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Flucht mit zwei Kleinkindern endet im Sumpf: Polizeidrohne spürt 27-Jährigen in Florida auf

Peggy_Marco (CC0), Pixabay

Ein schwerer Verkehrsunfall in Florida hat sich zu einer gefährlichen Flucht durch ein Sumpfgebiet entwickelt. Ein 27-jähriger Mann soll nach einem Unfall mit einem zweijährigen Kind und einem nur zehn Monate alten Baby zu Fuß geflüchtet sein. Eine Polizeidrohne entdeckte die drei schließlich in dem schwer zugänglichen Gelände.

Besonders gefährlich: In den Feuchtgebieten Floridas kommen Alligatoren vor. Einen tatsächlichen Kontakt mit einem Alligator hat die Polizei allerdings nicht gemeldet.

Auto durchbricht Straßensperre

Der Vorfall ereignete sich bereits am 9. September 2026 gegen 4 Uhr morgens in Lakeland im US-Bundesstaat Florida.

Nach Angaben der Polizei soll der 27-Jährige mit seinem Auto ein Straßensperrschild und Sandsäcke durchbrochen haben. Anschließend geriet der Wagen in einen Baustellenbereich und wurde schwer beschädigt.

Als die Einsatzkräfte am Unfallort eintrafen, war der Fahrer verschwunden.

Im Fahrzeug fanden die Beamten jedoch zwei leere Kindersitze. Damit war klar, dass möglicherweise zwei kleine Kinder mit dem Mann unterwegs waren. Sofort begann eine Suchaktion.

Polizeidrohne entdeckt Mann und Kinder

Weil das umliegende Gelände dunkel, bewaldet und sumpfig war, setzte die Polizei eine Drohne ein.

Nach etwa 30 Minuten wurde der Mann entdeckt. Er bewegte sich mit dem Zweijährigen und dem zehn Monate alten Baby durch das Sumpfgebiet.

Dabei soll es zu äußerst gefährlichen Situationen gekommen sein. Nach Darstellung der Polizei stürzte der Mann mehrfach. Die Kinder gerieten dabei zeitweise ins Wasser.

Schließlich soll er sogar den Zweijährigen zurückgelassen und seine Flucht nur mit dem Baby fortgesetzt haben. Auch dabei stürzte er nach Angaben der Ermittler erneut.

Beide Kinder kommen ins Krankenhaus

Polizisten konnten schließlich zu den Kindern vordringen und sie aus dem Sumpf holen.

Beide wurden zur medizinischen Untersuchung und Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Sie konnten später wieder entlassen werden. Auch der 27-Jährige wurde medizinisch behandelt und anschließend festgenommen.

Nach Angaben der Polizei zeigte der Mann Anzeichen einer Alkoholisierung. Er soll gegenüber den Beamten selbst angegeben haben, betrunken zu sein. Außerdem soll er keinen gültigen Führerschein besessen haben.

Elf Vorwürfe gegen den 27-Jährigen

Für den Mann hat die nächtliche Flucht nun erhebliche strafrechtliche Folgen.

Nach übereinstimmenden Medienberichten werden ihm insgesamt elf Delikte beziehungsweise Verstöße vorgeworfen, darunter acht weniger schwere Vergehen und drei Straftaten der schwereren Kategorie. Dazu gehören zwei Vorwürfe wegen fahrlässiger Kindesmisshandlung mit schwerer Körperverletzung.

Die Vorwürfe müssen im weiteren Strafverfahren geklärt werden.

Dass die Situation nicht noch schlimmer endete, dürfte vor allem dem schnellen Polizeieinsatz zu verdanken sein. Die Drohne ermöglichte es den Beamten, den Mann und die beiden kleinen Kinder in dem dunklen und schwer zugänglichen Gelände aufzuspüren.

Beide Kinder überlebten die gefährliche Flucht durch den Sumpf und konnten das Krankenhaus wieder verlassen.

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