Die Windpark Ihausen Beteiligungsgesellschaft mbH hat das Geschäftsjahr 2025 erneut mit einem Verlust beendet. Der Jahresfehlbetrag erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr deutlich. Gleichzeitig gingen die liquiden Mittel und das Eigenkapital zurück. Die Bilanz zeigt damit eine kleine Beteiligungsgesellschaft, deren finanzielle Reserven im vergangenen Jahr weiter abgeschmolzen sind.
Die in Bremen ansässige Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2025 eine Bilanzsumme von 7.905,89 Euro aus. Ende 2024 waren es noch 12.144,85 Euro. Damit verringerte sich die Bilanzsumme innerhalb eines Jahres um 4.238,96 Euro beziehungsweise knapp 35 Prozent.
Finanzanlagen bleiben unverändert
Das Anlagevermögen beträgt lediglich 2.000 Euro und blieb gegenüber dem Vorjahr unverändert. Es besteht vollständig aus Finanzanlagen beziehungsweise Anteilen an verbundenen Unternehmen.
Nach Angaben im Anhang werden diese grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet. Sollte am Bilanzstichtag ein niedrigerer beizulegender Wert vorliegen und eine entsprechende Berücksichtigung erforderlich sein, wird dieser angesetzt.
Das Geschäftsmodell der Gesellschaft spiegelt sich damit nur eingeschränkt in der eigenen Bilanz wider: Der wesentliche Vermögenswert besteht aus einer Beteiligung und nicht aus unmittelbar bei der Gesellschaft bilanzierten Windenergieanlagen.
Bankguthaben sinkt um mehr als 40 Prozent
Deutlicher fällt die Veränderung beim Umlaufvermögen aus. Die Gesellschaft verfügte Ende 2025 über 5.905,89 Euro an liquiden Mitteln. Ein Jahr zuvor waren es noch 10.144,85 Euro.
Damit reduzierte sich der Bestand an Bank- und sonstigen flüssigen Mitteln um 4.238,96 Euro oder rund 42 Prozent.
Weitere Forderungen oder sonstige Vermögensgegenstände werden in der veröffentlichten Bilanz nicht ausgewiesen. Zusammen mit den Finanzanlagen von 2.000 Euro ergibt sich das Gesamtvermögen von 7.905,89 Euro.
Verlust steigt auf 3.842 Euro
Auf der Passivseite fällt insbesondere die Entwicklung des Eigenkapitals auf. Das gezeichnete Kapital beträgt weiterhin 25.000 Euro.
Dem stehen jedoch aufgelaufene Verluste gegenüber. Der Verlustvortrag beläuft sich zum Jahresende auf 14.705,15 Euro. Hinzu kommt der Jahresfehlbetrag 2025 von 3.842,01 Euro.
Im Vorjahr hatte das Minus noch 2.422,47 Euro betragen. Der Jahresfehlbetrag erhöhte sich damit um 1.419,54 Euro beziehungsweise rund 59 Prozent.
Nach Verrechnung der Verluste verbleibt zum 31. Dezember 2025 ein Eigenkapital von 6.452,84 Euro. Ende 2024 waren noch 10.294,85 Euro vorhanden.
Damit ist das ausgewiesene Eigenkapital innerhalb eines Jahres um mehr als 37 Prozent zurückgegangen.
Großteil des Stammkapitals durch Verluste aufgezehrt
Besonders deutlich wird die Entwicklung beim Vergleich mit dem gezeichneten Kapital. Von den ursprünglich ausgewiesenen 25.000 Euro Stammkapital stehen bilanziell Ende 2025 nur noch 6.452,84 Euro Eigenkapital gegenüber.
Der Verlustvortrag und der neue Jahresfehlbetrag summieren sich auf 18.547,16 Euro. Damit ist ein erheblicher Teil des bilanziellen Eigenkapitalpolsters durch die aufgelaufenen Verluste aufgezehrt.
Eine bilanzielle Überschuldung zeigt der vorgelegte Abschluss allerdings nicht: Das Eigenkapital ist zum Bilanzstichtag weiterhin positiv.
Keine Verbindlichkeiten ausgewiesen
Bemerkenswert ist zugleich, dass die Bilanz zum Jahresende keine Verbindlichkeiten ausweist. Auf der Passivseite stehen neben dem Eigenkapital lediglich Rückstellungen von 1.453,05 Euro.
Diese lagen im Vorjahr noch bei 1.850 Euro und gingen damit leicht zurück.
Die Gesellschaft erklärt im Anhang, dass bei der Bildung von Rückstellungen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen nach vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung berücksichtigt werden.
Teil des wpd-Konzerns
Die Windpark Ihausen Beteiligungsgesellschaft mbH gehört zum Konsolidierungskreis der wpd GmbH mit Sitz in Bremen. Nach den Angaben im Jahresabschluss wird die Gesellschaft in deren Konzernabschluss einbezogen. Der Konzernabschluss der Muttergesellschaft wird im Unternehmensregister offengelegt.
Die Beteiligungsgesellschaft selbst wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes bilanziert und als kleine Kapitalgesellschaft gemäß § 267 HGB eingeordnet.
Das Unternehmen ist beim Amtsgericht Bremen unter HRB 33525 HB registriert.
Finanzielle Reserven werden kleiner
Der Jahresabschluss für 2025 zeigt insgesamt eine Gesellschaft mit sehr überschaubarer Bilanz, aber einer auffälligen Verlustentwicklung.
Innerhalb eines Jahres sank das Bankguthaben um rund 42 Prozent, während sich der Jahresfehlbetrag von 2.422,47 Euro auf 3.842,01 Euro erhöhte. Gleichzeitig verringerte sich das Eigenkapital auf nur noch rund 6.453 Euro.
Positiv für die Bilanzstruktur ist, dass zum Stichtag keine Verbindlichkeiten ausgewiesen werden. Dennoch wird die weitere Ergebnisentwicklung von Bedeutung sein: Sollten sich Verluste in ähnlicher Größenordnung fortsetzen, würde sich das noch vorhandene Eigenkapital weiter reduzieren.