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BaFin warnt vor „Pro Kredits“: Kreditangebote auf prokredits.com ohne erforderliche Erlaubnis
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BaFin warnt vor „Pro Kredits“: Kreditangebote auf prokredits.com ohne erforderliche Erlaubnis

paulracko (CC0), Pixabay

Wer derzeit auf der Suche nach einem Kredit ist und dabei auf das Angebot von „Pro Kredits“ stößt, sollte die aktuelle Warnung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht berücksichtigen.

Nach den Feststellungen der BaFin bietet „Pro Kredits“ über die genannte Internetseite den Abschluss von Darlehensverträgen ohne die erforderliche aufsichtsrechtliche Erlaubnis an.

Damit handelt es sich nicht lediglich um einen allgemeinen Sicherheitshinweis. Die Finanzaufsicht macht konkret darauf aufmerksam, dass für die angebotene Tätigkeit eine erforderliche Genehmigung fehlt.

Kreditsuchende sollten Anbieter genau überprüfen

Gerade Kreditangebote im Internet können für Verbraucher attraktiv erscheinen: schnelle Bearbeitung, unkomplizierte Anträge oder die Aussicht auf eine Finanzierung auch in schwierigen finanziellen Situationen.

Umso wichtiger ist es, vor der Übermittlung persönlicher Daten oder vor Zahlungen zu kontrollieren, wer tatsächlich hinter einem Angebot steht.

Grundsätzlich gilt: Wer in Deutschland erlaubnispflichtige Bankgeschäfte, Finanzdienstleistungen oder Wertpapierdienstleistungen betreiben will, benötigt die entsprechende Erlaubnis. Verbraucher können in der Unternehmensdatenbank der BaFin überprüfen, ob ein Unternehmen von der Finanzaufsicht zugelassen ist.

Vorsicht bei Vorauszahlungen

Besondere Aufmerksamkeit ist bei Kreditangeboten angebracht, wenn vor Auszahlung des vermeintlichen Darlehens zunächst Geld verlangt wird – beispielsweise für angebliche Bearbeitungsgebühren, Versicherungen, Steuern oder die Freischaltung des Kredits.

Aus der vorliegenden BaFin-Warnung geht zwar nicht hervor, dass „Pro Kredits“ konkret solche Vorauszahlungen verlangt. Verbraucher sollten entsprechende Forderungen jedoch generell sorgfältig prüfen und nicht allein deshalb bezahlen, weil ihnen anschließend eine schnelle Kreditauszahlung versprochen wird.

Persönliche Daten können ebenfalls wertvoll sein

Bei zweifelhaften Kreditangeboten geht es nicht ausschließlich um bereits überwiesenes Geld. Für einen Kreditantrag werden häufig besonders sensible Informationen verlangt – beispielsweise Anschrift, Geburtsdatum, Einkommensnachweise, Bankverbindung oder Ausweisdokumente.

Wer bereits Daten übermittelt hat und anschließend von der BaFin-Warnung erfährt, sollte deshalb dokumentieren, welche Informationen und Dokumente weitergegeben wurden.

Wurden zudem Passwörter oder Zugangsdaten preisgegeben, sollten diese unverzüglich geändert werden.

Bereits Geld überwiesen? Schnell reagieren

Wer im Zusammenhang mit einem Kreditangebot über prokredits.com bereits Zahlungen geleistet hat, sollte sämtliche Unterlagen sichern. Dazu gehören Überweisungsbelege, E-Mails, Chatverläufe, Vertragsunterlagen, Telefonnummern und Namen angeblicher Ansprechpartner.

Auch eine schnelle Kontaktaufnahme mit der eigenen Bank kann sinnvoll sein. Dort lässt sich prüfen, ob bei einer kürzlich erfolgten Zahlung noch Handlungsmöglichkeiten bestehen.

Dabei sollte allerdings nicht vorschnell unterstellt werden, dass mit der BaFin-Warnung bereits ein Betrug strafrechtlich festgestellt worden ist. Gegenstand der veröffentlichten Information ist zunächst, dass die Kreditangebote nach Angaben der Finanzaufsicht ohne die erforderliche Erlaubnis erfolgen.

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