Es sind Bilder, die sich eingebrannt haben: ein Flugzeug rast in einen Wolkenkratzer. Schwarzer Rauch über Manhattan. Menschen laufen um ihr Leben. Dann stürzen die Türme des World Trade Centers ein.
Am 11. September 2001 veränderte sich die Welt innerhalb weniger Stunden.
Nun, 25 Jahre später, stellt sich eine Frage, die damals kaum jemand beantworten konnte: Sind wir heute tatsächlich sicherer – oder haben wir uns nur an die Gefahr gewöhnt?
Terroristen des islamistischen Netzwerks Al-Qaida entführten damals vier Passagierflugzeuge. Zwei Maschinen wurden in die Türme des World Trade Centers in New York gesteuert. Ein weiteres Flugzeug traf das Pentagon bei Washington, eine vierte Maschine stürzte in Pennsylvania ab.
Fast 3.000 Menschen starben.
Doch die Erschütterung machte nicht an den Grenzen der USA halt. Auch Deutschland rückte plötzlich in den Mittelpunkt der Ermittlungen. Denn die Spur einiger Attentäter führte nach Hamburg. Mitglieder der später sogenannten „Hamburger Zelle“ hatten dort gelebt und studiert.
Plötzlich war internationaler Terrorismus nicht mehr etwas, das nur weit entfernt stattfand.
Die Konsequenzen spüren Millionen Menschen bis heute – selbst dann, wenn sie am 11. September 2001 noch Kinder waren oder überhaupt noch nicht geboren.
Wer heute ein Flugzeug besteigt, erlebt eine Sicherheitswelt, die durch 9/11 entscheidend geprägt wurde: strengere Kontrollen, schärfere Vorschriften und umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen. Auch Polizei und Nachrichtendienste wurden vor neue Aufgaben gestellt.
Doch während sich die Sicherheitsmaßnahmen verändert haben, hat sich auch der Terrorismus verändert.
Heute müssen Sicherheitsbehörden nicht nur große, international organisierte Netzwerke im Blick behalten. Auch einzelne radikalisierte Täter können zur Gefahr werden. Das Internet hat dabei neue Möglichkeiten geschaffen, extremistische Propaganda zu verbreiten und Menschen zu erreichen.
Und damit kommt 25 Jahre nach den Anschlägen eine unbequeme Frage zurück:
Wie sicher können wir überhaupt sein?
Absolute Sicherheit kann es nicht geben. Gleichzeitig wurden seit 2001 enorme Anstrengungen unternommen, um Anschläge zu verhindern. Für die Bevölkerung bleibt jedoch vor allem das persönliche Gefühl entscheidend.
Fühlen Sie sich heute in einem Flugzeug sicher? Bei einem Weihnachtsmarkt? Auf einem großen Konzert oder bei einem Fußballspiel? Denken Sie überhaupt noch über die Gefahr eines Terroranschlags nach – oder gehört sie inzwischen zu einem Risiko, das im Alltag kaum noch eine Rolle spielt?
Der 11. September 2001 hat nicht nur Gebäude zum Einsturz gebracht. Der Tag erschütterte auch die Vorstellung, dass moderne Gesellschaften vor einem Anschlag dieser Dimension geschützt seien.
Ein Vierteljahrhundert später erinnern wir an die Opfer.