vierstündige Sperrung des Rostocker Hauptbahnhofs oder eine Einstellung des Zugverkehrs.
Betroffen ist vielmehr die technische Infrastruktur im Bahnhof.
Was Reisende am Dienstag beachten sollten
Wer den Rostocker Hauptbahnhof zwischen 9 und 13 Uhr nutzt, sollte sich möglichst bereits vor Reisebeginn über seine Verbindung informieren und benötigte Fahrkarten rechtzeitig beziehungsweise online erwerben.
Besonders sorgfältig sollten Menschen planen, die auf einen Fahrstuhl angewiesen sind. Für sie kann der Ausfall der Aufzüge erheblich stärker ins Gewicht fallen als für andere Reisende.
Die wichtigsten Einschränkungen gelten nach der vorliegenden Mitteilung am Dienstag, 29. September 2026, von 9 bis 13 Uhr: Fahrkartenautomaten, elektronische Anzeigetafeln und Fahrstühle stehen in diesem Zeitraum nicht zur Verfügung.
Für Fahrgäste gibt es zugleich eine wichtige Entwarnung: Zugverbindungen und Straßenbahnen sollen von den Arbeiten am Stromnetz nicht betroffen sein.