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Das ändert sich im Oktober 2026: Tankrabatt, PFAS-Verbot und digitale Vorsorge

dawnydawny (CC0), Pixabay

Mit dem 1. Oktober 2026 treten mehrere Änderungen in Kraft, die Verbraucher unmittelbar betreffen. Autofahrer sollen beim Tanken entlastet werden, Vorsorgedokumente können künftig zentral digital hinterlegt werden und für bestimmte sogenannte Ewigkeitschemikalien gelten strengere Regeln. Hinzu kommen Neuerungen bei Führungszeugnissen, Bahnhöfen und der Teilhabeberatung.

Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung künftig als PDF hinterlegen

Eine wichtige Neuerung betrifft das Zentrale Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer. Bislang konnte dort im Wesentlichen registriert werden, dass eine Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung oder Patientenverfügung existiert.

Ab 1. Oktober können nun auch die Dokumente selbst als PDF hinterlegt werden. Dadurch sollen im Ernstfall nicht nur Hinweise auf vorhandene Verfügungen verfügbar sein, sondern auch deren konkrete Inhalte schneller festgestellt werden können.

Die Hinterlegung ist kostenpflichtig. Für eine einfache Registrierung über ein Notariat werden dem Bericht zufolge etwa 20 Euro fällig. Für jede zusätzlich eingetragene Vertrauensperson kommen ungefähr vier Euro hinzu. Testamente werden weiterhin über das Zentrale Testamentsregister erfasst.

Strengere Regeln für PFAS ab 10. Oktober

Auch beim Umgang mit sogenannten Ewigkeitschemikalien ändert sich etwas. Ab 10. Oktober 2026 gelten neue Beschränkungen für Undecafluorhexansäure, kurz PFHxA, eine Untergruppe der PFAS.

Die Stoffe dürfen dann unter anderem in bestimmten Textilien, Kosmetika und Lebensmittelverpackungen nicht mehr vorkommen. Produkte, die PFHxA enthalten und bereits vor dem Stichtag in Verkehr gebracht wurden, dürfen dem Bericht zufolge weiterhin verkauft werden.

PFAS werden wegen ihrer wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften in zahlreichen Produkten eingesetzt. Problematisch ist ihre extreme Langlebigkeit: Die Stoffe bauen sich in der Umwelt nur sehr langsam ab und werden deshalb als Ewigkeitschemikalien bezeichnet.

Tankrabatt startet am 1. Oktober

Für Autofahrer dürfte eine andere Änderung besonders spürbar werden: Vom 1. Oktober bis zum 31. Dezember 2026 soll erneut ein Tankrabatt gelten.

Benzin und Diesel sollen dadurch um 17 Cent je Liter entlastet werden – vorausgesetzt, die Entlastung wird von den Mineralölunternehmen vollständig an die Kunden weitergegeben.

Die Maßnahme soll nach den genannten Schätzungen rund 2,5 Milliarden Euro kosten. Bund und Länder tragen die finanziellen Auswirkungen gemeinsam.

Nach dem Auslaufen des Tankrabatts ist laut dem Bericht zum 1. Januar 2027 ein Spritpreisdeckel vorgesehen. Auch dieser soll allerdings zeitlich begrenzt sein.

Uhren werden wieder zurückgestellt

Ende Oktober steht außerdem die nächste Zeitumstellung bevor. In der Nacht vom 24. auf den 25. Oktober 2026 endet die Sommerzeit. Um 3 Uhr werden die Uhren um eine Stunde auf 2 Uhr zurückgestellt.

Für Gartenbesitzer beginnt ebenfalls wieder eine andere Phase: Mit dem neuen Monat sind größere Hecken- und Baumschnitte wieder zulässig.

Alkoholverbot an rund 5.400 Bahnhöfen

Eine weitere Änderung soll ab 15. Oktober Bahnreisende betreffen. Das Alkoholverbot wird laut BR24 auf alle rund 5.400 Bahnhöfe in Deutschland ausgeweitet.

Auch bei Behördengängen schreitet die Digitalisierung voran: Wer ein BundID-Konto besitzt, kann ein Führungszeugnis künftig digital beantragen.

Für Menschen mit Behinderung gibt es ebenfalls eine Änderung. Träger der Teilhabeberatung dürfen künftig auch Rechtsberatung anbieten und Betroffene in Widerspruchs- und Klageverfahren vertreten.

Microsoft-Support endet am 13. Oktober

Auch Computer-Nutzer sollten sich den Oktober im Kalender markieren. Laut dem Bericht endet am 13. Oktober 2026 der Support für Windows 11 und Office 2021. Nutzer der betroffenen Versionen sollten deshalb insbesondere prüfen, welche Sicherheitsupdates und Upgrade-Möglichkeiten für ihre Systeme zur Verfügung stehen.

In Bayern steht außerdem am 12. Oktober der Präventionstag auf dem Programm. Angeboten werden unter anderem Aktionen zu Bewegung, Ernährung, Stressprävention und Impfungen.

Der Oktober bringt damit Änderungen in sehr unterschiedlichen Lebensbereichen: vom Preis an der Zapfsäule über die persönliche Vorsorge bis zu Chemikalien in Alltagsprodukten und neuen digitalen Behördenangeboten.

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