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Windpark Nienburg Süd: Beteiligungsgesellschaft baut Liquidität deutlich aus

Shutterbug75 (CC0), Pixabay

Die Windpark Nienburg Süd Beteiligungs GmbH hat ihren Jahresabschluss für 2025 vorgelegt. Die zum Bremer wpd-Konzern gehörende Gesellschaft weist zum Jahresende eine Bilanzsumme von 19.729 Euro aus. Gegenüber dem Vorjahreswert von 10.941 Euro ist die Bilanz damit deutlich gewachsen.

Auffällig ist vor allem die Entwicklung der liquiden Mittel: Das Bankguthaben hat sich innerhalb eines Jahres von rund 5.941 Euro auf 14.729 Euro mehr als verdoppelt.

Gleichzeitig schreibt die Beteiligungsgesellschaft weiterhin rote Zahlen. Für 2025 steht ein Jahresfehlbetrag von 3.787 Euro in der Gewinn- und Verlustrechnung.

Bankguthaben steigt um fast 9.000 Euro

Das Vermögen der Gesellschaft ist überschaubar und besteht im Wesentlichen aus zwei Positionen.

Die Finanzanlagen liegen unverändert bei 5.000 Euro. Dabei handelt es sich laut Jahresabschluss um Anteile an verbundenen Unternehmen.

Deutlich verändert hat sich dagegen das Umlaufvermögen. Die liquiden Mittel erhöhten sich von 5.941 Euro Ende 2024 auf 14.729 Euro Ende 2025 – ein Plus von rund 8.788 Euro beziehungsweise knapp 148 Prozent.

Damit entfällt inzwischen der überwiegende Teil der Bilanzsumme auf Bankguthaben.

Eigenkapital steigt auf 18.196 Euro

Auch das ausgewiesene Eigenkapital hat sich deutlich erhöht.

Ende 2024 lag es bei 9.483 Euro, ein Jahr später bei 18.196 Euro. Hintergrund ist insbesondere, dass das gezeichnete Kapital von 25.000 Euro inzwischen vollständig eingefordert ist.

Im Vorjahr waren noch 12.500 Euro nicht eingeforderte Einlagen vom gezeichneten Kapital abgezogen worden.

Dem stehen inzwischen aufgelaufene Verluste gegenüber. Aus dem Rumpfgeschäftsjahr 2024 wurde ein Verlust von 3.017 Euro vorgetragen. Hinzu kommt der Jahresfehlbetrag 2025 von 3.787 Euro.

Insgesamt belaufen sich Verlustvortrag und neuer Fehlbetrag damit auf rund 6.804 Euro.

Kaum Erträge, knapp 3.800 Euro Verlust

Die Gewinn- und Verlustrechnung zeigt zugleich, dass die Gesellschaft 2025 nur sehr geringe Erträge erzielte.

Den sonstigen betrieblichen Erträgen von lediglich 119 Euro standen sonstige betriebliche Aufwendungen von rund 3.906 Euro gegenüber.

Unter dem Strich ergibt sich daraus der Jahresfehlbetrag von 3.786,88 Euro.

Der Verlust liegt damit nominell über den 3.017 Euro aus dem Vorjahr. Allerdings ist ein direkter Vergleich wenig aussagekräftig: 2024 war lediglich ein Rumpfgeschäftsjahr vom 23. Juli bis 31. Dezember.

Verbindlichkeiten praktisch bedeutungslos

Eine hohe Verschuldung ist in dieser Beteiligungsgesellschaft nicht zu erkennen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen zum Jahresende bei lediglich 129,53 Euro. Im Vorjahr waren es noch 232,05 Euro.

Hinzu kommen sonstige Rückstellungen von 1.403 Euro.

Sämtliche ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von höchstens einem Jahr.

Damit finanziert sich die Gesellschaft bilanziell nahezu vollständig über ihr Eigenkapital.

Beteiligungsgesellschaft innerhalb des wpd-Konzerns

Die Windpark Nienburg Süd Beteiligungs GmbH hat ihren Sitz in Bremen und ist beim Amtsgericht Bremen unter HRB 40684 HB eingetragen.

Sie wird in den Konzernabschluss der wpd GmbH einbezogen. Geschäftsführer war im Geschäftsjahr Dr. Gernot Blanke.

Nach den Größenkriterien des Handelsgesetzbuches handelt es sich um eine kleine Kapitalgesellschaft.

Die wichtigsten Zahlen für 2025

Bilanzsumme: 19.728,61 Euro
Finanzanlagen: 5.000 Euro
Bankguthaben: 14.728,61 Euro
Eigenkapital: 18.196,03 Euro
Jahresfehlbetrag: 3.786,88 Euro
Verlustvortrag: 3.017,09 Euro
Rückstellungen: 1.403,05 Euro
Verbindlichkeiten: 129,53 Euro

Noch kein Bild vom eigentlichen Windparkbetrieb

Der Name der Gesellschaft legt zwar einen Bezug zum Windpark Nienburg Süd nahe. Aus dem veröffentlichten Jahresabschluss lässt sich jedoch nicht ableiten, wie viel Strom ein entsprechender Windpark produziert, welche Umsätze dort erzielt werden oder wie profitabel das eigentliche Energieprojekt ist.

Die Bilanz zeigt vielmehr die wirtschaftlichen Verhältnisse der Beteiligungsgesellschaft.

Bemerkenswert sind dabei vor allem die stark gestiegene Liquidität und das höhere Eigenkapital. Gleichzeitig erwirtschaftete die Gesellschaft 2025 erneut einen überschaubaren Verlust.

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