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Windpark OK 138 UG & Co. KG: Eigenkapital bricht um 522.000 Euro ein – zugleich werden Schulden abgebaut

geralt (CC0), Pixabay

Die Windpark OK 138 UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG hat das Geschäftsjahr 2025 mit einer deutlich geschrumpften Bilanz abgeschlossen. Während die Gesellschaft ihre Verbindlichkeiten um rund 267.000 Euro reduzieren konnte, ging das Eigenkapital wesentlich stärker zurück. Besonders auffällig ist außerdem der kräftige Rückgang der liquiden Mittel: Ende 2025 lagen mehr als 300.000 Euro weniger auf Bankkonten als noch ein Jahr zuvor.

Die Bilanzsumme sank von 3,50 Millionen Euro auf 2,74 Millionen Euro. Das entspricht einem Rückgang um rund 768.000 Euro beziehungsweise 21,9 Prozent innerhalb eines Jahres.

Eigenkapital sinkt um fast 40 Prozent

Eine der auffälligsten Veränderungen findet sich auf der Passivseite. Das Eigenkapital verringerte sich von 1,36 Millionen Euro auf nur noch 834.172 Euro.

Damit gingen innerhalb eines Jahres rund 522.000 Euro beziehungsweise 38,5 Prozent des bilanziell ausgewiesenen Eigenkapitals zurück.

Das Eigenkapital besteht aus den Kapitalanteilen der Kommanditisten. Ein gesonderter Bilanzgewinn oder Bilanzverlust wird mit null Euro ausgewiesen.

Trotz des starken absoluten Rückgangs verfügt die Gesellschaft weiterhin über eine vergleichsweise substanzielle Eigenkapitalbasis. Die rechnerische Eigenkapitalquote sank von rund 38,7 Prozent auf 30,5 Prozent.

Damit wird zum Jahresende noch knapp ein Drittel der Bilanzsumme durch Eigenkapital finanziert.

Liquide Mittel fallen um mehr als 300.000 Euro

Auch auf der Aktivseite gibt es eine deutliche Veränderung. Das Umlaufvermögen sank von 881.106 Euro auf 540.286 Euro – ein Minus von rund 340.800 Euro.

Hauptursache ist der starke Rückgang der liquiden Mittel. Ende 2024 verfügte die Gesellschaft noch über Kassen- und Bankguthaben von 744.418 Euro. Ende 2025 waren es nur noch 441.115 Euro.

Damit verringerte sich die Liquiditätsposition innerhalb eines Jahres um rund 303.300 Euro beziehungsweise 40,7 Prozent.

Auch die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gingen zurück. Sie reduzierten sich von 136.689 Euro auf 99.171 Euro.

Anlagevermögen verliert weitere 415.000 Euro

Das Anlagevermögen sank ebenfalls deutlich – von 2,57 Millionen Euro auf 2,15 Millionen Euro.

Das entspricht einem Rückgang um rund 415.400 Euro oder 16,2 Prozent.

Innerhalb des Anlagevermögens gingen die Sachanlagen von 2,526 Millionen Euro auf 2,100 Millionen Euro zurück. Nach Angaben der Gesellschaft werden die technischen Anlagen linear über eine zugrunde gelegte Nutzungsdauer von 16 Jahren abgeschrieben.

Eine gegenläufige Entwicklung zeigen die Finanzanlagen. Sie erhöhten sich von 44.500 Euro auf 54.500 Euro.

Windpark OK 138 reduziert Verbindlichkeiten um rund 267.000 Euro

Positiv fällt der weitere Schuldenabbau auf. Die Verbindlichkeiten gingen von 1,925 Millionen Euro auf 1,658 Millionen Euro zurück.

Das entspricht einer Reduzierung um rund 266.840 Euro beziehungsweise 13,9 Prozent.

Damit wurde zwar ein erheblicher Teil der Schulden abgebaut. Der Rückgang des Eigenkapitals fiel mit rund 522.000 Euro allerdings fast doppelt so hoch aus.

Zum Bilanzstichtag entsprachen die Verbindlichkeiten rechnerisch rund 60,6 Prozent der Bilanzsumme.

Nur noch 266.000 Euro laufen länger als fünf Jahre

Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten liefern zusätzliche Hinweise auf die Finanzierungsstruktur.

Von den insgesamt 1,66 Millionen Euro Verbindlichkeiten sind 329.663 Euro innerhalb eines Jahres fällig. Lediglich 265.580 Euro haben noch eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Damit entfallen nur rund 16 Prozent der gesamten Verbindlichkeiten auf Verpflichtungen mit einer Laufzeit von mehr als fünf Jahren.

Die übrigen Verbindlichkeiten liegen entsprechend zwischen diesen Laufzeitgruppen, soweit sie nicht kurzfristig fällig sind.

Kurzfristige Deckung wirkt komfortabler als bei manchem Windpark

Trotz des starken Rückgangs der Bankguthaben fällt die kurzfristige Bilanzstruktur zunächst vergleichsweise solide aus.

Den kurzfristigen Verbindlichkeiten von rund 329.700 Euro stehen allein liquide Mittel von 441.100 Euro gegenüber. Die Bank- und Kassenbestände übersteigen die angegebenen kurzfristigen Verbindlichkeiten somit um mehr als 111.000 Euro.

Werden zusätzlich die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände berücksichtigt, verfügt die Gesellschaft über ein Umlaufvermögen von rund 540.300 Euro.

Rechnerisch liegt dieses damit etwa 210.600 Euro über den Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Das ist grundsätzlich ein positives Bilanzsignal. Eine vollständige Beurteilung der Liquidität ist daraus allerdings nicht möglich, da Angaben über konkrete Fälligkeiten, laufende Einnahmen und operative Zahlungsverpflichtungen fehlen.

Rückstellungen steigen auf 244.000 Euro

Während die Verbindlichkeiten zurückgingen, erhöhten sich die Rückstellungen.

Sie stiegen von 223.617 Euro auf 244.133 Euro und damit um rund 20.500 Euro beziehungsweise 9,2 Prozent.

Nach Angaben im Anhang wurden die Rückstellungen nach vernünftiger kaufmännischer Schätzung ermittelt und berücksichtigen erkennbare Risiken sowie ungewisse Verpflichtungen.

Eine detaillierte Aufschlüsselung, weshalb die Rückstellungen 2025 gestiegen sind, enthält die Veröffentlichung nicht.

Steuerverbindlichkeiten gehen deutlich zurück

Eine positive Entwicklung gibt es bei den Steuerverbindlichkeiten. Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden zum Jahresende lediglich 2.015 Euro Verbindlichkeiten aus Steuern ausgewiesen.

Im Vorjahr waren es noch 5.620 Euro.

Damit gingen die Steuerverbindlichkeiten um rund 64 Prozent zurück. Gemessen an der Gesamtbilanz spielen sie allerdings nur eine untergeordnete Rolle.

Windpark dient als Sicherheit für Bankkredite

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind vollständig durch branchenübliche Sicherheiten abgesichert.

Die Gesellschaft nennt insbesondere Pfandrechte an dem Windpark sowie die Abtretung von Forderungen aus abgerechneten Stromlieferungen.

Die Finanzierung ist somit unmittelbar mit den Windenergieanlagen und den daraus erwirtschafteten Stromerlösen verknüpft.

Bilanz schrumpft innerhalb eines Jahres um mehr als ein Fünftel

Insgesamt zeigt der Jahresabschluss der Windpark OK 138 UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG für 2025 eine erhebliche Bilanzverkürzung.

Besonders ins Auge fällt der Rückgang des Eigenkapitals um rund 522.000 Euro auf 834.000 Euro. Gleichzeitig sank der Bestand an liquiden Mitteln um mehr als 303.000 Euro.

Auf der positiven Seite steht ein Schuldenabbau von knapp 267.000 Euro. Zudem übersteigen die liquiden Mittel zum Bilanzstichtag weiterhin die angegebenen kurzfristigen Verbindlichkeiten.

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist wesentlich durch die laufende Abschreibung der technischen Anlagen geprägt. Gleichzeitig erhöhte die Gesellschaft ihre Finanzanlagen um 10.000 Euro.

Eine Gewinn- und Verlustrechnung wurde in den vorliegenden Angaben nicht veröffentlicht. Deshalb lässt sich insbesondere nicht erkennen, welches Jahresergebnis hinter dem deutlichen Rückgang der Kapitalanteile steht und wie sich Umsatz und operatives Ergebnis des Windparks 2025 entwickelt haben.

Der Jahresabschluss der Windpark OK 138 UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG wurde am 27. Februar 2026 festgestellt.

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