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Coca-Cola darf Werk in Halle ausbauen – 45 Millionen Euro für neue Dosenlinie

Couleur (CC0), Pixabay

Das Werk in Halle produziert seit mehr als zwei Jahrzehnten ausschließlich kohlensäurefreie Getränke. Dazu gehören vor allem der Eistee Fuze Tea und das Sportgetränk Powerade. Mit der neuen Dosenlinie ändert sich das Produktionsprofil des Standorts deutlich: Künftig sollen dort wieder kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke abgefüllt werden.

25 zusätzliche Arbeitsplätze

Von der Investition profitiert auch die Beschäftigung. Coca-Cola plant 25 zusätzliche Stellen in der Produktion und den dazugehörigen Bereichen. Damit würde die Zahl der Beschäftigten am Standort von derzeit rund 325 auf ungefähr 350 Mitarbeiter steigen.

Der Standort gehört bereits seit 1991 zum deutschen Coca-Cola-Produktionsnetz. Neben der Getränkeabfüllung besitzt Halle noch eine weitere Besonderheit: Nach Unternehmensangaben ist es der einzige Coca-Cola-Standort in Deutschland, an dem Rohlinge für PET-Flaschen hergestellt werden.

Bis zu 120.000 Dosen pro Stunde

Die Dimension der neuen Anlage ist beträchtlich. Herzstück ist ein rund 21 Tonnen schwerer Dosenfüller des Anlagenbauers Krones, der bereits im Juli in die Produktionshalle eingebracht wurde.

Die Maschine besitzt 175 Füllorgane und kann maximal 120.000 Dosen pro Stunde befüllen. Das entspricht etwa 33 Dosen pro Sekunde. Vorgesehen sind zunächst Gebindegrößen von 0,25 und 0,33 Litern.

Die neue Anlage ergänzt die beiden bereits vorhandenen Abfülllinien. Nach aktuellem Stand soll die Dosenproduktion voraussichtlich im November 2026 beginnen. Frühere Planungen hatten noch eine Inbetriebnahme im Sommer vorgesehen.

Coca-Cola, Fanta und Sprite kehren nach Halle zurück

Mit dem Ausbau bekommt das Werk zugleich eine größere Bedeutung innerhalb des deutschen Produktionsnetzes.

Die neue Anlage soll Coca-Cola, Fanta und Sprite für Kunden in ganz Deutschland abfüllen. Für Halle bedeutet das ein Comeback: Mehr als zwei Jahrzehnte lang wurden am Standort keine klassischen kohlensäurehaltigen Coca-Cola-Getränke mehr hergestellt.

Der Ausbau ist auch eine Reaktion auf die gestiegene Nachfrage nach Getränken in Dosen. Als die Investition Anfang 2025 angekündigt wurde, verwies das Unternehmen auf ein Absatzplus von rund zwölf Prozent im deutschen Markt für Erfrischungsgetränke in Dosen.

Wasserverbrauch spielte im Genehmigungsverfahren eine Rolle

Die Erweiterung war allerdings nicht nur eine Frage neuer Maschinen. Mit der höheren Produktionskapazität steigt auch der Wasserbedarf des Werks.

Noch Anfang 2026 stand deshalb die notwendige Genehmigung des Landesverwaltungsamts aus. Coca-Cola erklärte zugleich, weiterhin in wassersparende Technik investieren zu wollen. Nach Angaben des Unternehmens war der Wasserverbrauch am Standort bereits seit 2019 um rund 18 Prozent reduziert worden.

Auch die neue Dosenlinie soll nach Unternehmensangaben mit moderner energie- und wassersparender Technik ausgestattet werden.

Einer der größeren Industrieausbauten am Standort Halle

Für Halle ist das Projekt nicht die erste größere Investition von Coca-Cola. Bereits 2019 flossen rund 30 Millionen Euro in die dortige Produktion. Mit den nun vorgesehenen 45 Millionen Euro setzt das Unternehmen den Ausbau des Standorts fort.

Mit der Genehmigung kann das Projekt nun wie vorgesehen weitergeführt werden. Entscheidend wird in den kommenden Monaten die Fertigstellung und Inbetriebnahme der neuen Linie sein.

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